Spieltage von trauriger Berühmtheit

Ansichtssache | 2. Februar 2012, 14:45

Nicht nur die Ereignisse von Port Said haben sich in das Gedächtnis der Fußballfans gebrannt

Am 2. Jänner 1971 kam es zum "Ibrox Desaster". Während des Old-Firm-Derbys zwischen Celtic Glasgow und den Glasgow Rangers starben 66 Fußballfans, als Menschenmassen ein Geländer durchbrachen. Zu dem Unglück kam es, als beim Stand von 0:1 tausende Rangers-Zuschauer das Stadion verließen und auf Stairway 13 eine Panik ausbrach. Die genauen Ursachen sind unbekannt, eine Theorie besagt, dass viele Zuschauer beim späten Ausgleich zurück ins Stadion drängten. Der Ibrox Park soll an jenem Tag stark überfüllt gewesen sein, er wurde in der Folge auf 65.000 Plätze verkleinert und modernisiert, seither gab es keine Unfälle.

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21 Postings

War nicht in Uruguay ein Fussballspiel dee Auslöser für einen Krieg?

Du meinst vermutlich den zwischen Honduras und El Salvador. http://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C... Fballkrieg

WTF?????

24. Mai 1964: 350 Tote bei Tumulten beim Länderspiel Peru gegen Argentinien in Lima. 500 Menschen werden schwer verletzt.

das sind kriegszahlen...

und rapid führt die stehplätze wieder ein

Warum eigentlich..

..gibts unter den Fussballfans Mord und Totschlag.
In keiner anderen Sportart ticken die Anhänger derart aus und schüren schon durch das blosse Erschaffen von Gruppierungen mit provokanten Bezeichnungen die Konflikte welche sich dann absolut vorhersehbar in Gewalt entladen müssen.
Warum kann Fussball nicht friedlich genossen werden.
Diejenigen welche am Sport interessiert sind verhalten sich wie normale Menschen und stellen sich die gleiche Frage. Die anderen gehen nur zum Krieg führen hin.

Dezember 1999: 6 Tote bei Massenpanik bei "Air-and-Style"-Snowboard-Show im Bergisel-Stadion
...

Es sind im Text nur Tragödien bei Fußballspielen angeführt.

Schon in Rom gab es Ausschreitungen zwischen unterschiedlichen Fanlagern bei Wagenrennen.
Grundsätzlich hat Fußball eine Tradition als Arbeitersport und damit immer schon Milieus angezogen, denen Gewalterfahrungen nicht fremd sind. In den 70ern waren es im Ruhrgebiet z.B. die Söhne der Zechenarbeiter, die sich am Wochenende in Rocker-Montur die Köpfe eingeschlagen haben.

Ein zentraler Unterschied zu Ind.-sportarten besteht darin, dass Rivalitäten zwischen Städten/Regionen repräsentiert werden:Der Konflikt zwischen Liverpool und Manchester ist viel älter als die Vereine. Und Fußball ist halt der einzige relevane Mannschaftssport in Europa. In Ligen wird das institutionalisiert, man könnte von organisierten, gepflegten Konflikten sprechen.

Ah! Ein Best Of Stadionkatastrophen. Toll!

rein statistisch pro jahrenzehnt fast 2x
folglich
spiele im fernseh ansehen
auf der 99. reihe links hinten sieht man sowieso null
wiederholung und zeitlupe gäbs im TV zusätzlich

roter baron

ich geh seit 40 jahren ins stadion

und hab noch nie irgendein problem gehabt.
zum prügeln gehören zwei - und die hools finden sich gegenseitig.
gegen massenpanik hilft nichts - siehe air&style

wenn keiner mehr ins stadion geht, steigt der reiz für sponsoren sicher ganz massiv. und die fernsehstationen werden sich um die übertragungsrechte zusätzlich reißen.

Ad Bradford: Dass das Stadion ein Sicherheitsrisiko darstellt, war bekannt und daher wäre das Stadion nach diesem Match generalsaniert worden.

Dass ausgerechnet im letzten Spiel vor dem Umbau zu diesem Brand kam, (danach wäre das so wohl nicht passiert) ist eine weitere traurige Facette dieser Katastrophe.

port said war keine stadionkatastrophe, sondern ein staatlich toleriertes morden. wer die spalierstehenden polizisten sieht, muss der darstellung der ultras glauben schenken. das war politisch motivierte vergeltung.

dürfte stimmen. sogar "Die Zeit" hat darüber berichtet.
http://www.zeit.de/sport/201... ahly-kairo
(achtung: artikel hat 2 seiten)

das schlimmste vergessen ? - (googeln, wiki)

"innerhalb von Minuten nach Spielbeginn flog ein Flugzeug über das Spielfeld, aus dessen Cockpit eine rote Leuchtrakete abgeschossen wurde. Auxiliaries strömten auf das Spielfeld, während ein führender Offizier einen Revolverschuss abfeuerte. Die Gruppe begann vom Spielfeld aus in die Menge zu schießen, während ein anderer vom Eingang her eine Maschinenpistole abfeuerte. Die Menschenmenge begann zurückzuweichen. Zwei Spieler, Michael Hogan und Jim Egan, wurden angeschossen; Hogan starb später an seinen Verletzungen. Ein junger Mann aus Wexford, der versuchte, dem sterbenden Hogan ein Gebet zuzusprechen, wurde ebenfalls getötet. Die jüngsten Opfer waren zehn und elf Jahre alt. Bei den britischen Polizeieinheiten gab es keine Verluste."

das war nicht fußball, sondern "gaelic football"

Fällt nicht wirklich unter Fußball.

@ ibrox:
wenn viele Zuschauer beim späten AUSGLEICH zurück ins Stadion drängten, warum kam es dann beim Stand von 0:1 zu einer Panik?

Wohl etwas unglücklich formuliert.

ja, in der tat traurige geschehnisse. das ibrox ist dabei vielleicht am schwersten gezeichnet mit 25 toten 1902, 2 toten 1961 und eben der katastrophe 1971. nicht zu vergessen das burnden park disaster 1946.

im zshg. damit auch interessant, dass es fußball-hooliganismus und damit verbunden ausschreitungen und tote schon im 19. jhr gegeben hat. da wurden auch schon die eigenen spieler attackiert. hier sieht man zB ibrox-ausschreitungen um die jahrhundertwende: http://thedabbler.co.uk/wp-conten... t_1909.jpg

das gestern scheint eine andere dimension zu sein. aber da habt ihr ja schon den ausführlichen artikel im politik-ressort veröffentlicht. unfassbare szenen.

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