Veranstalter wollen weitermachen

2. Februar 2012, 11:04

"Laufend Gespräche" mit Hofburg-Betreibergesellschaft

Wien - Trotz aller Proteste will der Wiener Korporationsring (WKR) seinen Ball weiterhin abhalten - wenn möglich wieder in der Hofburg. Es gebe "laufend Gespräche" mit der Betreibergesellschaft, sagte ein Sprecher des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf (FPÖ) am Donnerstag gegenüber der APA. Die Hofburg BetriebsgesmbH hatte bereits vor der Ausrichtung des diesjährigen Balles beschlossen, die Veranstaltung in den kommenden Jahren nicht mehr zuzulassen.

"Den Wiener Korporationsball wird es natürlich auch weiterhin geben", kündigte der Vorsitzende des Ballkomitees, Udo Guggenbichler, in der FPÖ-Parteizeitung "Neue Freie Zeitung" an. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sowie Graf hatten bereits vor dem Ball angekündigt, sich für eine Fortführung einzusetzen, im besten Fall wieder in der Hofburg. Sollten die Gespräche nicht fruchten, werde man aber die rechtliche Lage prüfen lassen. So sieht die FPÖ möglicherweise den Gleichheitsgrundsatz sowie Antidiskriminierungsrechte verletzt.

"Akademikerball"

Eine weitere Möglichkeit wäre eine Namensänderung der umstrittenen Veranstaltung. So könnte der Korporationsball künftig "Akademikerball" heißen, wie in Medien kolportiert wurde. Aber auch von Ausweichquartieren sprechen freiheitliche Funktionäre unter vorgehaltener Hand, etwa dem Kursalon Hübner im Wiener Stadtpark. Manche schlagen auch - mehr oder weniger ernst gemeint - das Wiener Rathaus oder das Parlament vor. Ein weiteres Gerücht besagt, dass in den Landeshauptstädten Linz, Salzburg und Graz WKR-Bälle organisiert werden könnten. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 36
1 2
Fritz Wintersberger
00
zu den Postings

Kann man vom Inhalt der Postings auf die geistige Größe des Verfassers schließen?

savoir-vivre
22

Wie wäre es mit Braunau?

FalscherProphet
10
Das würde viele der detschnationalen Burschenafter

wohl einfach nur großartig finden.

Nur kämen nach Brraunau wohl weniger Rechtsaußen-Politiker aus dem EU-Ausland.

Die müssten sich dafür nämlich trotz ihrer rechten Rand - Positionierung
in den Medien ihres Landes rechtfertigen.

Was in Österreich an NS-Nähe bei der FPÖ locker durchzugehen scheint
geht EU-weit betrachtet nämlich noch lange nicht.

SiSe
11

Müssen sie jetzt schon - siehe JM Le Pen in Frankreich...

Track123
36
"Akademikerball"

Selbst wenn man zu einem Hundwürschtl auf einmal Veilchen, Rose, Tulpe was auch immer sagen würde, würde es trotzdem ein stinkender Haufen Sch...e bleiben.

Onkel Gans
11
"Akademikerball"

dH da sind dann ca 100 Leute anwesend. Der arme HC natürlich nicht

Humtata
12
In Graz gibt's den schon. Ohne Proteste. Genausowenig wie sich jemand am ultimativen korruptionstreff jägerball stört (bis auf den VGT, dem ich hiermit herzlich für die Courage danke!)

Den "GKR"-Ball.

Harry Y.
 
00
WO in Graz?

FalscherProphet
31
Falls dieser WKR Schandball

nächstes Jahr weder in der Hofburg, noch im Parlament stattfindet,
habe ich keine Einwände mehr dagegen.

DANN gehört jedoch dafür eingetreten, dass der Verfassungsschutz die WKR-Ballgäste 2013 genauestens unter die Lupe nimmt -
und dass der Ball von investigativen Reportern "unterwandert" ist ^^

B612
116
sine ira et studio betrachtet

gibt es eigentlich keinen Grund, dass der Ball nächstes Jahr nicht in der Hofburg stattfinden sollte. Zum einen findet er nicht mehr am 27.1. statt, zum anderen haben selbst intensivste Undercoverreportagen kein Fehlverhalten der Ballgäste aufgezeigt (http://www.zeit.de/2012/06/A... l-Medien).
Der Einzige, der Auffällig geworden ist, muss bitteschön auch selbst mit den Folgen seiner Worte fertig werden.

sainty1
32
also mir fallen genug Gründe ein!!

B612
34
als da wären?

