Pfitschipfeil Cuche im Chamonix-Training vorne

2. Februar 2012, 16:15
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Österreichs Abfahrer bereit für Jagd auf Nr. 1 und ersten Saison­sieg - Scheiber zurück am Unfallort

Chamonix - Didier Cuche ist auch in den beiden Chamonix-Abfahrten am Freitag und Samstag (jeweils 12.00 Uhr) der Mann, den es zu schlagen gilt. Der Schweizer geht in Frankreich mit dem Selbstvertrauen seiner jüngsten beiden Erfolge in Kitzbühel und Garmisch-Partenkirchen an den Start, seine Hochform hat er auch am Donnerstag mit der Bestzeit im ersten und einzigen Training unterstrichen. Die Österreicher sind bereit, in der Trainingseinheit landeten gleich sechs ÖSV-Athleten in den besten neun.

Im Training in Chamonix war Cuche der Schnellste, obwohl er schon weit vor dem Ziel die Idealposition verlassen hatte. "Ich habe die Gedanken über meinen Rücktritt offenbar sehr intensiv mit mir herumgetragen. Jetzt bin ich richtig locker", sagte Cuche, der im Rennen um die Kristallkugel mit 377 Punkten vor Landsmann Beat Feuz (308) und dem Steirer Klaus Kröll (297) führt. Viel Selbstbewusstsein in der Abfahrt hat seit seinem zweiten Rang in Kitzbühel auch Romed Baumann, der im Training Cuche am nächsten kam.

Stark ansteigend ist weiterhin die Form des Kärntner Jung-Abfahrers Max Franz. "Das Training ist mir sehr gut gelungen, jetzt hoffe ich auf eine niedrige Startnummer", sagte der Trainings-Vierte. Hannes Reichelt mischt im Abfahrts-Weltcup als Vierter ganz vorne mit. Sein Aufstieg zu einem der besten Abfahrer der Welt hat vor einem Jahr in Chamonix mit Rang zehn begonnen.

"Mir taugt die Abfahrt. Einer der Sprünge geht 50 Meter weit, und man hat einen brutalen Luftstand", sagte Reichelt. Der Salzburger weiß, dass Chamonix zwar zu den leichteren, dafür aber umso tückischeren Abfahrten gehört.

Schwer gestürzt ist in Chamonix vor einem Jahr Mario Scheiber. Der Osttiroler zog sich dabei einen Bruch des rechten Schlüsselbeins und des Nasenbeins zu, war danach wochenlang körperlich schwer angeschlagen und sprach sogar frustriert vom Rücktritt. Am Donnerstag kehrte Scheiber mit dem 19. Trainingsplatz auf die Strecke zurück.

"Als ich zur Stelle meines Sturzes gekommen bin, habe ich schon kurz nachgedacht und aufgemacht. Aber ansonsten habe ich mich sehr wohl gefühlt", berichtete Scheiber. Den Fehler, die Rennstrecke zu unterschätzen, wird er natürlich kein zweites Mal machen. (APA)

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    Viech: Cuche.

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