Idee

Elefanten nach Australien?

1. Februar 2012, 19:06

Ein Ökologe macht einen unkonventionellen Vorschlag: Die Dickhäuter könnten das Land künftig vor Buschbränden schützen

London/Brüssel/Wien - Vor genau drei Jahren brannte es in Australien, und zwar ziemlich heftig: 400.000 Hektar standen im Süden des Kontinents in Flammen, zumindest 173 Personen kamen in den Buschfeuern um. Brände solcher Dimension kommen nur sehr selten vor. Aber bedingt durch den Klimawandel werden sie mehr. Allein im Vorjahr verbrannten fünf Prozent der Landfläche.

Doch wie kann man dem Ausbruch solcher Feuer vorbeugen? David Bowman, Ökologe an der Universität Tasmanien, hat im Wissenschaftsmagazin "Nature" (Bd. 482, S. 30) einen höchst unkonventionellen Vorschlag parat: Man könnte Elefanten in Australien ansiedeln. Die würden nämlich als perfekte Brandschützer dienen: Die Dickhäuter könnten das aus ihrer Heimat Afrika stammende Savannengras vernaschen, das ursprünglich als Weidegras eingeführt wurde, aber vor allem ein Brandbeschleuniger ist.

Versuche, sein Wachstum einzudämmen, waren bisher wenig erfolgreich: Für die in Australien heimischen Beuteltiere, aber auch für Rinder und Büffel ist das Savannengras schlicht zu groß, während es für Nashörner und Elefanten das perfekte Futter abgibt. Natürlich könnte man dem brandbeschleunigenden Gras auch durch Chemiekeulen beikommen, so Bowman, doch das sei erstens teuer und zweitens nicht besonders gut für die Umwelt.

Doch sind das die Elefanten? Gerade Australien ist ein gutes Beispiel dafür, wie eingewanderte Tier- und Pflanzenarten (inklusive Homo sapiens!) die Ökologie des Kontinents empfindlich störten. So hat sich die aus Amerika stammende Aga-Kröte, die Schädlinge auf Zuckerrohrplantagen bekämpfen sollte, übermäßig stark ausgebreitet und gefährdet mit ihrem giftigen Hautdrüsensekret etliche heimische Tierarten.

Bowman ist sich bewusst, dass Elefanten auch Risiken haben und dass es zunächst Studien braucht. Doch da alle bisherigen Ansätze zum Brandschutz nichts fruchteten, müsste man alle Möglichkeiten durchdenken. (tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 2. 2. 2012)

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bloody-nine
 
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also ich wär optimistisch

dass man in der lage sein wird eine allfällige "explosionsartige vermehrung" der elefanten unter kontrolle zu halten.

überall anders sinds immerhin vom aussterben bedroht...

Spinndoktor
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Uff, ein heiliges Tier für die Autochthonen:

Mit eingebautem Digderidoo..........

Bumo1
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wären da Büffel nicht besser?

Wenn es zu große Büffelherden gibt, so kann man diese Bejagen und hat auch noch was davon.

Wenn man heute zur Jagt auf Elefanten blasen würde, gäbe es sicherlich vernichtende Kritiken, wie man die lieben Fiecherl jagen kann

wurm83
 
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also wenns rinder und kamele nicht fressen

weil zu groß dann wird es auch für büffel zu groß sein (steht übrigens sogar im artikel)

nur nashörner und elefanten fressen das zeug...ist ja auch aus afrika "importiert"

R58
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Jedenfalls ist eine Elefantenpopulation leichter zu kontrollieren als Kröten.

Der Größe wegen!
(gemeint ist das einzelne Tier)

;-)

4321
01

vielleicht erst noch kreuzen, damit sie nicht so leicht verdursten, die kamelophanten ...

inness robins
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Überschwemmungen

Warn nicht Brisbane, Sydney, Melbourne von schweren Überschwemmungen bedroht und Todd's River in Alice Springs über die Ufer getreten? Können da auch Elefanten helfen?

linksextremer kampfposter, von der öh bezahlter
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Elefanten sind - im Gegensatz zu Kröten oder Kaninchen - kontrollierbar.

