Geld verdienen mit Shopping-Centern

17. Dezember 2003, 13:31
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Mit europäischen Immobilienaktien konnte man sich in den letzten Jahren erfolgreich gegen die Verluste an den Weltbörsen schützen...

„Enormes Aufholpotential besteht“

Im Vergleich zum MSCI World, welcher seit Anfang 2001 knapp 40 Prozent verloren hat, konnte der ESPA Stock Europe Property den Einstandskurs zumindest halten. Trotzdem glaubt Fondsmanager Patrick Sumner an eine noch bestehende Unterbewertung: „Gemessen an ihrem inneren Wert sind paneuropäische Immobilienaktien derzeit im Durchschnitt noch um 30 Prozent unterbewertet“. Normalerweise betrage dieser Wert knapp 20 Prozent, weshalb Potential bestehe. „Der Markt ist nahe dem Boden und in 2-3 Jahren könnte es sogar zu einem Aufpreis zum inneren Wert kommen“, gibt sich Sumner optimistisch.

Vola runter, Korrelation rauf

Weiters sollte auch die Volatilität dieses Sektors zurückgehen: „Obwohl Immobilienaktien mit 4 Prozent verglichen mit über 6 Prozent an Volatilität bei Aktien, ein geringes Risiko aufweisen, sollte dieser Wert in Zukunft noch weiter zurückgehen.“ Sieht man sich jedoch die Korrelation dieser Assetklasse mit europäischen Aktien an, so stellt man einen klaren Aufwärtstrend fest: „Letzten Sommer betrug die Korrelation noch 55 Prozent, aktuell schon 82 Prozent“. Weiter steigende Aktienkursen sieht Sumner also optimistisch entgegen.

„Frankreich wird der Top Performer 2003“

Wegen Steuerbefreiungen für Immobilienunternehmen sind französische Werte im Fonds derzeit übergewichtet. Bei Büros sei in Paris im Gegensatz zum Überangebot am Londoner, Stockholmer, Amsterdamer und Madrider Markt in Paris eine bessere Branchenstreuung festzustellen. Auch würden in Frankreich derzeit Shopping-Center boomen. „Frankreich sehe ich überhaupt als den besten Performer 2003 an“, so Sumner. In Spanien, das ebenfalls übergewichtet ist, gebe es einen florierenden Wohnungsmarkt, bedingt durch niedrige Zinsen und günstige demographische Faktoren.

Stockholm und Schweiz untergewichtet

Generell bevorzugt man bei Henderson gering verschuldete Unternehmen mit konservativen Portfolios und langen Mietverträgen, wie etwa Rodamco Europe (Niederlande) oder Gecina S.A (Frankreich). Weniger gute Firmen findet man derzeit in Stockholm und der Schweiz, wo man klar untergewichtet ist. „Stockholm leidet noch immer unter der Technologie-Flaute und in der Schweiz ist der Markt nicht nur illiquide sondern auch noch wenig attraktiv“.

Performance-Erwartung: 8 Prozent p.a.

Nach der langfristigen Performance-Erwartung gefragt, äußert sich der Fondsmanager vorsichtig: „Etwa 8 Prozent p.a. sollte man mit europäischen Immobilienaktien langfristig schon verdienen können. Etwas mehr als die Hälfte aus Dividenden, den Rest aus reinem Wachstum“.

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