Plattform "Zukunft.Bildung"

"Bildungsdiskussion ist von den Lehrern dominiert"

Interview | Lisa Aigner, Rosa Winkler-Hermaden, 3. Februar 2012, 14:17
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    Daniel Landau: "Freundinnen von mir, die in der Volksschule unterrichten, sagen, sie haben immer mehr Kinder, die noch nie in ihrem Leben mit einer Schere geschnitten haben oder die ihre Schuhe nicht binden können."

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    Michael Landau: "Die Bildungsdiskussion ist vielfach von den LehrerInnen dominiert. Die Interessenvertreter nehmen eine wichtige Aufgabe wahr, es ist für mich nur völlig unnachvollziehbar, warum ein Teil der Lehrervertreter sagt, ihre Interessen seien die der ganzen Schule."

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Die Brüder Landau, der eine Priester, der andere Lehrer, wollen "Druck erzeugen" und treten gegen "Bildungssackgassen" ein

Drei Monate sind seit dem Bildungsvolksbegehren vergangen, im Parlament beschäftigt sich derzeit ein Sonderausschuss mit den Forderungen. Die Brüder Daniel und Michael Landau - Daniel ist AHS-Lehrer und war einer der Proponenten des Volksbegehrens, Michael ist Direktor der Caritas Wien - haben die Initiative "Zukunft.Bildung" gegründet. Im Interview mit derStandard.at erklären sie, was die x-te Bildungsplattform bringen soll. Ihnen geht es darum, die Reformen nun umzusetzen und in einer breiten Öffentlichkeit zu diskutieren. Mit an Bord sind neben der Caritas die Industriellenvereinigung und der Dachverband der Kindergarten- und HortpädagogInnen. 

Warum Kindergarten und Volksschule in der Bildungsdiskussion von "zentraler Bedeutung" sind und weshalb es "problematisch" ist, dass der AHS-Lehrergewerkschaft mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird als anderen Lehrer-Vertretern, sagen die Brüder zu Lisa Aigner und Rosa Winkler-Hermaden.

****

derStandard.at: Wer von Ihnen war der bessere Schüler?

Daniel Landau: Der Michi, sicher.

Michael Landau: Weiß ich nicht.

Daniel Landau: Sicher. Von den Noten her bestimmt.

Michael Landau: Was immer jetzt ein Kriterium für einen guten Schüler ist - mein Bruder hat mehr musikalische Sachen gemacht.

Daniel Landau: Ich habe auch nie einen Vierer oder einen Fünfer gehabt. Insofern waren wir beide relativ gute Schüler.

derStandard.at: Sie beschäftigen sich auch heute noch mit der Schule und haben die Initiative "Zukunft.Bildung" gegründet. Was soll die x-te Bildungsplattform bringen?

Daniel Landau: Ich glaube, dass es wichtig ist, unabhängig von der Anzahl der Plattformen Druck zu erzeugen. Es ist seit vielen Jahren und Jahrzehnten bekannt, dass Reformen nötig sind. Aufgrund der breit gefächerten Zusammenstellung verschiedener Gruppierungen und Einzelpersonen werden wir hoffentlich auch zur realen Umsetzung von Reformen beitragen können.

Michael Landau: Das Thema Bildung ist im vergangenen Jahr nicht nur wegen des Bildungsvolksbegehrens noch ein ganzes Stück mehr in die öffentliche Aufmerksamkeit getreten. Das ist sehr gut. Jetzt geht es darum, in der ganzen Breite, die zum Thema gehört, auch diese Präsenz zu erhalten. Die gute Zukunft unseres Landes ist mit der guten Bildung in unserem Land verbunden. Es geht darum, aus den ideologischen Sackgassen und aus den ideologischen Streitigkeiten herauszukommen und individuell bei jedem Kind an seinen Stärken anzusetzen.

derStandard.at: Wie kommt es zu diesen ideologischen Sackgassen?

Michael Landau: Die Bildungsdiskussion ist vielfach von den LehrerInnen dominiert. Ich weiß, dass Lehrer auch heute schon unter schwierigen Bedingungen tolle Arbeit machen. Die Interessenvertreter nehmen eine wichtige Aufgabe wahr, es ist für mich nur völlig unnachvollziehbar, warum ein Teil der Lehrervertreter sagt, ihre Interessen seien die der ganzen Schule. Das halte ich nicht für ausgemacht. Hier müsste man stärker fragen: Was sind die Interessen der Kinder, Jugendlichen und Eltern? Und was ist für eine Gesellschaft, die sich als integrativ versteht, wesentlich? Das scheint mir der Punkt zu sein. Ich bin gegen eine Debatte, die primär von Lehrerinteressen gesteuert ist. Das war in der Vergangenheit ein bisschen stark der Fall.

