Demokratiedebatte

Ein Parlament mit zwei Kammern ist ein Glücksfall

Kommentar der anderen | Stefan Schennach, 1. Februar 2012, 20:23
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    foto: standard/corn

    Ein Blick aus dem Bundesrat in die Säulenhalle des Parlaments: Die zweite Kammer ist eine zentrale Drehscheibe zwischen kommunaler, nationaler und europäischer Politik, meint Stefan Schennach.

Der Ruf nach einem kleineren Nationalrat und nach Abschaffung der Länderkammer führt zu einer Marginalisierung des Parlamentarismus und einem Abbau von Demokratie, warnt ein roter (einst grüner) Bundesrat

Landespolitiker wünschen sich die Abschaffung des Bundesrats. Regierungsmitglieder denken an eine Verkleinerung des Nationalrats. Rutschen wir direkt in ein Österreich der Minister und Landeshauptleute mit einem lahmen Restparlament und ebensolchen Landtagen? Wollen einige schlichtweg den "mühsamen" Parlamentarismus schwächen und durch bequemere quasi autoritäre Strukturen ersetzen, mithilfe oder durch den Missbrauch von Einsparungspaketen? Die derzeitige Diskussion schädigt den Stellenwert der Demokratie, wie es extremistische Randgruppen niemals zustande gebracht haben.

Dabei ist gerade der Parlamentarismus in Zeiten einer europäisch und international vernetzten Politik wichtiger denn je. Seit Ausbruch der Krise wird dieser jedoch systematisch überrollt durch schnelle, oft selbst getriebene nationale und europäische Entscheidungsträger. Die Parlamente hetzen - teils ohnmächtig - den immer schneller vorgenommenen Beschlüssen hinterher und können kaum eine Diskussion über Inhalte und Folgen bewirken; sie werden zu nachgereihten Abstimmungsmaschinen degradiert.

Europa kann sich aber nur eine breite Akzeptanz erkämpfen, wenn die Parlamente stark vernetzt sind und die gewählten Vertreter der Bevölkerungen die Entscheidungen in den Grundprinzipien vorgeben und nicht nur nachvollziehen. Die Dominanz des "Merkozy-Europas" trägt autoritäre Züge. Gerade die Feuerwehraktionen im Zuge der Finanz- und Budgetkrisen haben das deutlich gemacht und die Parlamente in Zwangsjacken gesteckt. Immer schneller und kurzfristiger werden Entscheidungen getroffen, die auf Generationen Weichenstellungen vornehmen und gleichzeitig die Parlamente brüskieren.

Wem nicht mehr einfällt, als populistisch am Parlamentarismus zu sparen, "abschaffen" und "verkleinern" zu blöken, um von der falschen Seite Applaus zu erheischen, der missbraucht die demokratische Zukunft unseres Landes. Ungarn soll eine Warnung sein. Die Demokratie ist längst nicht mehr so stark in den Köpfen der Menschen in Europa verankert, wir leben in Zeiten mit großen Zukunftsängsten.

Daher muss es angesichts dieser Debatte in Österreich jetzt eine klare selbstbewusste Stimme des Parlaments geben, die sich gegen dieses abstoßende Mobbing von Parlamentarismus zur Wehr setzt und dagegenhält. Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Parlament und parlamentarische Rechte. Das Parlament mit seinen zwei Kammern muss die optimale Vertretung Österreichs auf den internationalen Foren garantieren.

Mitglieder des National- und Bundesrats vertreten schon seit Jahren in vielen internationalen Gremien Österreichs Interessen; dafür bedarf es beider Kammern, damit die Vertretung auch entsprechend repräsentativ und nachhaltig ist. Da müssten sich auch die Medien einmal ihrer journalistischen Ethik besinnen, ihr boulevardorientiertes Politiker-Bashing hinterfragen und die vielfältige Tätigkeiten des Parlaments auch sichtbar machen.

Doch die Medien haben die rasante Weiterentwicklung des Bundesrates in den letzten zehn Jahren und seine vielschichtige Bedeutung verschlafen. So wird Österreich im Europarat durch National- und Bundesrat repräsentiert, ebenso in der Cosac, der Vereinigung der Europaausschüsse der nationalen Parlamente.

Die Europapolitik fordert heute alle nationalen Parlamente heraus; ein echtes Zweikammerparlament wie in Österreich stellt daher einen wahren Glücksfall dar. Weder Parteien noch Länder haben den Bundesrat jemals so reformiert wie der Lissaboner Vertrag. Seit 1. Jänner gilt im Bundesrat eine neue Geschäftsordnung, die es ihm ermöglicht, eine tragende Rolle im europäischen Meinungsbildungsprozess zu spielen. Es gibt derzeit vier Subsidiaritätsrügen durch den Bundesrat und eine durch den Nationalrat. Der Bundesrat ist auf dem Weg, eine Europakammer zu werden.

