Zu heiß für Amore

10. Juni 2003, 21:28
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Die Hitze fordert auch vor dem Fernsehapparat ihre Opfer. Immerhin erscheinen einem erstmals ...

... die vielen Werbepausen, die diverse Programmwiederholungen in Einzelclips zerstückeln, sinnvoll. Hat man doch in dieser Zeit die Möglichkeit, sich die Sicht auf den Bildschirm von der Tür des offenen Kühlschranks nehmen zu lassen, den man vorausschauend bereits im April neben die Couch gerückt hat.

Trotzdem, der dort entnommene Nachschub kühlender Trinkbarkeiten hält gerade so lange an, um zwischenmenschliche Scharmützel auszufechten, die ihre Ursache in einer länglich geweiteten Säule haben. Der Quecksilbersäule.

Der Film zum Thema lautete am Dienstag "Der Mann, den sie nicht lieben durfte". Viel zu heiß für Amore. Nach den beiden folgenden und thematisch einseitig durchraunzten Sendungen "Newsflash" und "Kommissar Rex" dann endlich Entwarnung: Die feministische Lebensberatungsserie "Sex and the City" lief auf ORF 1. Da hat Mann dann sowieso Pause.

Noch einmal den Kühlschrank aufgemacht, den letzten Eistee verinnerlicht, ins Bad und dort in den Spiegel grinsend erstmals Sympathie für diese Serie empfunden. (flu/DER STANDARD, Printausgabe vom 11.6.2003)

  •  "Sex and the City"
    foto: orf

    "Sex and the City"

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