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Echte Männer sind "hart, unabhängig, angesehen und stark". (Quelle: youtube.com)

Die anderen sind dann "Schwächlinge, Warmduscher, Weicheier, Schwuchteln". (Quelle: youtube.com)
Marion Guerrero hat in ihrem Gastkommentar auf derStandard.at unter dem Titel "Kann ein Mann genauso Feminist sein wie eine Frau?" präzise eine wichtige Diskussion zusammengefasst und darin die Stellung bezogen: "Yes, he can." Eine Position, die ich hier forcieren möchte.
Kann ein Mann genauso feministisch sein wie eine Frau? Er sollte!
In einer patriarchal organisierten Gesellschaft wie der unsrigen ist es nicht nur wahrscheinlich, sondern quasi "part of the game", als Frau aufgrund des Geschlechts irgendwann in irgendeiner Form diskriminiert zu werden: Was in einer solchen Gesellschaft als weiblich definiert ist, wird darin nämlich minderbewertet (monetär oder durch Prestige) oder zeigt sich in einer besonderen "Verfügbarkeit" des weiblichen Körpers. Auf welche Art und wie stark solche Diskriminierungen erlebt werden, ist von unterschiedlichen sozialen Faktoren und der Persönlichkeit abhängig.
Dieses System benachteiligt allerdings nicht nur Frauen, sondern auch Männer, die "Weibliches" für sich entdeckt haben und offen beanspruchen. Schließlich aber pervertiert es sich selbst, indem es jenen auf den Kopf fällt, die eigentlich davon profitieren sollten: den "hegemonialen Männlichkeiten".
The Tough Guy
Betrachten wir kurz folgende statistische Tatsachen: Nicht nur, dass Männer mit Abstand am häufigsten Gewalttaten verüben, sind Männer mit Ausnahme von Sexualdelikten auch am häufigsten Opfer dieser männlichen Gewalt. Mehr dazu findet sich im 2. Österreichischen Männerbericht, S. 305ff., oder auch auf YouTube. In einem Video werden hier die Zusammenhänge zwischen den prinzipiell männlichen Wunschattributen ("tough, strong, independent, respected") und der Gewalt(-Bereitschaft) als Teil dieser gewünschten Männlichkeit eindringlich dargestellt (Anmerkung der Redaktion).
Aber Gewalt ist nur eine handfeste Manifestation dieses äußerst dummen Systems. Betrachten wir doch gemeinsam noch die Männersterblichkeit. "Die häufigste Todesursache sind bei den Männern bis zur Altersklasse von 39 Jahren Unfälle, gefolgt von Selbstmord und Drogenmissbrauch (...). Männer sterben demnach an Ursachen, die stark vom Lebensstil abhängen" (Männerbericht, S. 157). (Dies gilt für junge Frauen nur bis zu einem Alter von 30 Jahren und in deutlich geringerem Ausmaß.) Schnelle Autos, eine gewisse Verkümmerung der emotionalen Kompetenz und Überlastung durch hohe Erfolgsansprüche - wesentliche Elemente einer traditionellen Männerbiografie also - sind demnach gesundheitsgefährdend, ja, wie wir hier sehen, sogar lebensgefährlich.
Empfehlung
Bei allen Errungenschaften von etlichen Mädchen, Frauen, Lesben, Huren, Schlampen, Tunten, Sissies, Schwuchteln etc. sind heute traditionelle Geschlechterrollen immer noch vorherrschend (wollen Sie wissen, wie viele Männer in Karenz gehen? Wie hoch der Anteil von Frauen in Führungspositionen ist? Kennen sie den Prozentsatz von Frauen, die sexuelle Dienstleistungen konsumieren?). Alle Zahlen zeigen deutlich: Gesellschaftlich ist Macht nach Geschlecht stark ungleich verteilt. Aber: Macht bedeutet Verantwortung, Verantwortung bedeutet Belastung, Belastung wiederum belastet wesentliche Bereiche im Leben wie das Liebes- und Sexualleben und, wie oben skizziert, sogar die Gesundheit (bei Gewaltanwendung nicht nur die eigene). Im Endeffekt führt hohe Belastung durch zu viel Machtanspruch sogar zu Kontraproduktivität und ist somit eigentlich erfolgshemmend.
Ich will nicht behaupten, dass Erbschaftssteuern jenen, die erben, nicht wehtäten. Ich will auch Feminismus nicht als Selbstoptimierungsmittel für den weißen, heterosexuellen "Upperclass Man" verkaufen. Aber seien wir uns ehrlich: So ein Erbe stellt doch eine enorme Belastung dar! Manchmal wünscht einer sich fast, man hätte es nie erhalten.