Mehr als ein Nebenjob

Mitglied des Bundesrates zu sein ist daher kein Nebenjob zu einem Landtag oder einer Landesregierung. Das ist eine vielfache intensive Vernetzungstätigkeit auf unterschiedlichen Ebenen. 100 bis 150 EU-Akten kommen täglich ins Parlament, 20.000 im Jahr, davon sind 5000 subsidiaritätsrelevant. Der Bundesrat stellt jetzt eine Drehscheibe zwischen den Ländern, den Kommunen und der europäischen Ebene dar. Österreich wird auch in anderen Gremien vielfach - manchmal ausschließlich - von Bundesräten vertreten. Bundesräte sind Delegationsleiter oder leiten parlamentarische Freundschaftsgruppen oder bilaterale Aussprachen.

Es ist höchst an der Zeit, dass National- und Bundesräte gemeinsam und selbstbewusst den demokratischen Parlamentarismus verteidigen. Die Herabwürdigung ihrer Tätigkeit etwa durch Nulllohnrunden ist ebenso abträglich wie das Schweigen gegenüber dem seit Monaten andauernden grauenhaften Mobbing von politischen Institutionen unter dem Scheinargument des Sparens, bei dem nur mehr die Inflation der Vorschläge Aufmerksamkeit verdient. Toll, was hier aus fehlendem Respekt vor dem Parlament so geboten wird, um dann bei der nächsten Wahl die Wahlbeteiligung zu bejammern.

Eine personell kleingeschrumpfte Abstimmungsmaschinerie Parlament, die einer Regierung keine Steine mehr in den Weg legt, folgt dem gefährlichen Motto, wozu wir uns überhaupt noch ein Parlament leisten. Vernetzte Demokratie und Meinungsbildung in Europa, Kontrolle und Grundwertegarantie verlangen jedoch die Rückkehr des Primats der gewählten und legitimierten Parlamente. Dafür braucht es ein starkes Zweikammerparlament in Österreich und ein starkes Europäisches Parlament damit auch eine breite repräsentative Vertretung Österreichs im Meinungsbildungsprozess in Europa und international garantiert ist.

Gäbe es den Bundesrat nicht, müssten wir ihn angesichts der Herausforderungen von heute erfinden. Reformen sind notwendig, das weiß jedes Mitglied des Bundesrats selbst, doch bei dröhnender Mobbingmusik versagt auch das Finetuning einer Reform. (Stefan Schennach, DER STANDARD, Printausgabe, 2.2.2012)

 

Der Autor wechselte 2010 von den Grünen zur SPÖ. Er ist Bundesrat, Europasprecher, Mitglied des Europarats und Mitglied der Konferenz der Europa-Ausschüsse der nationalen Parlamente (COSAC).

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Posting 1 bis 25 von 92
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Braunes Österreich Du bist in Gefahr!
00
16.2.2012, 06:47
Direkte Demokratie bedeutet:

Werbung und Geld regiert die Welt über bleiben die Armen und Minderheiten!
Zu den Minderheiten zählen auch Kranke und Arbeitslose und nicht nur Ausländer!

Bodo Steinbrech
01
wenn es ein freies Mandat und freie geheime Abstimmungen gäbe ....

Wenn das Wörtchen wenn nicht wär, wär ich längst schon Millionär - ein alter Kinderreim, der hier voll zutrifft.

Fakt ist, dass momentan die Klubobleute als "Parlament" ausreichen - der Rest versitzt nur unnötig Platz. OK, je einen Stellvertreter, falls der Klubomann mal krank ist oder sonstwie verhindert - das wars dann.
Mehr brauchen wir in der momentanen Situation des Parlamentarismus nicht.

Dass sich das nicht ändern wird ist aber auch klar, weil diejenigen, die davon profitieren die Änderung beschließen müssten - was sie eben nie tun werden.

Das bedeutet leider, dass wir noch lange Zeit ohne echte Demokratie auskommen müssen :(

Moodbürgerin
00
ich hoffe mal sehr ...

... dass die klubobleute sich von ihren jeweiligen ausschussmitgliedern beraten lassen, wie die abstimmung ausfallen soll.

Vayav indrasca
00

In den USA schickt jeder Staat zwei Senatoren in die zweite Kammer, den Senat. Wär das nix für Österreich?

witherabbitt
 
00

Das Parlament sollte neben der Möglichkeit der Durcharbeitung der Themen, um echte Entscheidungen treffen zu können, auch eine Diskussion führen, welche die Diskussion in der interessierten Öffentlichkeit strukturierende Impulse geben kann.

