Beschwerde-Hotline für geschädigte Internet-Käufer

11. Juni 2003, 15:11
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VKI: "Konsumentenrechte bleiben beim Online-Shopping vielfach auf der Strecke"

Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) richtet eine Beschwerde-Hotline für Geschädigte aus Online-Käufen von Audio- und Videogeräte ein. Die WKÖ reagiere damit auf "die immer zahlreicher werdenden Beschwerden von Kunden", so das Bundesgremium des Radio- und Elektrohandels. Beanstandungen betreffen demnach häufig überhöhte Nebenspesen, Datenmissbrauch sowie unzuverlässige Abwicklungen - im Regelfall muss mit Vorkassa vor Erhalt und Prüfung der Ware bezahlt werden.

Diese Einschätzung bestätigt auch der Verein für Konsumenteninformation (VKI). "Konsumentenrechte bleiben beim Online-Shopping vielfach auf der Strecke", stellten die Konsumentenschützer fest.

Keine genauen Zahlen

Genaue Zahlen über den Betrug bei Online-Verkäufen gibt es in Österreich nicht, laut Arbeiterkammer (AK) kommen aber besonders bei Technik-Angeboten sowie auf Auktions-Plattformen Unregelmäßigkeiten vor. Die AK warnt in erster Linie vor Barvorauszahlungen an unbekannte Anbieter.

Rücktrittsrecht

AK-Konsumentenschützerin Daniela Zimmer: "Wichtig ist, dass die Homepage des Verkäufers dessen geographische Adresse sowie Informationen über das Rücktrittsrecht enthält." So gäbe es beispielsweise bei Reisen kein Rücktrittsrecht, wogegen Elektrogeräte bis zu 7 Tage nach Erhalt ohne Angabe von Gründen zurück gegeben werden können.(APA)

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