US-Ölpreis mit leichterer Tendenz

2. Februar 2012, 14:12
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Brent-Preis im Plus

Wien - Die Ölpreise konnten sich am Donnerstagnachmittag für keine klare Richtung entscheiden. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 96,71 Dollar und damit 0,67 Prozent weniger als am Mittwoch. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde indes mit 111,72 Dollar gehandelt und war damit teurer als am Mittwoch.

Damit setzten die Ölnotierungen ihre divergierende Preisentwicklung vom Vortag fort. Die Experten der Commerzbank nannten als vorwiegenden Grund für die Ausweitung der Preisdifferenz zwischen Brent und WTI die am Vortag vom US-Energieministerium veröffentlichten US-Rohöllagerbestände, die einen überraschend kräftigen Anstieg verzeichnet hatten. Zudem hätten die US-Lagerdaten verdeutlicht, dass keine Angebotsknappheit bestehe und der Brent-Preis vor allem durch eine Risikoprämie gestützt werde, heißt es bei der Commerzbank weiter.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.747,50 Dollar und damit etwas über dem Mittwochvormittags-Fixing von 1.744,00 Dollar. An den Aktienmärkten herrschten am Donnerstag indes leichte Verluste vor.

Unter den Agrarrohstoffen heben die Commerzbank-Experten die Entwicklung der Weizenpreise hervor. Diese würden durch die Kältewelle in Europa gestützt; der Preis für LIFFE-Weizen sei am Vortag erstmals seit Juni 2011 über 220 Euro je Tonne geklettert, heißt es. Es werde befürchtet, dass die niedrigen Temperaturen die Winterweizenpflanzen in weiten Teilen Europas beschädigen könnten, erläutern die Commerzbank-Analysten weiter. (APA)

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