Bike Community Filmnacht

Radbotinnen auf der Leinwand

5. Februar 2012, 17:17
  • Artikelbild
    foto: screenshot

    Am 8. Februar geht es um die Profi-Mountainbikerin Laurie, die aufgrund ihres leichten Hangs zur Verantwortungslosigkeit ihren Job verliert und nach Montreal zurückkehrt.

  • Artikelbild
    foto: screenshot

    Laurie ergattert einen Job bei einem Fahrradkurier, hat es aber nicht leicht, da sie von einem Mitglied ihrer Gruppe gemobbt wird.

  • Artikelbild
    foto: igf

    Alec Hager von der IG-Fahrrad möchte mit der Bike Community Film Night "eine Art Danke an die Radfahrer in Wien" aussprechen.

Es ist das dritte Jahr und am 8. Februar die zehnte Nacht, die die IGF ins Zeichen des Fahrradfilmes stellt - Alec Hager über die Idee und die Programmgestaltung

Alleine mit dem Rad durch die Wüsten Sahara, Atacama und Gobi. Fixie-Tricks, Trial-Stunts und BMX-Jumps auf der Leinwand und live im Vorprogramm. Eine Gruppe von Campesinos, die Rad fahrend auf der Suche nach naturbelassenem Saatgut durch indigene Communitys und kleine Farmen Südamerikas zieht. Das sind nur drei der Filme, die in den letzten Monaten im Rahmen der Bike Community Filmnacht gezeigt wurden.

"2 Seconds"

Am 8. Februar geht es um die Profi-Mountainbikerin Laurie, die aufgrund ihres leichten Hangs zur Verantwortungslosigkeit ihren Job verliert und nach Montreal zurückkehrt. Dort wird sie von ihrem streberhaften, aber liebenswerten Bruder mit offenen Armen willkommen geheißen.

Laurie ergattert einen Job bei einem Fahrradkurier, hat es aber nicht leicht, da sie von einem Mitglied ihrer Gruppe gemobbt wird. Aber sie lernt auch Lorenzo kennen, einen exzentrischen Ex-Rennfahrer und Besitzer eines Fahrradgeschäfts. Laurie lernt vieles auf den Straßen Montreals: von den neuen Kollegen über die Regeln der Straße, vom italienischen Urgestein Lorenzo über die Tradition des klassischen Rennsports - und von Bella über die Liebe.

"2 Seconds" heißt der abendfüllende Hauptfilm, zu dem die Radlobby IGF am 8. Februar um 21.00 Uhr ins Wiener Schikaneder-Kino einlädt. Auch die vorangestellten Kurzfilme greifen das Radbotinnenthema auf.

Ein Danke an die Wiener Radfahrer

Es ist bereits das dritte Jahr und die zehnte Nacht, die die IGF ins Zeichen des Fahrradfilmes stellt. Die Bike Community Film Night ist als eine Art Fortsetzung des internationalen Bicycle Film Festivals entstanden, das jedes Jahr im September in Wien stattfindet.

"Als Veranstalter haben wir bald bemerkt, dass es Spaß macht, gemeinsam Fahrradfilme anzuschauen. Vor drei Jahren haben wir damit begonnen, zu Vorführungen ins Underground-Kino Schikaneder einzuladen, das uns die Räumlichkeit zur Verfügung gestellt hat", erzählt Alec Hager von der IG-Fahrrad.

Einmal im Monat, am Mittwoch, trifft sich die Bike Community nun zum Filmeschauen. Allerdings nur in der Wintersaison, von Oktober bis April. "Im Sommer sind wir lieber draußen als im Kino", so Hager, der mit der Initiative "eine Art Danke an die Radfahrer in Wien für ihr Engagement" aussprechen möchte.

"Wir wollen der Kerngruppe der Radfahrer damit eine Art Jour fixe ermöglichen. Außerdem tragen Fahrradfilme dazu bei, dass man sich im Stadtverkehr wohler fühlt, wenn man die tollen Filmbilder dazu hat." So kann die Veranstaltungsreihe durchaus als Imagearbeit für das Radfahren betrachtet werden.

Vorschläge willkommen

Manchmal gibt es ein Potpourri aus Kurzfilmen zu sehen, manchmal eine abendfüllende Produktion samt Vorfilm. Kurzfilm-Programme stellt die IGF oft selbst zusammen, auch Highlights des Bike Film Festivals werden gezeigt.

"Bei der österreichischen Produktion 'Sestriere 1911' war der Saal bummvoll", berichtet Hager. Überhaupt erfreut sich die Bike Community Film Night regen Interesses, was angesichts von rund 75 Sitzplätzen im Schikaneder ein frühes Erscheinen empfehlenswert macht.

Wie kommt die IGF zum Material? "Es gibt unzählige Produktionen, in denen das Fahrrad vorkommt: von Wettbewerbsfilmen über Eigenproduktionen, die uns aus der ganzen Welt zugeschickt werden, bis zu Kurzfilmchen, die in Blogs herumgeistern. Wir nehmen auch gerne Vorschläge an", meint Hager.