Daniel Landau: Was fehlt, ist - um dich richtig zu interpretieren - ein Interessenausgleich. Es gibt das Interesse der Pädagoginnen und Pädagogen, der Schülerinnen und Schüler und auch der Eltern. Hier einen allgemeinen Ausgleich der Interessen zu schaffen fehlt oder ist manchmal etwas schief gewichtet. Innerhalb der Lehrerinnen- und Lehrervertreter ist die Gewerkschaft der AHS-Lehrer zu stark im Mittelpunkt. Im Bewusstsein gibt es immer noch so eine Art Ranking: Die hehren Professoren der AHS werden über die Hauptschullehrer und Volksschullehrer gestellt, und dann kommen die Kindergartenpädagoginnen. Ich halte dieses Ranking für problematisch. Da fordern wir eine Angleichung.

derStandard.at: Ansonsten sind Ihre Forderungen derzeit noch eher unkonkret. Zum Beispiel fehlt ein klares Bekenntnis zur Gesamtschule der Zehn- bis 14-Jährigen. Wieso?

Daniel Landau: Wir haben ganz bewusst die Elementarpädagogik in den Fokus gerückt. Wir sind der Meinung, dass die inhaltlichen Fragen in den Vordergrund zu stellen sind. Es geht darum, Talente zu erfassen, egal woher das Kind kommt. Strukturelle Fragen sollen später behandelt werden, zuerst geht es um den Inhalt. Der elementare Bereich, also die Jüngsten, ist hier besonders wichtig. Weil das die erste Interventionsmöglichkeit vom Staat als Bildungsinstitution ist. Hier ist der wichtige Punkt, wo es anzusetzen gilt. Es gibt ungleiche Startvoraussetzungen durch die Umwelt des Kindes.

Michael Landau: Wir sehen, dass manche Schülerinnen und Schüler den Bildungswettbewerb hundert Meter hinter der Startlinie beginnen. Da einen Ausgleich zu schaffen, da ist der Elementarbereich, also Kindergarten und Volksschule, von zentraler Bedeutung. Hier zu schauen, dass die Begabungen und Talente zur Entfaltung gelangen, das, glaube ich, ist auch aus sozialer Hinsicht ganz wichtig. Wir wissen aus unserer täglichen Arbeit, dass es einen Zusammenhang zwischen Bildungsarmut und materieller Armut gibt. Von daher ist es eines unserer Kernthemen, weil es mit Armutsbekämpfung zu tun hat.

Daniel Landau: Freundinnen von mir, die in der Volksschule unterrichten, sagen, sie haben immer mehr Kinder, die noch nie in ihrem Leben mit einer Schere geschnitten haben oder die ihre Schuhe nicht binden können.

Michael Landau: Oder die daran glauben, dass die Kuh lila ist.

Daniel Landau: Oder andere, die in der Schule schon wissen, was Wurzelziehen heißen könnte, nämlich mathematisch. Ein Lehrer, eine Lehrerin schafft es nicht alleine, diese Unterschiede auszugleichen.

derStandard.at: Woher nehmen Sie den Optimismus, dass sich durch Ihre Plattform alles ändern wird, dass nicht alles so bleiben wird?

Daniel Landau: Es gibt zwei Möglichkeiten. Man kann sich entweder fürchten, dass nichts passiert, oder man kann versuchen, etwas dazu beizutragen, dass sich was ändert. Ich entscheide mich tendenziell immer fürs Zweite. Ich habe auch schon oft gedacht, es ist zu viel und ich will nicht mehr, und habe musikalisch etwas gemacht. Aber wenn man manche Dinge anschaut und gelernt hat hinzusehen, dann kann man nicht mehr wegschauen.

derStandard.at: Haben Sie das beide in Ihrer Familie gelernt?

Daniel Landau: Ich weiß nicht, ob man das aktiv lernt. Wir hatten das Glück, Eltern zu haben, denen Bildung in einem umfassenden Begriff wichtig und wertvoll war.

Michael Landau: Ich glaube schon, dass wir beide gelernt haben, uns kritisch mit Fragen auseinanderzusetzen.

Daniel Landau: Stimmt, auch bei uns in der Schule haben wir gelernt, dass man nicht alles runterschlucken muss. Und wir haben auch gelernt, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind. Dass wir Teil einer Gemeinschaft sind. Der soziale Aspekt war sowohl unserer Mutter als auch unserem Vater sehr wichtig.

derStandard.at: Wir haben jetzt noch ein paar Fragen zu aktuellen Entwicklungen in der Kirche.