Die Gelegenheit, die Unsitte, die Materien durch's Parlament durchzupeitschen, ohne die Arbeitsgruppen auch nur die vollständige Information zu liefern, mit der Reduzierung zentraler politischer Institutionen aus Spargründen zu rationalisieren, ist in der Tat sehr problematisch. Denkbar wäre eine gewisse Reduzierung nur mit Aufstockung der Stäbe und der personellen Infrastruktur zur Informationsaufbereitung.

frank franki
01

Ein Bundesratsabgeordneter verteidigt den Bundesrat: soweit, so unoriginell.

Wo er aber recht hat: Wer am Parlament spart, spart an der Demokratie!
Die Einsparhysterie, die in der letzten Zeit um sich greift, ist daher in diesem Bereich abzulehnen.

Das ändert aber nichts daran, dass speziell der BR in der jetztige Form sinnlos ist und keinen demokratiepolitischen Mehrwert hat.
Dh: Entweder schafft man ihn daher in der jetztigen Form ab, oder man wertet ihn auf, lässt die BR-Abgeordneten direkt wählen und überlegt sich ernstzunehmende Aufgaben für ihn.

Der Leser für die Zeitung
03
Totalreform des österreichischen politischen Systems.

1. Aufstockung (ja, genau, die Populisten und die Ahnungslosen sollen mich dafür ruhig prügeln) des Nationalrats auf 200 Mandatare (50 % über Parteilisten, 50 % direkt gewählt). Der Arbeitsaufwand (und das sind bitte nicht diese lächerlichen Plenarsitzungen, die man im TV sieht) ist enorm. Daher sollte auch der Clubzwang bleiben, denn nur SPEZIALISIERTE Abgeordnete können neue Gesetze richtig einschätzen. 1000 mal besser als frei über Dinge abzustimmen, über die man erst recht keine Ahnung hat.

2. Den Bundesrat zur GLEICHBERECHTIGTEN Kammer (ebenfalls 200 Abgeordnete) machen. Beschickt durch Wahlen in den Bundesländern, dafür Abschaffung der Landesgesetzgebung und die Aufgaben der Landesregierungen an Beamte übertragen.

sokra
00
11.2.2012, 12:21
Clubzwang? und welchen Sinn haben dann 200 Mandatare????

Dann lieber 50 Mandatare die aber jeweils über einen eigenes Beratungsteam verfügen (bzw die Mittel bekommen sich ein solches zusammenzustellen) und selbstständig entscheiden.

Im Parlament sollten keine ausführenden Soldaten sondern Entscheidungsträger sitzen.

Mit Clubzwang genügen 5 Mandatare (mit Beratern und unterschiedlichen Stimmstärken).

Bodo Steinbrech
01
NEIN! Den Clubzwang keinesfalls beibehalten!

Wenn sich ein Parlamentarier mit der zur Frage stehenden Materie auskennt, kann (muss aber nicht) er die Vorgaben seines Clubs ja annehmen.
Sollte diesem Mandatar jedoch die Schlußfolgerungen einer anderen Partei logischer und besser vorkommen, so sollte es ihm auch freistehen, diese Variante zu wählen.

Nicht immer ist die Meinung des Stärkeren auch die richtige Meinung - er kann sie nur (jetzt noch) durchsetzen.

Sollte der Clubzwang bleiben, spräche NICHTS aber schon GAR NICHTS für eine Personalaufstockung, da wie bisher ja lediglich die Clubobleute benötigt werden - der Rest ist Staffage.

Lichtzeichner
00
Einer vom Bundesrat

warnt also vor der Abschaffung des Bundesrates.

Facepalm.

her wig
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Es ist schon schwer undemokratisch wenn jemand für die eigenen Interessen eintritt...

okami
00
Was vielleicht auch daran liegt, ...

... das viele schon nicht so genau wissen wozu der Nationalrat gut ist, und vom Bundesrat gar keine Ahnung haben.

Ein Bundesrat weiss es, und da kann man gerne erst mal zuhören was er sagt.
Ich höre ja auch den Finanzfachleuten erst mal zu.

byron sully
03

ich bin auch gegen dieses populistische draufhauen auf den parlamentarismus der letzten wochen.
aber nationalrat ist das eine. der hat eine enorm wichtige funktion und einen sinn. den seh ich beim bundesrat nicht wirklich. wozu braucht es auf ebene der selben gebietskörperschaft zwei legislative organe? und wenn's schon zwei sind: die ergebnisse der dortigen abstimmungen sind de facto völlig bedeutungslos, weil die ablehnung eines gesetzes nicht möglich ist.
ich finde, grad hier wäre eine abschaffung sinnvoll.

buff flyer
00
ich könnte mir auch noch etwas anderes vorstellen

nämlich die länderkammer - wenn die länder das eh nicht ernsthaft ausüben wollen - durch irgendein berufsständisch zusammengesetztes gremium zu ersetzen.

und dafür alle lobbyisten - von gewerkschaft über bauernkammer bis zum sparkassenverband - raus aus dem nationalrat. und dort gleich zusätzlich noch eine nebenbedingung: wer seinen lebensunterhalt nicht auch ohne abgeordnetengehalt bestreiten kann, ist auch weg vom fenster.