Die Fixieszene in Jakarta

Meistens werden die Filme im englischen Original oder mit Untertiteln gezeigt. Hager: "Vor kurzem hatten wir einen Beitrag über die Fixieszene in Jakarta, wo man kein Wort verstanden hat, aber das hat auch gepasst."

Nach der Vorführung, die meistens etwa zweieinhalb Stunden dauert, ist Party angesagt - "wie jeden Abend im Schikaneder", weiß Hager. (Eva Tinsobin, derStandard.at)

Bike Community Film Night
8. Februar 2012
Schikaneder-Kino
Margaretenstraße 24, 1040 Wien
Filmstart: 21.00 Uhr
Party: 23.00 Uhr
Eintritt: frei

Kommentar posten
14 Postings
Ernst Hirschmugl
 
00
12.2.2012, 17:58

Schlechte Wahl der Schauspielerin. Radfahrer und -innen schauen stets fröhlich drein; so einen Blick, wie oben gezeigt, findet man bei echten Radfahrerinnen nicht. Ich getraue mich fast zu wetten, daß die Frau mit einem ordentlichen Rennrad nicht umgehen kann. Wird wohl in der Tätigkeit gedoubelt?

clever s
02

krass!

ich war voll autobegeistert bis ich 13 jahre alt war!

Solemnly Soliloquising Somnambulist
41
ich bin auch glühender radfahrer

gewesen im alter von 5 jahren

Ernst Hirschmugl
 
00
12.2.2012, 18:01

ich glühe für garnichts. Ich nutze gerne das Rad, dasselbe mit dem Auto, wenn es das bessere Verkehrsmittel ist (z.B. 450 km Fahrt mit Gepäck zu meinem Zweitwohnsitz). Aber an beiden Orten stehen reichlich Räder.

27
01

mit 5 fand ich noch matchbox autos cool. naja so kanns gehen..

human ic
11

is das jetzt ein hinweis dass in deiner kindheit irgendwas schlimmes passiert is als du 5 warst?

Solemnly Soliloquising Somnambulist
60

nein.

eher darauf dass die überrtriebene urbane radfahrbegeisterung infantil und lächerlich ist.

ein vorstadprolo mit einem auffrisierten 3er bmw ist bei weitem nicht so bedauernswert wie ein nerd mit selbstverachtendem "darf ich deine kette schmieren" t-shirt.

Ernst Hirschmugl
 
00
12.2.2012, 18:06

Ketten sind selbstschmierend, von der Herstellung mit Schmierstoffen versorgt, außer, man überläßt es wochenlang im Freien und auch den Winter über der Witterung.
Ein "glühend Begeisterter" versorgt sein Rad.

Mattheus Lohengrin
11
hhhmmm...

wenn es weniger auffrisierte 3er BMWs gäbe und dafür mehr Fahrradfahrer, wäre der Treibhauseffekt vermutlich geringer, die (künftigen) Streitereien um knappe Ressourcen wie fossile Brennstoffe weniger und die Rate an Herz-Kreislauferkrankungen wäre auch nicht so hoch.
Aber es stimmt natürlich, der Treibhauseffekt ist nur eine erfundene Lüge von verbohrten Wissenschaftlern, und wenn ich in meinem SUV (dessen Treibstoff die Firma zahlt) jetzt auch noch auf die dämlichen Radfahrer aufpassen muss, ists überhaupt vorbei. Und falls es doch einen Treibhauseffekt gibt, dann wird der sicher von irgendjemand anderen hervorgerufen, nicht wahr?

Parkschwein
00

"wenn es weniger auffrisierte 3er BMWs gäbe und dafür mehr Fahrradfahrer, wäre der Treibhauseffekt vermutlich geringer, die (künftigen) Streitereien um knappe Ressourcen wie fossile Brennstoffe weniger ..."
dann schau dir mal den anteil des verkehrs am co2-ausstoß an, dort den anteil des privaten pkw-verkehrs, und dann die paar auffrisierten 3er bmw in wien. fällt unter "vollkommen wurscht".

human ic
01

jo, leut die sich fuer irgendwas begeistern sind echt das letzte.

im ernst, is das nicht voellig egal?
was stimmt mit dir nicht dass du zu soeinem einschlaegigen artikel hingezogen wirst wie die motte zum licht um dann sowas drunterzuschreiben ?

Solemnly Soliloquising Somnambulist
20

warum unterstellen sie dass etwas vorgefallen sei in der kindheit?

solche unterstellungen sind eben nicht völlig egal, und zeugen wieder von geistig-moralischer infantilität.

human ic
01

stimmt, das wär gemein.
ich wollt auch nur deine zwischendenzeilenleseschwäche aufzeigen.

tramezzino
00

ich war´s noch bis 14 ! ;-)

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.