Michael Landau: Sie müssen das nicht tun, Sie können auch Fragen zur Caritas stellen. Wie meine Vorgänger Helmut Schüller und Leopold Unger pflege auch ich den guten Brauch, mich ganz wesentlich über Caritas-Fragen zu äußern und über allgemein kirchliche Fragen tendenziell nicht.

derStandard.at: Trotzdem: Was sagen Sie über steigende Zahlen bei den Kirchenaustritten und zum drohenden Priestermangel?

Michael Landau: Bei jedem Einzelnen, der sagt, er möchte seinen Austritt aus der Kirche erklären, ist das als eine Anfrage an die Kirche als Ganzes zu sehen. Für mich ist die Frage: Gelingt es uns heute überzeugend genug, deutlich zu machen, dass Glaube etwas mit frohem und gelungenem Leben zu tun hat; dass es um Weite geht und nicht um Enge?

derStandard.at: Glauben Sie, dass die Pfarrer-Initiative schon etwas bewirkt hat?

Michael Landau: Mir ist wichtig, dass auf beiden Seiten mit viel Engagement diskutiert wird, und ich hoffe, das passiert auch im Geiste wechselseitigen Respekts. Ich denke, dass die Schönheit von dem, was Glaube meint, nicht zuerst an strukturellen Fragen festzuhängen ist, sondern etwas mit persönlicher Begegnung und Erfahrung zu tun hat. So gesehen bin ich auf der einen Seite dafür, die Dinge nüchtern zu diskutieren. Der Zölibat ist irgendwann im Laufe der Kirchengeschichte eingeführt worden und lässt sich auf die gleiche Weise wieder abschaffen. Es ist aber nicht davon auszugehen, dass es österreichische Sonderwege geben wird, sondern dass hier weltkirchlicher Kontext besteht.

derStandard.at: Wie geht es Ihnen mit der Kirche?

Daniel Landau: Die Leute werden hoffentlich auch wieder eintreten. Ich glaube, dass es heutzutage - im Unterschied zu vor einigen Jahren - einfach möglich ist, aus der katholischen Kirche in Österreich auszutreten, dass es möglich ist, über so etwas zu debattieren. Die Gedanken waren bei den Menschen sicher früher schon da, aber es war im gesellschaftlichen Kontext über weite Strecken undenkbar, dass mehr Menschen austreten. Es ist vielleicht auf eine vorhandene Pluralität zurückzuführen: dass man sich heute alternative Lebenswelten und Bezugspunkte denkt. Ich erachte mich selbst als sehr gläubig. Auch die Arbeit meines Bruders ist einer der Gründe, bei der Kirche zu sein. Für mich ist die Kirche ein guter Bezugspunkt, ein Zentrum. Ich glaube aber, dass Menschen das Recht haben müssen, vielleicht vorübergehend andere Punkte zu finden.

derStandard.at: Bei Bildungsthemen sind Sie sich sehr einig, Sie sind auch beide gläubig - gibt es irgendetwas, wo Sie sich nicht einig sind?

Michael Landau: Er raucht.

Daniel Landau: Aber darüber streiten wir eigentlich nicht. Er ist so lieb und duldet das.

Michael Landau: Das ist sein Problem.

Daniel Landau: Für dich stinkt's!

Michael Landau: Ja, aber er lüftet. In den letzten Jahren haben wir nur hie und da ein bisschen gestritten, aber nie heftig.

Daniel Landau: Fad eigentlich. (Lisa Aigner, Rosa Winkler-Hermaden, derStandard.at, 3.2.2012)

Daniel Landau, geboren 1964, wurde 1980 getauft. Er studierte Wirtschaft und wurde später AHS-Lehrer für die Fächer Mathematik und Musik. Er engagierte sich für das Bildungsvolksbegehren. 383.724 Personen haben im November des vergangenen Jahres die Forderungen der Bildungsinitiative unterschrieben.

Michael Landau, geboren 1960, ließ sich ebenfalls 1980 taufen. Er studierte zunächst Biochemie und schloss das Studium 1988 mit dem Doktorat ab. Ab 1986 studierte er zusätzlich Katholische Theologie. 1992 wurde er in Rom zum Priester geweiht. Seit Dezember 1995 ist er Direktor der Caritas Wien.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 70
1 2
Alfred Moosbrugger
00

Lieber von Lehrern diskutiert, als von DSDS-Stars, Supermodels, Flugzeugpiloten und Metzgern.

