Flaute bei Anleihen

Überraschende Verluste für Deutsche Bank

2. Februar 2012, 15:14

ie Euro-Schuldenkrise hat Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann seinen Abschied von der Konzernspitze verdorben

Frankfurt - Die Euro-Schuldenkrise hat Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann seinen Abschied von der Konzernspitze verdorben. Eigentlich wollte der Schweizer für 2011 einen Rekordgewinn von 10 Mrd. Euro präsentieren. Doch davon ist Deutschlands größtes Geldhaus nun meilenweit entfernt: Es sind nur 5,4 Mrd. Euro (+36 Prozent) vor Steuern geworden, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Auch ins neue Jahr ist die Deutsche Bank vergleichsweise schwach gestartet.

Nach Steuern verdiente die Deutsche Bank im Vorjahr 4,3 Mrd. Euro, nach 2,3 Mrd. Euro 2010. Ackermann sprach am Donnerstag von "ansehnlichen" Ergebnissen. Die Dividende soll 2011 mit 75 Cent stabil bleiben. Im vierten Quartal fiel sogar ein Vorsteuerverlust an, weil die große Verunsicherung der Investoren das einst lukrative Kapitalmarktgeschäft zum Stillstand brachte.

Vom Investmentbanking ist die Bank nach wie vor sehr abhängig. Zuwächse im Privatkundengeschäft konnten die Einbußen nicht ausbügeln. Auf griechische Staatsanleihen fielen weitere Abschreibungen an. Es wird nun Aufgabe von Ackermanns Nachfolgern Anshu Jain und Jürgen Fitschen sein, irgendwann einmal zweistellige Milliardengewinne einzufahren und damit zu großen US-Rivalen wie JPMorgan aufzuschließen.

Privatkundengeschäft und Vermögensverwaltung als Stütze

Vor allem das Geschäft mit Anleihen und Aktien ist eingebrochen, Börsengänge sind verschoben und Firmenübernahmen abgesagt worden. Ihre Anlagen in Anleihen kriselnder Eurostaaten fuhr die Bank weiter zurück, von mehr als 12 Mrd. Euro Ende 2010 auf 3,67 Mrd. Euro Ende 2011. Hinzu kommen die drohenden Kosten aus den Rechtsstreitigkeiten in den USA und Europa. Das Privatkundengeschäft sowie die Vermögensverwaltung erwiesen sich dagegen als die erhofften Stützen.

Insgesamt sei die Kapitaldecke deutlich dicker geworden: Mit 9,5 Prozent Kernkapitalquote habe die Bank bereits Ende 2011 die erst ab 2013 geltenden schärferen Vorgaben der Aufseher erfüllt. Das Institut verfüge über fast 220 Milliarden Euro Liquiditätspuffer.

"Der Januar war klar unter dem Vorjahr", sagte der scheidende Konzernchef bei der Bilanzvorlage. Wie stark die konjunkturelle Bremsspur für Europa und die Welt sein werde, hänge vor allem von weiteren Fortschritten bei der Lösung Staatsschuldenkrise in der Eurozone ab. Das umstrittene Renditeziel von 25 Prozent gibt Ackermann auf: "Die Renditen im Banking sind derzeit nicht berauschend." Zudem müsse eine Bank mittlerweile 50 Prozent mehr Eigenkapital vorhalten als früher. Daher sei heute bei der Eigenkapitalrendite vor Steuern mittelfristig eher eine Größenordnung von 20 Prozent realistisch.

Eine Dekade stand der bald 64-Jährige an der Konzernspitze. Zuletzt eilte er von Krisengipfel zu Krisengipfel, um als Vertreter der internationalen Bankenbranche eine Lösung für das hochverschuldete Griechenland auszuhandeln. Mit der Hauptversammlung im Mai übergibt Ackermann nun das Ruder an das neue Führungsduo. (Reuters)

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Politiker sind Gauner!!
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arbeiterkammer

ak-österreich, hätte die macht oder etws zu sagen, dann hätte sie es längst geschafft, das arbeitgeber und banken das geld am 1.1dM zur verfügung stellen und nicht erst am 4 dM oder am 8.dM

aber ich muß einen banken rettungsschirm finanzieren auf die sekunde wird mir das abgezogen...

wann merken entlich die menschen, bürger wie sie über den tisch gezogen werden von der elite..
es ginge uns wesentlich besser, wäre der sogenannte mittelstand nicht so übergscheit
das betrifft deutschland genauso wie die österreicher !!

