Zwei Menschen in Österreich erfroren

2. Februar 2012, 13:19
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Frau in Niederösterreich und Mann in der Steiermark

Langegg/Bad Radkersburg - Die Kälte hat in Österreich zwei Todesopfer gefordert. Eine 83-jährige Frau ist am Mittwochnachmittag in einem Wald in Langegg im Bezirk Neunkirchen erfroren. Das berichtete die Sicherheitsdirektion Niederösterreich. Die Frau war um 14.00 Uhr von zu Hause aufgebrochen. Offensichtlich stürzte sie bei ihrem täglichen Spaziergang und schaffte es nicht mehr aufzustehen.

Als die 83-Jährige nicht zurückkehrte, alarmierte ihr Lebensgefährte um 16.30 Uhr die Polizei. Eine Stunde später wurde sie gefunden, war aber bei einer Temperatur von minus neun Grad trotz Winterkleidung bereits erfroren.

Leiche in Park gefunden

In der südoststeirischen Bezirkshauptstadt Bad Radkersburg ist Donnerstagfrüh ein offenbar erfrorener Mann gefunden worden, wie die Sicherheitsdirektion Steiermark bekanntgab. Schulkinder hatten den Toten in einem Park entdeckt und ihre Lehrer alarmiert, die wiederum die Polizei verständigten. Der 50-Jährige dürfte nach den Erhebungen des Landeskriminalamtes aus seinem Wohnhaus nur in Unterwäsche ins Freie getreten sein, war über einen Zaun geklettert und von dort über abschüssiges Gelände in den Schulpark gefallen. Er dürfte sich noch aufzurichten versucht haben, war dann aber offenbar erfroren. Eine Obduktion soll endgültige Klarheit bringen, hieß es.

Laut Sicherheitsdirektion handelt es sich bei dem Toten um einen Radkersburger, der als Alkoholiker bekannt war und in einem Haus gleich beim Schulpark wohnte. Warum der Mann das Haus nur leicht bekleidet verlassen hatte, konnte von den Ermittlern noch nicht geklärt werden. Der Steirer wies auch keine äußeren Anzeichen von Gewaltanwendung auf, weshalb die Polizei rasch von Erfrieren als Todesursache ausgegangen war. Schürfwunden am Körper dürften vom Sturz herrühren bzw. von den Versuchen des Mannes, wieder aufzustehen.

Die Schüler hatten den leblosen Mann gegen 7.30 Uhr in dem Parkgrundstück nahe der Mur und der Staatsgrenze zu Slowenien entdeckt. In der Nacht hatte es in Bad Radkersburg minus acht Grad Celsius. Von der Autopsie erhofften sich die Ermittler restlose Klarheit über die Todesursache. (APA)

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