Telekom: Erste Group erhöht Einstufung

2. Februar 2012, 12:26

Wien - Die Wertpapieranalysten der Erste Group haben die Einstufung der Telekom Austria-Aktie von "sell" auf "reduce" verbessert. Das Kursziel stockten die Experten von zuvor 5,5 Euro auf 8,2 Euro auf.

Die Analysten verweisen auf die Entscheidung des Unternehmens, die Dividendenausschüttungen zu kürzen, was die Einstufung unterstützen und die Fremdkapitalkosten unter Kontrolle halten sollte, wie sie schreiben. "Unsere Empfehlung bleibt negativ da wir erwarten, dass der Aktienkurs an Unterstützung verlieren wird, nachdem die Aufstockung Peciks abgeschlossen ist", heißt es in der Studie weiter. Der ägyptische Telekom-Magnat Naguib Sawiris, der sich gemeinsam mit Investor Ronny Pecik bei der teilstaatlichen Telekom einkauft, hatte jüngst bekanntgegeben, den gemeinsamen Anteil von derzeit etwa 20 Prozent bis auf 25 Prozent hochfahren zu wollen.

Die Schlüsselaktivitäten in Zentral- und Osteuropa sehen die Erste Group-Analysten weiter unter makroökonomischem Druck, während der intensive Wettbewerb am heimischen Mobilfunkmarkt anhalten dürfte, wie es heißt. Die Gewinnschätzung für 2011 haben die Experten "beträchtlich" nach unten revidiert. Aufgrund der Abwertungsbelastungen in der Höhe von 300 Mio. Euro, die sich aus Bilanzoperationen infolge der Hyperinflation in Weißrussland ergeben, sehen sie für das abgelaufene Jahr nun ein negatives Ergebnis je Aktie in der Höhe von minus 0,45 Euro.

Für das laufende Jahr sowie für 2013 prognostizieren sie wiederum einen Gewinn je Aktie von 0,32 Euro bzw. 0,36 Euro. Entsprechend der Ankündigung des Unternehmens, die Dividendenausschüttungen für 2011 und 2012 zu halbieren, veranschlagen die Experten für diesen Zeitraum eine Dividende pro Aktie von je 0,38 Euro. Für 2013 prognostizieren sie 0,36 Euro je Anteilsschein. (APA)

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