Politiker sind Gauner!!
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überraschend - natürlich

die herrschaften manager von der bank bekommen millionen und wissen von nichts.... alles per zufall.... hellseherei.... nach dem zufallsprinzip... hop oder trop...
dafür millionen boni
super !!

R., der Hundefreund
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Das arme Ackermännchen, als Trost gibt´s sicher

... einen ordentlichen Mitleidsbonus plus Schmerzensgeldentgelt. Ist ja widerlich, igitt....

MimiTheKid
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Eine kleine Wette ...

Die Deutsche Bank ist schon lange ein Pleitekandidat.

Ihre Aussenstände sind höchst riskant und nur durch einen minimalen Eigenkapitalanteil gedeckt.

Bei Ackermann hat "moral hazard" voll zugeschlagen.

Eine Überraschung ist das Ergebnis, weil noch Positives drin steht. Die Bank wertet ihre Papiere einfach nicht ab, um irgendwie das Großmaul noch zu stützen. Schon 2009 gab es Anmerkungen zum Zustand der Bank.

Noch dieses Jahr wird die Deutsche Bank das größte Problem der Eurozone sein.

Wetten, dass wir es nicht schaffen, die Bank aufzufangen. Die ist von Risiken her nämlich schwerer als Spanien.

Freiheit, Gleichheit, Bürgerlichkeit
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ich stimme ihrer analyse vollkommen zu und wage es trotzdem gegen einen zusammenbruch 2012 zu wetten.

seit der finanzkrise sagen bankenbilanzen eigentlich gar nichts mehr aus - bei realistischem mark-to-market wären die db und viele andere institute wahrscheinlich längst pleite.

in japan war die situation nach dem immo-zusammenbruch ähnlich, dort wurden die banken künstlich am leben gehalten und verluste verschleiert.

erst wenn wirklich große volkswirtschaften wie spanien oder italien sich zahlungsunfähig erklären, müssen die karten auf den tisch - dann helfen die kreativsten buchhaltunstricks nichts mehr. das kann sich aber noch ein paar jährchen hinziehen.

Walter Bimini
00
überraschung! überraschung!

wird es auch heißen, wenn der euro durch eine neue währung ersetzt werden wird.

mike sierra
01

durch welche?

den Renminbi?
die Nord-Mark?
oder ganz was Neues: den (eur-) OPA?

Walter Bimini
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mit der eu ist jetzt schon kein staat mehr zu machen

was glauben sie was erst los sein wird, wenn millionen sparer über nacht ihre euros abschreiben werden müssen.

ein mensch
01
Bei ordentlicher bilanzierung

dh. ohne "netting out" der derivate (weil die counterparts im fall der fälle sowieso nicht zahlen können-siehe AIG) sind die allermeisten banken sowieso pleite.

BogumirOrjoltschaschtsch
 
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haben einige probleme und heikle prozesse in usa.

besonders in Cleveland haben sie viele schrottimmobilien

Dr. Gideon Gono
03
""Im Gesamtjahr verdiente das Institut vor Steuern 5,4 Mrd. ""

Bist du deppert die machen Verluste...

RS69
 
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Im Klartext:

1) Die machen mit dem laufenden Geschäft eine Mörderkohle.

2) Der Gewinn ist der Unterschied zwischen zwei Bilanzen. (Die Bilanz ist ein Stichtagsvergleich des Vermögens jeweils am Stichtag, zb immer am 31.12)

3) In der Zwischenzeit sind viele Kredite die draussen sind weniger Wert geworden (Bewertung ist ca Summe * Wahrscheinlichkeit, dass man das Geld tatsächlich bekommt. - bei schlechter Lage wird der zweite Faktor kleiner und so die Substanz weniger Wert).

Zusammen 1-3) trotz hoher operativer Gewinne ist wengier da als vor einem Jahr.