1116er
00
"..Parlamentarismus schwächen und durch bequemere quasi autoritäre Strukturen ersetzen..."

das ist die mittel- bis langfristige auswirkung.
doch kaum jemand denkt nicht ausschließlich kurzfristig. die aktuellen auswüchse von parteidisziplin und clubzwang machen das verständlich.

doch ich stelle mal folgende these auf bezüglich gern geforderter verkleinerung von parlamenten auf:

je größer eine gruppe von menschen ist, desto schwerer ist sie beeinflussbar und steuerbar.

eine reduktion bringt dem sparefroh kurzfristig profit, doch...--> zitat in überschrift.
deutlich mehr mandatare, kombiniert mit teilweisem mehrheitswahlrecht = kleinere wahlkreise, chancen für parteifreie, größere 'bürgernähe'

wetten, dass dann im club manchem abgeordneten die wiederwahlchancen in seinem wahlkreis wichtiger sind, als clubobmanns befehle

leser 4712
00
kein nebenjob

warum geht sich dann so viel nebstbei aus?

Kildor, der Halbling
01
Zitat

"Rutschen wir direkt in ein Österreich der Minister und Landeshauptleute mit einem lahmen Restparlament und ebensolchen Landtagen?"

Also das lahme Restparlamament haben wir ja wohl schon jetzt.

(.) (.)
01
Wenn ich Bundesrat wäre

wäre ich wohl auch sehr gegen die Abschaffung des Bundesrates.

kopfsalat
00
Marginalisierung des Parlaments

Klubzwang und Gesetze aus der Regierung bedeuten die Marginalisierung des Parlaments.

Beides seit Jahrzehnten Usus in Ö.
U-Ausschüsse sind zwar lustig, bringen aber praktisch nie irgendetwas ergebnisartiges.
Ausserdem gibt es fuer derartiges ja eigentlich Gerichte. Diese wiederum...

Gewaltentrennung, das ewige Fremdwort.

Eduard van Hinten
01
herr schennach,

legen sie doch bitte einmal offen, was sie so in diesen zeiten verdienen.

YuandI
22
Marginalisierung des

Parlamentarismus nenne ich, wenn PolitikerInnen mal GRÜN dann mal ROT sind ... kommt halt drauf an, welche Partei mehr bietet?!?

RENT A Politiker!

Der Leser für die Zeitung
00

na ja.

selbst ein winston churchill ist von den konservativen zu den liberalen und wieder zurück gewechselt. und zwar aus politischer überzeugung, weil er zwischenzeitlich die parteilinie der tories in handelsfragen nicht teilte.

ich habe schennachs abgang zur spö zwar nicht nachvollziehen können, aber ihm niedrige motive nachzusagen, davor würde ich mich hüten.

YuandI
00
"niedrige" Motive ?!?

... habe ich nicht unterstellt, und dies geht auch klar aus meinen Kommentar "Postpolitik" hervor; aber ihre Unterstellung war ein Versuch wert: vielleicht versuchen sie jedoch generell Unterstellungen zu verhüten.

Winston Churchill?!? - Bleiben wir in der Jetztzeit und bei den heutigen Problemstellungen ... sonst können sich einige gar nicht mehr orientieren, in welche Richtung es gehen sollte.

leser 4712
01
nicht zu vergessen

die dunkel-hellblau zu orange und wieder zürück wechselnden...

Milchleber
12

von der Wiege bis zum Grab?

ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe schon des öfteren meine Meinung bezüglich verschiedenster Dinge in meinem Leben geändert. Und das kann auch die politische Sicht und Einstellung betreffen.

Also wieso jemanden einen Vorwurf machen, wenn derjenige für sich entschieden hat, dass ihm der sozialdemokratische Gedanke mehr zusagt als die grüne Politik (was nat. auch nur eine Annahme ist).

Auf jeden Fall sehe ich in dem Artikel keine Hinweise darauf, aus welchen Gründe der Wechsel von Grün zu Rot vorgenommen wurde, weshalb mir ein Urteil schwerer fällt als Ihnen.

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