iPhone gab iMessages von Apple-Mitarbeiter an Schüler weiter

2. Februar 2012, 10:21
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Nach Reparatur wurde jede private Nachricht unwissend an Dritten weitergeleitet

Aufgrund eines Fehlers in der Kommunikationssoftware iMessage konnte ein US-Schüler nach der Reparatur seines iPhone plötzlich alle iMessage-Konversationen eines Apple-Store-Mitarbeiters mitlesen. Der betroffene Mann hatte davon einem Bericht des Branchenblogs Gizmodo zufolge keine Ahnung und teilte so weiter ungebremst private Mitteilungen und Fotos mit seinen Freunden und einem Fremden.

Kompromittierend

In dem Glauben, nach wie vor im privaten Kreis zu kommunizieren, wurden auch kompromittierende Bilder und Liebesbotschaften ausgetauscht. Jeglicher Versuch der Mutter des Schülers, das mitlauschende iPhone zurückzusetzen oder die fremden Nachrichten zu unterdrücken, schlug fehl. Wie Gizmodo vermutet, dürfte der Empfängertausch dadurch zustande gekommen sein, dass der Apple-Mitarbeiter zur Reparatur des iPhone des Schülers seine eigene SIM-Karte eingelegt hatte, um das Gerät zu testen.

Umgeleitet

Wie das Technologieportal Ars Technica zuvor berichtete, scheint iMessage direkt die SIM-Karte als Einwahlreferenz zu nehmen - anstatt wie etwa Facebook und Gmail die Einwahl per gesonderten Account zu verlangen. Mit dem Einlegen seiner SIM-Karte in das fremde iPhone dürfte der Mitarbeiter den iMessage-Client des Schülers auch für den Empfang der an ihn adressierten Nachrichten freigeschaltet haben. Apple ist über das Problem informiert.

  • iPhone-Bug leitete jede iMessage von Apple-Mitarbeiter an Schüler weiter
    foto: gizmodo

    iPhone-Bug leitete jede iMessage von Apple-Mitarbeiter an Schüler weiter

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