--> Alles klar? ;-)

Dr. Gideon Gono
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Ein geniales Geschäftsmodell & zukunftssicher, wie es scheint :--)

clearlake
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wird im nächsten jahr abgewertet, keine sorge....

mit aufgeblasenen nach gutdünken bewerteten "assets" kannst leicht gewinn machen, und dann Boni usw. abschöpfen... - mit Kapitalismus oder gar Marktwirtschaft hat sowas eigentlich nicht viel zu tun....

krokokater
 
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Mein Lieblingsbeispiel Hypo NÖ

Ist zwar nur Peanut, aber zeigt, wie im "Kleinen" Finanzblasen entstehen.

Auszüge aus dem Exekutionsregister:

1993 Kreditaufnahme in der Höhe von 7 k€ (100.000 ATS)
2009 beläuft sich die Forderung auf 520.000 €

2010 sind daraus 740.000 € geworden

Zwischen den beiden Exekutionsregisterauszügen gibt es einen Brief des Anwalts, dass die Hypo mit 40.000 € Abschlagszahlung zufrieden wäre.

Schuldner: Alleinerziehender Vater mit zwei minderjährigen Kindern, Reinigungskraft mit 600 € Monatslohn.

100 solche Fälle und flugs habe ich 70 Mio € bombensicherer Außenstände - oder?

RS69
 
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Hört sich für mich wie ein Gschichtl an.

krokokater
 
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Exponentialfunktion

1,26 hoch 16, 17, 18 ist wie viel?

Falls Ihnen das unbekannt sein sollte - bei Fälligstellung eines aushaftenden Kredits gibt es einen Zinsaufschlag von 5 oder mehr Prozentpunkten.

Nix Gschichterl, amtliche Dokumente der Republik - Auszug aus dem Exekutionsregister a la
001 67 E1234/

RS69
 
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26% Zinsen? Meinen's das Ernst?

Wer zahlt 16, 17, 18 Jahre soviel? Für 7 TEUR Kredit?

krokokater
 
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Das ist schon Ernst

Die Hypo NÖ hat ja die WSK Bank übernommen. Dieses Institut hatte 1990, 91 Zinssätze für Privatkredite in der Höhe von fast 20 %. Und mit dem Zinsaufschlag bei Fälligstellung kommen Sie in diese Größenordnungen.

Ich gebe zu, das ist ein extremes Beispiel, aber für fällig gestellte Kredite Zinsen in der Höhe von 18 - 22 % (plus Rechtsgebühren) zu verlangen ist auf Auszügen aus dem Exekutionsregister eher die Regel denn die Ausnahme.
Hier sehe ich auch die katastrophale Vernetzung zwischen der Finanzwelt und der Politik, ein seriöse Politik hätte solche Auswüchse schon längst wegen Wucher gesetzlich unterbunden.

RS69
 
00

Und in dem konkreten Fall wäre es sowieso ein hypotetisches Beispiel, wenn die dann wie sie schreiben tatsächlich 40 TEUR verlangen.

Hier wird's si wie SIe beschreiben ein Fall sein, dem's sowieso egal ist, weil er auch die 40 TEUR nicht zahlen kann.

Und jeder Andere hätte / hat wohl sowieso umgeschuldet.

Andreas Prucha
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Wieso sollte das nix mit Kapitalismus zu tun haben?

RS69
 
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Das ist ja nicht nur bei Banken so.

Rauhreif
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"oha, sorry, da haben wir ja noch was übersehen und bräuchten nochmal so ein paar gratis-milliarden. das war jetzt aber bestimmt das letzte mal, versprochen! ihr könnt uns vertrauen!"

higgs - wozu?
03

überraschend für wen?
doch nur für jemanden, der dem politclowngestammel und dem beruhigungsversuch der einheitsmedien aufgesessen ist - für den rest war das doch eher absehbar.

Roter Baron
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ein narr,

jeder der glaubt auf einem planeten mit begrenzten ressourcen könne es unbegrenzt steigende gewinne geben,
jeder der glaubt finanzwirtschaft könne es ohne realwirtschaft geben.

roter barin

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