Italien: Gestohlener Parmigianino sichergestellt

11. Juni 2003, 10:47
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Erfolg der Polizei gegen organisierte Kriminalität

Rom - Die italienische Polizei hat ein wertvolles Bild des in Wien zur Zeit Kunsthistorische Museum (KHM) durch eine Großausstellung hoch präsenten Renaissance-Künstlers Parmigianino (1503-1540) sichergestellt, das vor zehn Jahren gestohlen worden war.

Das Gemälde mit der Szene der Heiligen Drei Könige, die das Jesuskind beschenken, wurde in einer noch im Bau stehenden Villa unweit von der ligurischen Grenzstadt Ventimiglia entdeckt. Es war vor zehn Jahren aus einem Dominikanerkloster in der ligurische Ortschaft Taggia mit anderen Kunstschätzen gestohlen worden.

Kalabresische Verbindungen

Die Polizei war seit Monaten auf den Spuren des Gemäldes, das laut den römischen Kunstbehörden von enormen Wert ist. Einige Polizisten hatten sich als Kunstsammler dargestellt und Verhandlungen mit den Kriminellen eingeleitet, die das Bild verkaufen wollten. Unter dem Verdacht der Hehlerei wurden ein 61-jähriger Franzose und ein 43-jähriger Italiener festgenommen. Weitere vier Italiener mit Verbindungen zur organisierten Kriminalität der süditalienischen Region Kalabrien wurden angezeigt.

Die Ermittler vermuten, dass das Gemälde in all diesen Jahren in Frankreich aufbewahrt worden sei. In den letzten Wochen hätten sich die Kriminellen zum Verkauf des Parmigianino-Bildes entschlossen, das in gutem Zustand ist, obwohl der Rahmen fehlt. (APA/red)

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