Gaddafis Tochter nicht in Verfahren gegen Bruder Saif zugelassen

2. Februar 2012, 17:49

Internationaler Strafgerichtshof lehnte Aisha Gaddafi als "Amicus Curiae" ab

Den Haag - Die Tochter des im Vorjahr gestürzten und getöteten libyschen Langzeit-Machthabers Muammar al-Gaddafi darf bei einem möglichen Verfahren gegen ihren Bruder Saif al-Islam in Den Haag nicht als "Amicus Curiae" auftreten. Der Internationale Strafgerichtshof (StGH bzw. ICC) lehnte am Donnerstag einen entsprechenden Antrag von Aisha Gaddafi als "unangebracht und der eigentlichen Aufgabe eines 'Amicus Curiae' zuwiderlaufend" ab.

"Amicus Curia" bezeichnet eine Person oder eine Organisation, die sich an einem Gerichtsverfahren beteiligt, ohne selbst Partei zu sein. Es handelt sich um eine Art parteiischen Sachverständigen.

Aisha Gaddafi wollte nach eigenen Angaben als "Freund des Gerichts konkrete Informationen" im Fall ihres Bruders liefern. Saif al-Islam wurde im November im Süden Libyens festgenommen. Der ICC will ihn wegen des Vorwurfs der Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Den Haag vor Gericht stellen, doch die libyschen Behörden wollen dem Gaddafi-Sohn selbst den Prozess machen. Der Gaddafi-Sohn soll an der Tötung von Demonstranten während der Revolte gegen die Herrschaft seines Vaters beteiligt gewesen sein.

Saif al-Islam hatte ab den 1990er Jahren teilweise in Österreich gelebt und in Wien studiert. Er unterhielt unter anderem enge Beziehungen zum 2008 tödlich verunfallten Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider und damaligen FPÖ-Funktionären. (APA)

Kommentar posten
10 Postings
DieBo
01
10.2.2012, 10:05
der westen macht Halbe Halbe mit dem libyschen Mob.Die westlichen moralischen Werte sind mittlerweile nahezu Null.

Prof. Wolf
11
Dieser Frau droht selbst der Prozess, sie ist mit dem Angeklagten verwand - also befangen.

der schwitzbär der schwitzt sehr
41
die haben offenbar bei Freihsler gelernt

naval
44

Warum die gute nicht zugelassen wird, verstehe ich nicht: das wäre doch DIE Gelegenheit, sie genauer danach zu befragen, was genau mit den Milliarden passiert ist, die sie und ihre Sippe nach Algerien haben mitlaufen lassen.

DieBo
10
10.2.2012, 10:06
Das libysche Gold ist jetzt übrigens in Ford Knox gelagert.....mal so nebenbei bemerkt...

spiridonov
00
15.2.2012, 08:05

So wie ein Großteil des dt. Goldes, des franz. Goldes, des engl. Goldes usw....

casus belli
33
Dann könnte auch...

gleich geklärt werden was mit den unzähligen Milliarden ist, die noch im Ausland eingefroren waren. Das sind ein paar mehr als die Familie nach Algerien hätte mitschleppen können.

notsostandard
27
Bei uns nennt man so was "Kangaroo Court".....

Den Haag ,ist aber teil des neuen "Weltorder" sooooo
elegant und preziese in ihrer "gerechtigkeit".
Diese lamen kreaturen , die hoechsten vertreter
und Richter (hochbezahlt bei dem "internationalen gerichtshof?") die "Guten" von den "Boesen" zu sortieren.Diese leute haben keine eigene meinung nur die die ihnen von der neo usa diktiert wird .

Es ist zum fuerchten was diese ".........." mit dem sogenannten gesetz machen . Da waren die damalige "Lynch-mob" gestzlosen des wilden westens noch menschlicher (im sinne dass menschlich ueberhaupt noch eine ehrliche bewertung hat),diese neue weltorder hintermaenner haben auch diesem fundamentalen wort jegliche wertung genommen.

Pele_2008
05
Ist jetzt eigentlich die ganze Welt verrueckt geworden?

Wieso erklärt dieses Gericht nicht, dass es über den Antrag nicht entscheiden kann, weil sich der verdächtige nicht in seiner Gewalt befindet und nach Aussagen jener, die ihn in ihrer Gewalt haben, auch nie dorthin kommen wird?

Elettra
615
Man sollte dieses Gericht selbst anklagen und dann eine neue Institution gründen

doch im Falle Libyen
der Kriegs- Gewinner
diktiert und
denn Den Haag ist seine Schreibstube,

Doch unbedacht

Den Haag hat in Angelegenheit Libyen nun bereits selbst verloren,

seine Würde

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.