So what?

abc9880
00
8 * 106 Bildungsexperten

haben wir in Österreich.
Insbesonders sind die 8 Leute in der ExpertInnenkommission der Bildungsministerin hervorzuheben

abc9880
00
man beachte die Reihenfolge! Worum es Ihnen geht ...

"Ihnen geht es darum, die Reformen nun umzusetzen und in einer breiten Öffentlichkeit zu diskutieren."

let- s-talk-about
00
14.2.2012, 15:31
Einleitende Anmerkung:

zum besseren Verständnis . . .

. . . denn was "die Allgemein-Bildung" des . . .

. . . aktuellen Caritas-Präsidenten von Österreich angeht, so kann dies auszugsweise bei den

OÖ-NACHRICHTEN

unter

www.nachrichten.at

"Suche" -- küberl -- "Prozess gegen Caritas-Stalker"

in 146 "Kommentaren" ausführlich nachgelesen werden, wobei es aber erst ab ca. dem ersten Drittel interessant wird . . .

PS:

. . . auch in dieser "Kommentar-Serie" wird weiter unten in Kurzform ausführlich darauf Bezug genommen, daß wir vor Küberl, Landau & Schüller in Österreich jahrzehntelang schon einmal ein großes Vorbild hatten, insbesondere was "die Gewissensbildung" betrifft . . .

Besonderer Dank für die Veröffentlichung gilt auch . . .

let- s-talk-about
00
14.2.2012, 15:36
dem

"DER STANDARD"

DarktowerX
00
13.2.2012, 15:49

"die Leute werden hoffentlich auch wieder eintreten".
Bitte einen einzigen vernünftigen Grund was die Mitgliedschaft in der Kirche bringt? (außer den Frieden mit den konservativen Nachbarn am Land)

mountaineer
00
Pseudodiskussion von Rentnern dominiert...

Die meinten wohl: "st.andard-"experten"-diskussion von Rentnern dominiert!

absurdistanerin
00
und mir ist es egal, ob die jetzt von der kirche oder sonstwo kommen

mir gefällt das interview und die aussagen über die bildungsreform (wird es sie jemals geben?!?) gefallen mir sehr gut.

Eric der coole
12
von den Lehrern?

das is wohl der größte witz! es reden inziwschen alle mit (androsch die industriellenvereinigung, die kommissionen sind voll von NichtlehrerInnen...) LehrerInnen wuerden nie so schwachsinnige Rfeormen durchgehen lassen, wenn sie in der Praxis täglich sehen, was alles daneben geht...

D/E
00
Fand ich auch merkwürdig.

Ich hatte eigentlich nie den Eindruck, dass man hierzulande Lehrer fragt, wenn es um Bildungspolitik geht.

Rosa Grün
 
00
"Es geht darum, Talente zu erfassen, egal woher das Kind kommt."

ich verstehe nicht, warum der vermittlung von sozialer kompetenz während der lehrerausbildung kein höherer stellenwert zukommt. ist m.M. nach gleichrangig mit der vermittlung von lehrinhalten und unabdingbare voraussetzung für eine bessere förderung der kinder. religion ist heutzutage total überwertet. dass angehende lehrer nicht ansatzweise mit kindlichen schwächen wie legasthenie konfrontiert werden, ist inakzeptabel.

ja dazu, dass volksschullehrer aufgewertet werden sollen! das system gehört reformiert, damit überlastete lehrer der vergangenheit angehören und (alle) kinder besser gefördert werden.

Helmut71
00
eine neue Plattform ist zwar nett

aber bringen wird sie leider nicht allzuviel. Zu festgefahren ist die rotschwarze Erstarrung in Österreich.

-Hasenöhrl
62
Von Lehrern dominiert

na die sind auch die Richtigen, bei denen fehlt sie meistens, die Bildung!

