Neue Sars-Gefahr in Kanada

10. Juni 2003, 14:12
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Lungenseuche weltweit offenbar unter Kontrolle - 779 Menschen starben bisher an den Folgen

Toronto/Siem Reap - Die Behörden in Kanada befürchten eine weitere Ausbreitung der gefährlichen Lungenkrankheit Sars. Eine Gruppe von 15 Menschen mit Atemproblemen werde derzeit in einer Dialyse-Station in Whitby im Bundesstaat Ontario untersucht, teilte der Gesundheitsbeauftragte James Young am Montagabend (Ortszeit) in Toronto mit. Noch sei unklar, ob es sich wirklich um einen dritten "Infektionsherd" handle.

Krankheit war nach mehrwöchige Pause wieder aufgetreten

"Wir müssen aber davon ausgehen und alle Vorsichtsmaßnahmen ergreifen", sagte der Sprecher. Klarheit werde es erst in einigen Tagen geben. Nach offiziellen Angaben gibt es derzeit 75 Sars-Fälle, davon neun Verdachtsfälle. Von 65 wegen des Schweren Akuten Respiratorischen Syndroms (Sars) im Krankenhaus behandelten Menschen befinden sich 21 in einem kritischen Zustand. Kanada ist außerhalb Asiens das am schwersten von Sars betroffene Land. Die Krankheit war nach einer mehrwöchigen Pause im Mai wieder in Toronto aufgetreten.

Die ASEAN-Staaten Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Birma, Siongapur, Thailand, Vietnam und die Philippinen wollen ihren gemeinsamen Kampf gegen Sars verstärken. Indonesien soll eine allgemeine Website einrichten, um die Zahl der Krankheitsfälle zu überwachen. Thailand will sich auf die Weiterbildung von Ärzten im Umgang mit Sars konzentrieren. Malaysia will vor allem technische Unterstützung geben.

Nach jüngsten WHO-Angaben wurden bisher mehr als 8.400 Sars-Fälle gemeldet. 779 Menschen starben an den Folgen der Lungenkrankheit. (APA)

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