Stadtbenützung: Neu schreiben, agieren, umverteilen

2. Februar 2012, 13:34
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Start der Ausschreibung für Kulturprojekt "Wienwoche"

Wien - Infolge der Regierungsbeteiligung haben nun auch die Wiener Grünen Budget für eine parteinahe Veranstaltung locker gemacht. 450.000 Euro gibt es ab sofort jährlich für die "Wienwoche". Diese sei, sagt Kultursprecher Klaus Werner-Lobo, kein Festival wie das Donauinselfest (SPÖ) oder das Stadtfest (ÖVP), sondern ein Kulturprojekt mit Nachhaltigkeitswirkung. Und weiter: "Budget sollte nicht für Parteifeste vergeben werden".

Das Ansinnen ist ehrenwert: Die "Wienwoche" will über den Verein zur Förderung der Stadtbenützung neue Handlungsräume in der Stadt erschließen. In einer ab heute, Freitag, laufenden Ausschreibung (bis 11. 3.) richtet sich das im Dezember bestellte Leitungstrio Petja Dimitrova, Can Gülcü und Radostina Patulova an Einzelpersonen oder Gruppen, die ihre Erfahrungen und Praxen in eine neue Auseinandersetzung mit der Stadt als "Lebensraum für alle" einbringen möchten.

Inhaltliche Schwerpunkte sind "agieren" (statt regiert werden), "Geschichte neu schreiben" und "Raum umverteilen" (anstatt zu verwalten), d. h. bestehende Diskriminierungsstrukturen aufbrechen bzw. Initiativen sichtbar machen und verknüpfen. Die nun zu entwickelnden Projekte werden schließlich von 21. September bis 7. Oktober 2012 der Öffentlichkeit präsentiert. Einreichungen nur per E-Mail an ausschreibung@wienwoche.org. (afze / DER STANDARD, Printausgabe, 3.2.2012)

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