Vorerst keine Streiks bei den Bundesforsten

10. Juni 2003, 16:37
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Verhandlungen laufen: Ende Juni soll die Zahl der Kündigungen feststehen

Wien - Mit einer Niederlegung der Arbeit ist bei den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) "nicht zu rechnen" - zumindest vorerst. "Das Wort 'Streiks' ist zwar während der Gespräche gefallen, doch im Moment wird weiter verhandelt", schildert ÖBf-Sprecher Bernhard Schragl den derzeitigen Stand der Verhandlungen mit dem Zentralbetriebsrat. Laut Medienberichten soll das Personal von 1.300 auf 1.100 Mitarbeiter reduziert und die Anzahl der Forstbetriebe von derzeit 25 auf 12 verringert werden. Offiziell will die ÖBf dies nicht bestätigen.

Mit Ergebnissen rechen die ÖBf bis Ende Juni, Anfang Juli. Bis jetzt habe sich "nichts weiteres ergeben", sagte Schragl. Auch über die Forderung einer erhöhten Dividende für 2004 in der Höhe von 40 Mio. Euro seitens des Finanzministeriums hält man sich bedeckt: "Dem Eigentümer steht eine fixe Dividende von jährlich 7,27 Mio. Euro zu, plus einem Drittel des Gewinns - auch 2003 und 2004".

Als nachteilig wirke sich für die Bundesforste der seit 25 Jahren unveränderte Holzpreis sowie ein markanter Rückgang bei der inländischen Produktion von Holzprodukten aus. "Dies hat zu einem realen Verfall des Holzpreises bei steigenden Produktionskosten geführt", meinte Schragl. Bei der Produktion von Zellulose-Produkten spiele die Herkunft des Holzes eine "eher untergeordnete Rolle". (APA)

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