Der Schimmer am Ende des Tunnels

Bericht | Sigi Lützow, 1. Februar 2012, 17:39

Österreichs Biathleten bemühen sich am Holmenkollen, der bisher relativ verpfuschten Saison eine Wende zu geben. Es krankt an vielen Kleinigkeiten

Wien/Oslo - An Einsatz mangelt es Österreichs bewaffneten Langläufern und vor allem ihrem Trainerteam nicht. Als Materialtransporteur mit dem Auto fuhr etwa Chefcoach Reinhard Gösweiner die mehr als 1500 Kilometer von Windischgarsten nach Oslo, wo heute, Donnerstag, mit den Sprints am Holmenkollen schon das siebente von neun Weltcupwochenenden dieser Saison anhebt. Dass es sich am Sonntagabend für Gösweiner wieder um mehr oder weniger leere Kilometer gehandelt haben wird, ist nicht auszuschließen.

Die Biathleten des ÖSV, die noch vor zwei Saisonen mit Weltcup-Lorbeer bekränzt, von WM-Medaillen geschmückt und nie um lockere Sprüche verlegen auf einer Welle der Popularität surften, sind die nordischen Absteiger des in dieser Sparte ohnehin nur von den Springern verwöhnten Skiverbandes. Das wiegt umso schwerer, als sie mit peinlicher Regelmäßigkeit vor größerem Publikum von der Konkurrenz vorgeführt werden. Zumindest bis 2014 kann der ORF auf alle Rennen zugreifen.

Begonnen hat das Elend in der Vorsaison, als sich nicht nur die Österreicher zum Weltcupstart in Östersund Viruserkrankungen wegen verdorbenen Wassers einfingen. "Da hatten wir eine einfache Erklärung dafür, warum es dann nie richtig gelaufen ist. Vielleicht hat man im Zuge dessen den leistungshemmenden Kleinigkeiten zu wenig Beachtung geschenkt", sagt Sportdirektor Markus Gandler.

Zu rund gelaufen

Zumal davor, in der kurzen Zeitspanne des sogenannten Biathlon-Wunders nach dem Turiner Olympiaskandal von 2006, alles so rund gelaufen war. "Vielleicht zu rund", wie Gandler heute fast bedauert. Dass die Staffel zuletzt in Antholz mit Rang drei den ersten Podestplatz dieser Saison erreichte, ist für Gandler nur ein Hoffnungsschimmer. "Das hat vielleicht ein bisschen Selbstvertrauen gebracht, aber Wunderdinge darf man sich weiterhin nicht erwarten", sagt der 45-jährige Tiroler. Zu mannigfaltig sind die Probleme, vor allem gesundheitlicher Natur.

So laboriert Simon Eder seit Wochen an einer chronischen Nebenhöhlenentzündung. Damit einhergehende Gleichgewichtsprobleme führen zu, nun ja, schwankenden Schießleistungen des Salzburgers. Der Steirer Christoph Sumann hat sich vor Weihnachten verkühlt und zu früh mit dem Training begonnen. Das wirkte sich in der Loipe verheerend aus. Dominik Landertinger, stärkster Mann in der Spur, hat laut Gandler seinen vorsaisonalen Materialwechsel trotz guten Beginns mit Rang vier über 20 Kilometer in Östersund noch nicht verkraftet. Immerhin erinnerte der Tiroler als Schlussläufer der Antholzer Staffel wieder schemenhaft an den Massenstart-Weltmeister und Weltcupsieger von 2009. Einzig Daniel Mesotitsch zeigte mit drei Top-Ten-Plätzen konstant Stärke. Gandler: "Ihn muss man bei der Aufzählung der Probleme weglassen."

Die Saison ist mit einem guten Abschneiden bei der WM in Ruhpolding Anfang März noch zu retten. "Aber man braucht sich nicht vormachen, dass plötzlich etwas läuft, wenn man ohne Ergebnisse dorthin kommt." Zumal sich kaum eine Wintersportart bezüglich Leistungsdichte mit dem bewaffneten Langlauf messen kann. In dieser Saison gab es drei Premierensieger. Die zuletzt dominierenden Norweger haben größte Mühe, Franzosen, Russen und Deutsche in Schach zu halten. "Jeder, der unter die zehn kommen kann", sagt Gandler, "kann auch gewinnen." Freilich zählt er Sumann, Eder, Landertinger und Mesotitsch dazu, "es krankt ja nur an Kleinigkeiten". Die bisher große Wirkung entfalteten. (DER STANDARD Printausgabe 2. Februar)

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kärntner sind mit vorsicht zu genießen
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nix viel los ohne spritzikovski....

Llullaillaco
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Deshalb auch kein Bericht vom heutigen Sprint?

Schweigen wir lieber über das Ergebnis.

el darros
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Typisch österreichisch

In den letzten 3-4 Jahren haben unsere Biathleten überdurchschnittliche Ergebnisse erreicht.

