Härteausgleich bringt durchschnittlich einen Euro pro Pensionist als monatliche Abfederung

12. Juni 2003, 09:49
36 Postings

Von 2004 bis 2006 - Verluste durch Pensionsreform sollen damit abgefedert werden

Wien - Die Pensionsreform sieht einen Härteausgleich von insgesamt 44 Millionen Euro von 2004 bis 2006 für die Bezieher von Pensionen bis zu einer Höhe von 1.000 Euro brutto monatlich vor. Davon betroffen sind rund eine Million Pensionisten, die weniger als 1.000 Euro erhalten. Voraussetzung für eine Leistung aus dem Härtefonds ist, dass die Betroffenen "von besonderen Härten" durch die Reform betroffen sind.

Im Durchschnitt würde das bedeuten, dass jeder Pensionist in dieser Kategorie etwas mehr als einen (1) Euro Härteausgleich pro Monat bezieht (14 Monate Pension pro Jahr sind 42 Monate für drei Jahre. Pro Monat würden sich 44 Euro dividiert durch 42 ergeben).

Konkret ist in dem nun praktisch in aller letzter Minute eingebrachten Abänderungsantrag für die so genannte "Pensionssicherungsreform" von ÖVP und FPÖ vorgesehen, dass der Härtefonds im Sozialminister für das kommende Jahr zehn Millionen Euro vorsieht, 16 Millionen Euro für 2005 und 18 Millionen Euro für 2006. Dieser Fonds hat primär die Aufgabe, Verluste durch die Pensionsreform im Bereich der Pensionen bis zu 1.000 Euro abzufedern und auch dort auszugleichen, wo Menschen besonders lange Beitrags- und Versicherungszeiten haben, um im Fall sozialer Härten Abschlagsverluste auszugleichen.

Besonders Frauen würden von einer solchen Regelung betroffen werden. Nach letzten aktuellen Zahlen der Statistik Austria aus dem Jahr 2001 wiesen 805.000 Alterspensionisten und 162.000 Mehrfach-Pensionisten weniger als 1.000 Euro Pensionshöhe auf. Davon sind wiederum 70 Prozent Frauen. (APA)

Share if you care.