Karinkoller
15
Die Bildungsdiskussion wird von Lehrern dominiert,

deshalb lassen wir jetzt auch die Kirche mitdiskutieren. Gut so, und dann machen wir gleich auch eine Kirchendiskussion draus, weil die Trennung von Kirche und Staat eh blöd ist.
Das Bildungssystem krankt nicht zuletzt auch an der falschen Auffassung einzelner Religionslehrer von Pädagogik ( http://wp.me/s1pooZ-lehrer ), aber zum Glück gibt es auch gute Lehrer, die auf die Kinder eingehen können, die sich überlegen, wie sie ihnen etwas beibringen.
Die Kirche braucht man wirklich nicht als Meinungsmacher und Leitbild in der Bildungsdiskussion.

opti
01
...vielleicht vorübergehend andere Punkte....

aber die einzig existierende, die katholische wahrheit, hat unendliche gültigkeit amen

solche menschen gibt es, sie dürfen auch existieren und sollen in der bildungsdebatte mitreden aber: "auch" und daher ihren eingebildeten "wahrheitsanspruch" beim eingang abgeben und nicht andere meinungen "vorübergehend" als arme irre auch leben lassen

na sigstas
00
Ihre Meinung wurde aber noch weit vor dem 2.Vatikanischen Konzil geprägt.

Sie sollten einmal Texte des zweite vatikanischen Konzils lesen, was dort über andere Religionen und andere Meinungen geschrieben wurde.

opti
00
ganz richtig .. aber

nach dem 2. konzil - war übrigens mein maturathema -
kam zuerst die "polnische" relativierung und dann die
"deutsche" gegenreformation ..
und jetzt denke ich über die katholische amtskirche wieder so wie vor dem konzil ..

und "laizismus jetzt" ist und bleibt meine grudsätzliche überzeugung zu allen religionen (besonders natürlich jenen, mit dem einen und einzigen, allmächtigen)

helga schneida
00
datum der taufe

hübsch ist das mit der taufe... kommt das datum jetzt bei jeder kurzbiographie in den lebenslauf?

paradiselost
01
Leopold Unger?

meiner erinnerung nach hiess dieser auch schon recht widerspenstig-mutige caritas-direktor ungar...

warum, so faellt mir auf, finden sich in der caritas immer die aufmuepfigen? ungar, schueller, landau...
und war nicht auch die nun selige frau burjan nicht ganz mainstream-gefuegig??? (bin nicht katholisch, kann das also nur konstatieren, nicht beantworten.)

let- s-talk-about
00
14.2.2012, 13:54
Erläuterungen zu

"Wer war Leopold Ungar?"

in Kurzform:

geb. 08.08.1912 in Wr. Neustadt
verst. 30.04.1992 in Wien

von 1964 - 1991
allseits
hochgeachteter, hochgeschätzter
Caritas-Präsident von Österreich

let- s-talk-about
00
14.2.2012, 14:00
in mem. Prälat Dr. Leopold Ungar

1./5

1. Jänner 2000

KLEINE ZEITUNG: "Die Titanic als Metapher für den Zustand der Gesellschaft?"

BISCHOF KAPELLARI: "Ja, manchmal hat man das Gefühl, unten gibt's ein Leck, keiner sieht es und oben spielt die Bordkapelle."

let- s-talk-about
00
14.2.2012, 14:05
in mem. Prälat Dr. Leopold Ungar

2./5

in
memoriam

Prälat
Dr. Leopold Ungar

1964 bis 1991
Caritas-Präsident
von Österreich

(. . . im jahr 2012 wäre er 100 jahre . . .)
- datiert mit sonntag 7. november 1999 -
(. . . refreshed am di 24. jänner 2012 . . .)

let- s-talk-about
00
14.2.2012, 14:10
in mem. Prälat Dr. Leopold Ungar

3./5

und
das gewissensspieglein an der wand
spricht nun mit/zu unserem noch-caritas-präsidenten inzwischen süffisant
kü . . . . kü . . . . du caritas-praktikant
vertiefe christliches ethos - nicht scheinheiligen geist -
und
vor allem deinen menschlichen verstand
oder
bist du und ein paar andere nicht nur mit der moral schon so am sand
und
ward/seid ihr denn immer
so
. . . . .

let- s-talk-about
00
14.2.2012, 14:16
in mem. Prälat Dr. Leopold Ungar

4./5

. . . . .
so
aufrichtig wie anständig und ehrlich - außer selbstherrlich -
soll heißen
eure wahrhaftigkeit ist entbehrlich
wenn
es geht um zivilcourage
in
unserm land
das zu können/wissen wäre nämlich ja wirklich interessant
wenn
man haben will
bei
anderen Menschen eine gute hand
für
dieses unsre so schöne und wertvolle land

let- s-talk-about
00
14.2.2012, 14:22
in mem. Prälat Dr. Leopold Ungar

5./5

PS:

liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen, nicht überall, wo
CARITAS draufsteht, ist auch CARITAS
drinnen

oder noch höflicher formuliert:

sehr geehrte Damen und Herren, Sie brauchen nicht
"küberl'n geh'n"
,

um C A R I T A S zu
versteh'n

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