Davor war schon ein Platz und den ersten 10 eine Sensation.
Jetzt ist das Hoch vorbei und alle sind auf einmal enttäuscht wenn mal eine unter die Topten läuft oder keiner am Stockerl steht.

Die derzeitge Ergebnisse sind zwar nicht mehr so wie in den letzten Jahren aber immer noch bessre als vor den großen Hoch.

Wir sind hat keine BiathlonNation wie Deutschland, Norwegen, Rußland, Schweden, Frankreich usw.

Cannondale27
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@MAYREDER...

...wo sind SIE???

(...oder hat der Mensch vielleicht schon wieder einen neuen Nick, den ich noch nicht kenne...?!?)

tante käthe
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@ running man

Gary Grantscherbn
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es gilt wieder das, was Walter Mayer über unsere Biathleten in früheren Zeiten zu sagen pflegte. Nämlich, dass es für das Wild in der Gegend gefährlich wird, wenn unsere drauflosballern (sinngemäß....wie er es genau formuliert hat, weiß ich leider nicht mehr).

Stephen Morrissey
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wenn er die wahl hätte, wer bei seiner hinrichtung am erschießungskommando teilnimmt, würde er seine biathleten nehmen...

Gary Grantscherbn
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ah ja....danke, super! :-))))

Stephen Morrissey
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eine kritische auseinandersetzung damit, ob nicht doch "andere faktoren" bzw. der wegfall dieser mit hineinspielen (in einem sport, der neben dem langlauf mmn wie kein anderer durch leistungssteigernde mittel beeinflusst werden kann, siehe zahlreiche positive dopingtests bei den russen), würde einem qualitätsmedium gut zu gesicht stehen.

Llullaillaco
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Verdorbenes Wasser in Östersund

Wer's glaubt, wird seelig gesprochen!
Da ist wohl mal wieder etwas mit dem Doping schiefgelaufen! Es ist schon verwunderlich, wieviele Spitzensportler - nicht nur österreihische - sich Lebensmittelvergiftungen zuziehen. Anscheinend achten die nie darauf, was sie essen. ;-)

running man
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Vielleicht würde sich ein Kurzurlaub im deutschen Erfurt auszahlen - rein sportlich, mein´ ich...

http://tinyurl.com/6pyqpz7

Ist ja auch nicht so weit von Oberhof, einem Trainingszentrum der deutschen Biathlonkollegen entfernt...

Cannondale27
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...jaja, so ein kleiner Link hilft halt immer,...

...um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken, gelle...!
Von "Persönlichkeit" und "Charakterstärke" zeugt das aber nicht, werter Sportsfreund!?!

Sergej Lebed
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Da redet gerade jemand, der sämtliche Langlauf- und Biathlonbeiträge mit Verharmlosung der deutschen Dopingpraktiken zumüllt - Realsatire vom Feinsten...

Zu Erfurt haben´s keinen Kommentar?

Der von running man gepostete Artikel ist übrigens eh schon von Mitte Januar.

Cannondale27
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Zeigen Sie mir auch nur 1 Posting von mir, wo ich...

...Dopingpraktiken verharmlose bzw. Langlauf- und Biathlonbeiträge mit solchen Äußerungen "zumülle"!!!?!

Ich habe zu Erfurt den gleichen Kommentar wie zu Human Plasma: in ALLEN Ausdauer- und Kraftsportarten (und wahrschl. auch vielen anderen) wird von ALLEN Sportlern ALLER Länder gedopt - die anderen machens raffinierter - die anderen weniger...!!

ICH WARTE !!!!

Cannondale27
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@Sergej...

...ich warte noch immer!!?!

Ich bin Brian
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eh wurscht

die3lustigen4
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Österreich ist halt doch

ein zu kleines Land für langjähriges gutes Doping :)
Schade eigentlich, denn wie man jetzt in Deutschland gerade wieder aufdeckt, war dort Eigenblutdoping schon lange bevor in, bevor es der Mayer Walter nach Österreich brachte.

Hans Uhlik
 
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Bravo! Jetzt hat es das r doch noch geschafft.

Musste wohl eine Strafrunde machen.

selmasupersad
 
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mehr zielwasser trinken!!!

berti russell
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wo ist der mayer walter, wenn man ihn braucht?

Stephen Morrissey
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heimtrainer bei birnbacher und fourcade.

girls in the cage
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vielleicht ist er bei der Konkurenz, so wie die laufen...

pascale
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Er würde zumindest die Stimmung in der Mannschaft

und damit vermutlich auch die Leistung verbessern.

Dr Albert S. Meinheimer aka. Earl Hacker
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Darabos´ Anti-Doping Kurs zeigt Wirkung!

und i hob in kalender g'schaut, heit geht da wind
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ist aber sehr gemein, die Aussage.

Obwohl sie mir auch auf der Zunge lag.

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