Sie können sich weder explosionsartig vermehren noch (fast) unsichtbar machen - sollten sie das Problem also vergrößern, anstatt es zu lösen gibt es immer noch die Möglichkeit, sie wieder auszurotten.

murdoch block, for a truer internet
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Ähnliches wird man sich bei den Kamelen gedacht haben.

Gaddafi lebt
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Schnapsidee

Da war doch schon mal was mit Kaninchen und Kamelen.

Tiger00
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werma sehen, ob die aussies mittlerweile gscheiter worden sind

nachdem, was sie sich bis jetzt schon an problemen durch eingeschleppte viecher eingehandelt haben...

1116er
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im outback brennt es nicht.

australische waldbrände werden hauptsächlich dort wahrgenommen und als ernstes problem gesehen, wo auch (viele) leute leben.

auch wenn ich ein an karge kost gewohnter elefant bin: das gras im vorgarten schmeckt mir schon besser als das dürre savannengras!

unschuldsvermuter
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Und keiner denkt mal wieder dran ob das dem Buschgras gefällt!

NatualBornScientist
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Enormous roadkill !

Die Rollenverteilung wird dann halt ein wenig verdreht...

Aber zumindest wird es dann bald ein neues gelbes Rautenschild geben.

Irgendein Jürgen
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Stimmt eigentlich. Die Road Trains sind in voller Fahrt kaum zu stoppen, und bügeln deswegen lieber ein paar Rinder nieder anstatt ein riskantes Bremsmanöver einzuleiten. Nicht umsonst nennt sich das Gestänge auch Kuhfänger.

Rinder sind anscheinend noch klein genug dafür, aber eine Elefantenherde wirft auch den stärksten LKW aus der Bahn.

Stahl_____666
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.

Und was saufen die Elefanten?

Schließlich ist ja Australien nicht gerade für seinen Wasserreichtum bekannt.

Michel Berger
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In Australien? Dosenbier - natürlich, und das nicht zu knapp.

Tiger00
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waschen

außerdem sind elefanten ausgesprochene baderatten. ich kann mir nicht vorstellen, dass sich elefanten im outback wohl fühlen.

h 90
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Zerquetschte Aga Kroeten.

Pe Sa
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Ach, Elefanten sind groß genug um sie zu finden, gut verstecken können die sich nicht, und auszurotten sind sie offensichtlich auch recht leicht (zumindest beweisen wir das grade, und im besonderen im Vergleich zur Kröte wird das ziemlich augenscheinlich ...)

Ich finde das also ein nicht allzugroßes Problem, einen Versuch wert, vor allem in Anbetracht dessen dass er mit verhältnismäßig geringem Aufwand rückgängig gemacht werden kann. (einfach mal Wilderei auf Elefanten erlauben ^^)

Miphois
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Da sehe ich weniger bedenken. Dass Elefanten zur Plage werden sollte kaum ein Problem darstellen, da sich diese nicht sehr schnell fortpflanzen können. Auch findet man Elefanten ja problemlos, die verkriechen sich nicht in Erdlöchern.

Und sollten sie unerwarteter Weise zum Problem werden, (z.B. wenn sie plötzlich Appetit auf was anderes haben) kann man diese ja wieder zurück siedeln.

Es spricht also eigentlich nichts dagegen eine Testherde mal in Australien anzusiedeln und zu beobachten ob es Probleme gibt.

Netter Nebeneffekt. Der Bestand der Art könnte dadurch gesichert werden.

MynniaIgnea
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Wie war das neulich im Standard, Minituarisierung von Arten geht relativ schnell? Wassermangel und Nahrungsmangel in Australien wären gute Auslöser dafür, sind die Tiere kleiner, sind die Trächtigkeitszeiten auch kürzer und die Paarungszeiten häufiger. Schwupps, ganz Australien ist von wendigen, schnellen und grazilen 20-cm-Rüsseltieren überrannt, die sich wie einst die Kaninchen und Kröten rasant fortpflanzen.

Miphois
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so schnell geht das auch wieder nicht. Aber wer will keinen 20 cm grossen Elefanten als Haustier? ich schon :D

rks
 
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Genau, und bitte blau!

lässt
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Also wenn sie sich so entwicken, dann bitte einführen! :)

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