Es ist nicht verwunderlich, dass sich mächtige Männer gerne in die Hände strenger, schwarz gekleideter Frauen begeben: Weil es guttut loszulassen. Und, wie Guerrero richtig formuliert, Feminismus kann auch als identitätsstiftendes und Selbstbewusstsein spendendes Moment empfunden werden. Mehr noch: Feminismus ist sexy. Ja, noch mehr noch: FeministInnen haben den besseren Sex! Also lassen Sie locker und die Ruder ruhig los. Sie sind in unseren Händen gut aufgehoben. (Leserkommentar, Hannahlisa Kunyik, 2.2.2012)
Autorin
Hannahlisa Kunyik, ist Künstlerin, studierte Soziologin und Kolumnistin für u.a. das WTF! Magazin. Sie lebt und studiert derzeit in Istanbul und an der Akademie für Bildende Künste/Wien.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gend... ilienleben
Mädchen wollen doch einen Mann mit Geld.
Ohne dass man gleich zum Feminismus übertritt: Hört doch mal genauer hin, was die Erfahrungen und sachlichen Argumente von Kunyik und besonders Guerrero sind!
Das ist jedenfalls etwas ganz anderes als stupider einseitiger "Kampffeminismus" hat daher meinen Respekt und darf durchaus kritisch gewürdigt werden.
ich halte männer für sehr intuitive wesen, oder vielleicht ist das die starke weibliche seite in mir.
aber ich fühle den frieden in der gesellschaft (also der eh nicht vorhandene) intuitiv, durch den feminismus bedroht.
denn ich kann darin keinen kampf für die freiheit von allen erkennen, sondern nur ein aufwiegeln, und egoismus.
niemand hat was gegen gleichbehandlung, so ein schwachsinn.
aber es gibt viele die nur verachtung für das volk haben, und diese leute haben feminismus erfunden, teile und herrsche. Die männer das böse wesen unterdrückten das arme wesen frau,....so ein schwachsinn.
"arroganter sautrottl" - http://derstandard.at/plink/132... 2/24689504
Sie sind wohl eher nicht fähig die Interprätation einer Statistik ihres Gegenübers mit ihrer eigenen gegenüberzustellen.
Stattdessen sind alle Idioten die nicht auf diesselbe Auslegung einer Statistik kommen wie sie.
Und ja, bei Statistiken gibts schon einen ordentlichen Interprätationsspieltraum.
auf Kriegsfuß stehen, halten Sie sich bitte wenigstens an die Forenregeln: http://derstandard.at/2934632/F... ichtlinien - siehe Punkt 2
Wenn sowas einreißt, verkommen die Foren hier doch binnen kürzester Zeit - sowas zieht nur andere Stänkerprolos an. Danke für Ihr Verständnis.
feministinnen haben weder für sich den "besseren sex" noch hat man mit feministinnen "den besseren sex"
weil dazu brauchts eine positive besetzung der eigenen weiblichkeit, und nicht diesen notisch defizitären zugang der feministinnen (trotz der behauptung des gegenteils) nunmal auszeichnet
Alle Feministinnen, die ich kenne, wissen, wie man masturbiert. Die doofen hausmütterchen, die auch noch stolz drauf sind, dumm zu sein, wissen das nicht.
Glaub mir, wir haben mehr Spaß im Bett, wenn wir wissen, wie man zu einem Orgasmus kommt, und wie man das auch ohne Mann hinbekommt. Dann machts auch mit Mann mehr Spaß.
Feminismus ist für Frauen nicht körperfeindlich, im Gegenteil. Es geht halt nur nicht darum, den Körper nach dem Wunsch der Männer zu verkleiden, sondern sich wohlzufühlen. Und das ist im Allgemeinen gesünder als Stöckelschuhe, Brustimplantate und Hungerkuren.
z.b jene, die shcön langsam auch männer triftt ;)
http://derstandard.at/132650393... forumstart
der Gesetzgeber allein Frauen zur Karenz verpflichten (siehe etwa Wehr/Zivildienst).
Aber die Aufteilung der Karenz ist die freie Entscheidung mündiger Erwachsener.
Und daß Unternehmen nicht immer erfreut sind über die Probleme, die entstehen, wenn mehr oder weniger unentbehrliche Mitarbeiter längere Zeit ersetzt werden müßen, ist doch verständlich.
Gleichstellung hat halt auch Schattenseiten.
de facto ist aber irgendwer "zur karenz verpflichtet", wenn man kinder hat. zumindest kurzfristig. da muss der gesetzgeber gar niemanden verpflichten --- das kommt ganz automatisch mit der elternschaft.
und solange die üblichen geschlechterrollen nicht aufgebrochen werden, sind das halt die frauen. weil's immer schon so war und weil im zweifelsfall halt die mutter beim kind bleibt, bevor es allein zuhause in der wiege liegt.
Es müßen die Damen halt raus aus der ComfortZone und gscheite Berufe erlernen die genug abwerfen um eine Familie zu erhalten, statt sich in typische Weibchen/Zuverdienerteilzeitjobs zu verdrücken und sich im übrigen auf die Wirtschaftsleistung des Mannes zu verlassen.
Wofür leisten wir uns eigentlich seit Jahrzehnten ein Frauenministerium wenn die eh nix weiterbringen; von Binnen-I und Töchtersöhneablenkungsmanövern abgesehen.
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