Und bitte nur konkrete und nachvollziehbare Vorwürfe, die nicht ausschließlich mit der ( zweifelhaften aber gestatteten ) Weltanschauung der Ballbesucher zu tun haben.

bad user
43
Weil auch Holigans mit Ihrer "zweifelhaften aber gestatteten" Weltanschauung der Zutritt zu Stadien verwehrt wird.

Der Verbal-Holigan Strache ist selbst schuld, wenn sein Ansinnen Aufmerksamkeit zu erringen jedes mal im rechten Sumpf landet ...

B612
13
Das ist sachlich nicht korrekt.

Stadionverbot wird auch über Hooligans nicht wegen ihrer Weltanschauung verhängt, sonder aufgrund von Straftaten.
Und wie gesagt: der Verbal-Hool kann sicher nicht mit meinem Wohlwollen oder gar einer Verteidigung rechnen.

FalscherProphet
12
Es ist jedenfalls sachlich korrekt,

dass der WKR-Ball ein etablierter jährlicher Treffpunkt für Schoahleugner, Rassisten, NPD-Mitglieder, ...
ist.

Und derartiges hat GENAU NICHTS in repräsentativen Räumlichkeiten der Republik Österreich zu suchen.

Um dieses Treffen des rechten, europaweiten Bodensatzes abzudrehen,
dürfte schon einmal der Veranstalter nicht mehr der rechtsextreme Wiener Korporationsring sein.

B612
12
Korrigieren Sie mich,

wenn ich irre, aber meines Wissens hat keine der protestführenden Organistionen jemals den WKR an sich als rechtsextrem bezeichnet.

Und was die "rechtsextreme Prominenz aus Europa" betrifft, werden immer nur die selben 3 oder 4 Namen genannt, was ich nicht wirklich als "Vernetzungstreffen" bezeichnen würde. Ich war selbst nicht vor Ort, aber dem Dutzend von Undercoverreportern wäre es wohl den einen oder anderen Artikel Wert gewesen, wenn sie tatsächlich auf ein solches Nest gestoßen wären. Sollte Ihnen so ein Bericht bekannt sein - wie gesagt: korrigieren Sie mich.

bad user
12
Verurteilt wegen Verhetzung oder NS-Wiederbetätigung:

* John Gudenus
* Susanne Winter
* Michael Winter
* Gerhard Kurzmann (schwebendes Verfahren)
* Karlheinz Klement

Alles offizielle Regierungsvertreter wohlgemerkt!

Wenn ich jetzt die FPÖ-Internen auch noch recherchieren würde, müsste ich wohl 10 Postings verfassen, um alle aufzählen zu können.

An andere Straftaten wie Verleumdung, Körperverletzung usw. möchte ich gar nicht denken,
da könnte man Enzyklopädien damit füllen.

sainty1
11
Herr B612..was sagen Sie zu dem Posting des bad User???

B612
11

Also ich werd' ganz sicher nicht die FPÖ oder deren Leute Verteidigen. Die sind für ihre Taten ganz alleine verantwortlich!
Aber:
Alle Genannten sind keine Burschenschafter oder sonstwo korporiert ( wieder gilt: soweit ich weiß ). Von den Veranstaltern des Balls hat niemand etwas verachtenswertes getan. Also kann der Vorwurf maximal lauten, dass einige Gäste (+/- 50 von 3000?) "fragwürdig" waren. Aber das kann ja wohl kein Verbotsgrund sein.
Wenn mich ein Burschenschafter fragen sollte,
würde ich ihm dringend raten, dass Burschenschafter und Burschenschaften sich deutlich von der Partei abgrenzen sollten und sich dagegen verwehren von den Freiheitlichen als "Vorfeldorganisation" angesehen zu werden.

Donatella Kasparov
11

n.... bekommen keine chance mehr!
es reicht!
rechtfertigungen braucht man bei denen auch nicht.

sainty1
13
das ist doch der beste Grund!!

Warum soll der nicht gelten?

B612
44
Denken Sie in Ruhe darüber nach, dann werden Sie schon d'raufkommen.

Entschuldigen Sie die Polemik, aber die Vorstellung, dass IRGENDEINER Gruppierung rein aus ideologischer, religiöser oder ethnischer Motivation das Abhalten eines Balles untersagt werden soll ist mir ehrlich gesagt nicht ganz geheuer!

bad user
21
Ich werde Sie daran erinnern, wenn die FPÖ-Bande das nächste mal wieder gegen Minarette hetzt ...

Nachdenken hilft! Sie sollten diesen Rat jedoch selbst beherzigen und nicht nur Anderen empfehlen ...

Richard III
11
Denk mal selber nach!

Das Abhalten eines Balles MUSS eine Demokratie aushalten, ganz EGAL, welche Anschauung die Teilnehmer vertreten.

LG,

Ri

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 36
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.