Mitarbeiter von Hilfsorganisationen wieder frei

2. Februar 2012, 08:35

Geiseln bei guter Gesundheit

Sanaa - Sechs im Jemen verschleppte Mitarbeiter einer Hilfsorganisation, darunter ein Deutscher, sind von ihren Entführern freigelassen worden. Wie das jemenitische Verteidigungsministerium am Donnerstag weiter mitteilte, sind die ehemaligen Geiseln bei guter Gesundheit. Sie waren am Dienstag aus einem Touristengebiet westlich der Hauptstadt Sanaa verschleppt worden.

Bei den Entführten handelte es sich um einen Deutschen, einen Kolumbianer, einen Iraker, einen Palästinenser und zwei Jemeniten, die für das UNO-Büro für Humanitäre Hilfe (OCHA) tätig waren. Die Fahrzeuge der UN-Mitarbeiter seien am Stadtrand von Sanaa von Bewaffneten gestoppt und an einen unbekannten Ort weitergefahren worden, berichtete die staatliche Agentur Saba. Mit der Tat habe man Druck auf die Regierung ausüben wollen, einen von den Behörden festgehaltenen Mann freizulassen, sagte einer der Kidnapper am Mittwoch. Dieser werde nun freikommen und sei an Vermittler übergeben worden.

Im Jemen kommt es immer wieder zu Entführungen von Ausländern, die häufig ohne Blutvergießen beendet werden konnten. Auch Österreicher wurden bereits Opfer. (APA)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.