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Salzburg - Freejazz-Legende Cecil Taylor, die Weltstars David Murry und Hamid Drake mit jungen Österreichern in einer Band und Improvisations-Urgestein Peter Brötzmann mit neuem, jungen Projekt. Dazu jede Menge musikalisches Experiment gemischt mit DJs, Worldmusic, Elektro, Reggae, intelligenter Populärmusik aller Art sowie Improvisations-Workshops für Kinder, Schüler-Bigbands oder vogelfreie Sessions. Das ist die Kurzversion des Programms im Salzburger Musikclub "Jazzit" - am Donnerstag wurden die Jahrespläne 2012 bei einem Pressegespräch vorgestellt.
Zum Zehn-Jahres-Jubiläum im neuen Haus in der Elisabethstraße am Freitag, dem 10. Februar, werden David Murray und Hamid Drake zusammen mit zwei heimischen Musikern auf der Bühne stehen, die hier im Jazzit ihre ersten Programme präsentiert haben - Stefan Kondert und Matthias Löscher. Danach kommt die türkische Partyband Baba Zula und die heimischen DJs Schall und Rauch.
Bei 300.000 Euro Jahresbudget engagieren sich die meisten Mitarbeiter ehrenamtlich, nicht mehr als zwei Leute verdienen ihr Geld auf Teilzeit, eine Reihe von Technikern arbeitet auf Stundenbasis. Voll angestellt ist lediglich der künstlerische Leiter Andreas Neumayer. Vom jährlichen Gesamtbudget stammen 168.000 Euro von der öffentlichen Hand. Für diese vergleichsweise extrem niedrigen Beträge hat das Jazzit in den vergangenen zehn Jahren exakt 1.650 Veranstaltungen organisiert, die von 200.000 Menschen besucht wurden. Jährlich sind das zwischen 150 und 170 Veranstaltungen für rund 20.000 Menschen. "Es wäre nicht nur super, sondern außerordentlich wichtig für das Jazzit, einen zusätzlichen Mitarbeiter zu haben", sagte Vereinsobmann Stefan Wegenkittl. "Aber wir weigern uns, dieses Geld vom operativen Budget für das künstlerische Programm abzuziehen." Eine Umfrage unter 636 Gästen hat ergeben, dass sich viele mehr Weltmusik wünschen, generell aber habe das Publikum die Linie des Clubs bestätigt und komme verlässlich. (APA)
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