Adware

Symantec: Doch kein bösartiger "Android-Trojaner" unterwegs

Zsolt Wilhelm, 2. Februar 2012, 11:36
  • Artikelbild
    foto: symantec

    Symantec warnte vor "Android-Trojaner", die eigene Mobile-App aber nicht.

Antiviren-App des Herstellers erkennt "Counterclank" selbst nicht als Schädling - Konzern relativiert

Vergangene Woche warnte der Antivirenhersteller Symantec vor einer Schadsoftware, die derzeit unter Smartphones und Tablets mit Android-Betriebssystem kursiert. Der "Android.Counterclank" getaufte Trojaner würde sich in 13 recht populären Android-Apps verstecken und so bereits Hunderttausende Geräte infiziert haben. Es dauerte nicht lange, bis Experten und Konkurrenten Symantecs die Warnung als "Panikmache" kritisierten. Nachweislich würde es sich hierbei um eine Adware handeln, die zwar ungewünschte Werbeeinschaltungen aufs Handy oder Tablet rufe, aber kein Trojaner-typisches Hintertor für Angreifer öffne.

Eingeständnis

Wie heise-online meldet, dürfte nun auch Symantec selbst zurückgerudert haben. In einem Test zeigte sich, dass der hauseigene Antiviren-Scanner für Android, den vermeintlichen Trojaner "Android.Counterclank" selbst nicht als Schädling identifiziert. Auf die kuriose Situation angesprochen, verteidigte ein Unternehmenssprecher die zwiespältige Vorgehensweise. "Wir haben uns entschieden keine Erkennung für die genannten Apps über Norton Mobile Security durchzuführen, da es sich hier um eine typische Grauzone handelt. Wir sind zwar nach wie vor der Meinung, dass User diese Art von Funktionalität nicht ohne Ihr Wissen auf dem Handy haben wollen, aber da es sich auch nicht um einen typischen Schadcode handelt, werden wir diese Apps vorerst nicht entfernen".

Künftige Gegenmaßnahme

Da Symantec aber nach wie vor der Ansicht ist, dass derartige Adware auf mobilen Geräten nicht erwünscht ist, soll die Norton-App künftig um Funktionen erweitert werden, um auch auf diese Art der Software-Störenfriede hinzuweisen. Laut Google würden die besagten 13 Apps nicht gegen die Richtlinien des Android Markets verstoßen und deutlich auf die Werbemaßnahmen hinweisen.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 48
1 2
Der dicke Michl
00
Dass man Werbung...

...nicht mehr von Trojanern unterscheiden kann, finde ich interessant. Die dahinterliegenden Konzepte scheinen halt doch zu ähnlich zu sein. Bisher war Werbung halt einfach ein Trojaner, der vom Fernseher in das Gehirn programmiert wurde. Mit zusätzlichem Fernsehkonsum wurde weiter Schadsoftware nachgeladen.

Flaschenpost
00
Gibt´s bei Symantec jetzt neue iPad´s ?

werwolfi
00

FUD - war von vornherein klar.

maruh
00

"Wir sind zwar nach wie vor der Meinung, dass User diese Art von Funktionalität nicht ohne Ihr Wissen auf dem Handy haben wollen,…"

nach den rechten wird gefragt und man MUSS zustimmen…

1116er
00
wenn schon kein bösartiger trojaner...

kann ein gutartiger trojaner aufs smartphone runtergeladen werden?
damit dieser den aufs display starrenden dauernutzer sicher über die straße leitet.

georgheh
11

Dh. dass das was Countrclank tut zum normalen "Tagesgeschäft" im Android Ökosystem gehört?

Tolles Ökosystem.

Decius
11
Nicht mehr und nicht weniger

als diverse Werbeeinblendungen in Apps bei iOS oder WP7.

NoComment
52

das tut jetzt wirklich weh so einen mist zu lesen.....wenn sie diese funtionalität in ihre ios-app einbauen dann wird die app entweder den app store nie erreichen, oder relativ bald von dort verschwinden. ganz zu schweigen davon, dass die app nie die IMEI auslesen könnte.

Österreicher_im_Kriesengebiet
00
erst wissen...

...dann verteidigen... nur weil Du ein iPhone hast musst Du es nicht verteidigen. Jede Software hat Vor und Nachteile, jeder wÄahlt was ihm gefÄallt... und jeder wählt was er aus dem Store downloaded.... mit Werbung beschrieben ist, dann ist auch Werbung drin ;) ob iOS, Android oder Win7. immer schön locker bleiben

NoComment
00

der vorposter hat behauptet, diese angebl. trojaner-app würde nur werbung anzeigen. das ist falsch. und auf das hab ich mich bezogen. im app store dürfen keine apps verteilt werden, die daten sammeln und an dritte übermitteln sofern es nicht dem eigentlichen zweck der app dient. und imei auslesen geht schon mangels api nicht.

know your enemy
00
ach, immer wieder derselbe mist

natürlich schaffts malware auch in den apple-store

http://blogs.cio.com/iphone/16... -cupertino

NoComment
00

und, hab ich was anderes behauptet?

CC79
10

Das tut nix anderes als was auf iOS genauso erlaubt ist.

NoComment
21

nope, das ist falsch.

CC79
10

Werbung und Adware ist auf iOS genauso möglich.

NoComment
00

ja, aber das auslesen von div. daten und übermitteln an dritte ist ausgeschlossen.

Der dicke Michl
00

Ach ja, sind Sie da sicher?

http://www.heise.de/ct/artike... 02753.html

Den hatte ich selbst (glücklicherweise nur am iPod Touch) installiert. Das ist eine Gemeinheit sondergleichen.

NoComment
00

ausgeschlossen im sinne von nicht erlaubt. die app fällt aus dem store.

Österreicher_im_Kriesengebiet
00
...ausgeschlossen...

...soso... dann mal nochmal schön im Internet nachlesen - Du irrst dich gewaltig! :)

CC79
00

Also gibt es unter iOS programmatisch die Möglichkeit gar nicht, die IMEI auszulesen?

Unter Android gehts ja auch nicht wenn der User nicht die Erlaubnis gibt.

NoComment
00

offiziell gibts keine api, und die inoffizielle wirds nicht durch den app store approval process schaffen.

dajonny
11

Besser Werbung als unerwünschte In-App Verkäufe...

http://www.heise.de/mac-and-i... 06782.html

lie to me
 
11
Na gut

wer mit dem iphone und itunes unter Bekantgabe seiner Kreditkartennummer Software kauft ist ohnehin schon ein Opfer.

dajonny
00
sorry - war zu schnell

Hier der Auszug aus dem Artikel:
"Diese Art des Account-Missbrauchs kann sogar bei Nutzern auftreten, die gar kein iOS-Gerät besitzen und noch nie eine App heruntergeladen haben – ein üblicher iTunes-Account mit Zahlungsmittel reicht dafür aus"

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 48
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.