350 Millionen Euro

Sieg für Spanien im Streit um Goldschatz

1. Februar 2012, 17:49

US-Unternehmen barg 500.000 Gold- und Silbermünzen aus Wrack im Atlantik - die gehen nun an Madrid

Madrid - Die spanische Regierung darf sich über einen juristischen Erfolg in den USA freuen - immerhin wird Madrid damit ein wertvoller Goldschatz zugesprochen, der vor ein paar Jahren aus dem Atlantik geborgen wurde. Ein Berufungsgericht in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia entschied nach spanischen Medienberichten vom Mittwoch, dass die mehr als 500.000 Gold- und Silbermünzen an Spanien zurückgegeben werden müssen. "Damit wurde anerkannt, dass die Münzen das Eigentum aller Spanier sind", sagte Vizeregierungschefin Soraya Saenz de Santamaría.

Das US-Unternehmen "Odyssey Marine Exploration" mit Sitz in Tampa, Florida, hatte im Mai 2007 den Fund eines Schiffswracks im Atlantik bekanntgegeben, aus dem die Münzen geborgen wurden. Der Wert des Schatzes wurde auf mehr als 350 Millionen Euro geschätzt. Spanien erhob Anspruch darauf, weil der Schatz nach Ansicht von Experten aus der 1804 vor Portugal gesunkenen spanischen Galeone "Nuestra Señora de las Mercedes" stammt. Spanien warf den Amerikanern Plünderung spanischen Kulturbesitzes vor.

Die US-Firma wies dies zurück, weigerte sich aber, Details zu dem Fund preiszugeben. Die Herkunft des Schiffes, dem "Odyssey" den Namen "Black Swan" gab, könne möglicherweise nie bestimmt werden, meinte das Unternehmen. Das letzte Wort ist aber möglicherweise noch nicht gesprochen: Nach Angaben der Online-Ausgabe der Madrider Zeitung "El Pais" hat das Unternehmen noch eine kleine Chance, sich juristisch zu wehren, indem es Einspruch vor dem Obersten Gerichtshof der USA einlegt. (APA/red)

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11 Postings
black fazer
 
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HEY - Super Nachricht. S&P hat soeben das langfrist Rating Spaniens um 2 Stufen erhöht. ;-)

Nick Tameer
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Ich würde es Spanien - aus Prinzip - zwar gönnen, aber seien wir realistisch, hier geht es um das, was der Banker "peanuts" nennt.

nickmaxell
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zurück ins wasser schmeissen - sollen es die spanier selber raufholen

Heavyweather
01

Selbst schuld wenn sie es noch vor den Formalitäten geborgen haben...
Hätten sie es einfach gleich eingeschmolzen hätte niemanden interessiert...Gold bleibt Gold.
Von wo haben es eigentlich die Spanier geraubt?

ragna
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von den amerikanischen ureinwohnern..

..blanke ironie.. :p

Zinnmo
 
01
Das stimmt in speziellen Fall nicht (ganz).

Das fragliche Schiff sank 1804, da waren die Goldschätze der Inka und Azteken schon gut 200 Jahre lang verschifft. (Ganz abgesehen davon hatten auch die es großteils selbst zusammengeklaut bzw. als Tribut abgepresst)

Das Gold stammt aus südamerikanischen Bergwerken, keine Frage. Dort wurde es zum guten Teil von afrikanischstämmigen Sklaven gefördert. Allgemein anerkannter Besietzer war die spanische Krone.

Wem es nun genau als (moralischen) Besitz zuzuschreiben ist, ist daher eine sehr heikle Frage. Rein rechtlich ist es klar: Spanisches Schiff, spanisches Gold.

major grubert
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ironie?

ich wuerde sagen verarschung auf hoechsten niveau. ein raubmoerder klagt seinen besitz ein und bekommt ihn auch noch, von vsa gerichten, zugesprochen.

kyal1
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heuchlerei

Kann ich nur mit zustimmen:

"...Spanien warf den Amerikanern Plünderung spanischen Kulturbesitzes vor..."

mit wird es schlecht.

Utrillitn
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Sagen wir: relativ schlecht

Cordylus Cataphractus Violaceus
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Naja, also wenn man schon soweit geht, sollte man auch erwähnen, dass die Leut die das aus dem Meer geholt haben wohl auch nicht zu den indigenen Völkern Amerikas gehören und wohl auch keine anstalten machen würden, diesen das Gold einfach zurückzugeben...

lanigirorevilo
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also, bevor sich keiner findet, ich würds schon auch nehmen...

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