iPads für schwedische Erstklässler: Leichter als mit dem Stift

1. Februar 2012, 15:51
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"Den Kindern fehlt noch die Feinmotorik"

Zur Einschulung für alle ein iPad und erst in der zweiten Klasse Stift und Papier zum Schreibenlernen: In drei Schulen der Stockholmer Vorort-Gemeinde Sollentuna hat die digitale Zukunft für sechs- und siebenjährige Erstklässler schon begonnen. Stadträtin Maria Stockhaus sagte der Zeitung "Dagens Nyheter" über die bis 2013 im gesamten Stadtgebiet geplante Ausstattung aller frisch eingeschulten Mädchen und Buben mit einem Tablet-PC: "Den Kindern fehlt noch die Feinmotorik, sie können nur schwer sauber mit einem Stift schreiben."

Keine Schulbücher mehr

Es sei leichter für sie, das Lesen zu lernen, wenn sie auf die (virtuellen) Tastaturen der Tablets drückten. Die Schulverwaltung in Sollentuna will ebenfalls bis 2013 alle Schüler sowie Lehrer der Gesamtschulen mit je einem Tablet oder Laptop ausrüsten. Im Gegenzug soll es keine Schulbücher mehr geben.

Die Schulen können jeweils selbst entscheiden, ob sie iPads, Tablets mit dem Android-System oder Laptops für ihre Schüler und Lehrer anschaffen. Der schwedische Schulminister Jan Björklund sprach sich am Mittwoch in "Dagens Nyheter" gegen diese Pläne aus: "Ich fühle mich provoziert, wenn kommunale Schulpolitiker meinen, dass Bücher der Vergangenheit angehören."

"Man kann nicht immer einen Computer bei der Hand haben."

Man könne auch nicht sagen, dass man mit dem Schreibenlernen aufhören soll, nur weil das den Kindern schwerfalle. "Ich mache mir schon sehr Sorgen, wenn ich höre, dass manche so denken", sagte Björklund weiter. Auch in Zukunft müssten alle selbst schreiben und rechnen können: "Man kann nicht immer einen Computer bei der Hand haben." (APA)

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Mathias Steinlaus
 
10
Auch in Zukunft müssten alle selbst schreiben und rechnen können: "Man kann nicht immer einen Computer bei der Hand haben."

Sonst werden die Kinder zum "21st Century Digital Boy" und können nach Lust und Laune von Politik und Wirtschaft gesteuert werden ...

"See I'm a 21st century digital boy
I don't know how to read but I've got a lot of toys"

hellfast
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jetzt nicht "bad religion" zitiern, haben die sich echt nicht verdient von dir...

neeeed
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und Sie werden dauernd persönlich in diesem forum
etwas in der kindheit schief gelaufen?

Herman Toothrot
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da fehlt irgendwie noch der hinweis wie sie dann stattdessen die feinmotorik erlernen. kann ja durchaus sein, dass es sinn macht das lesen und schreiben von diesem prozess des erlernens der feinmotorik zuerst zu entkoppeln.

ich hoffe/denke sie warten mit dem handschriftlich schreiben lernen nicht bis sich die feinmotorik von selbst einstellt.

Failanzeige
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IPADs für schwedische Erstklässler: Leichter als mit dem Stift

"Die Schulen können jeweils selbst entscheiden, ob sie iPads, Tablets mit dem Android-System oder Laptops für ihre Schüler und Lehrer anschaffen."

Würd' ich doch nur 1 Cent dafür bekommen, wenn die webStandard-Redaktion ungerechtfertigt Apple in den Mittelpunkt rückt.

Mister Magister
 
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und warum genau ist das ungerechtfertigt?

hagane
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"Den Kindern fehlt noch die Feinmotorik, sie können nur schwer sauber mit einem Stift schreiben."

darum soll man es auch lernen und man erwartet keine kalligrafie.

hellfast
01

schweden nicht mit japan verwechseln...

Mathias Steinlaus
 
10
Ach..

und darum ist Japan führend was die Schulbildung angeht. Doch hier gibt es kein schwarz-weis Denken (Schrift oder keine Schrift lernen). In Japan lernen die Schüler früh den Umgang mit Computer, aber lernen auch lesen, schreiben und rechnen. Ansonsten verkommt man doch zum unkreativen Konsumzombie und unterscheidet sich vom Schimpansen nur durch die Körperbehaarung ...

hellfast
00

im gegensatz zu dir hab ich japanische schulen von innen gesehen, und die haben wieder andere probleme. von den unis will ich garnicht reden...

und deine zusammenhänge sind sowieso eher peinlich.

gerhard maierhofer
00

möglich dass sie früh lernen mit dem computer umzugehen. das verwendenvon taschenrechner z.b. soll dort aber sehr sehr spät beginnen.

Mathias Steinlaus
 
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Der Grund ist simpel...

... gute Techniker und Ingenieure müssen mehr können als nur Icons anklicken und Linien am PC verschieben!

Denn sonst würde die Kreativität stark darunter leiden! Hier sind oft manche der Meinung, ein Apple Gerät würde ausreichen, um kreativ sein zu können!

Dabei kenne ich aus der besagten Branche zuviele Kreative, die das Gegenteil beweisen können ;-)

gerhard maierhofer
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was man vielleicht

Erwähnen sollte ist dass das schwedische schulsystem privatisiert ist. Jeder anbieter bekommt pro schüler eine kopfprämie.
es soll solche blüten geben dass schüler mit gratis laptops geködert werden, wobei natürlich jede schule danach trachtet billige also vor allem unkomplizierte schüler zu bekommen.

ps. Tablets haben schon ihre berechtigung doch ich erwarte mir schon, dass behörden auf standards setzeb und sich nicht von einem hersteller abhängig machen!

Eifriger Leser
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wieder einmal der iStandard...

... im Titel frisch drauf das iPad, und im Text dann klein die ganze Wahrheit: auch Tablets mit Android oder Windows sind möglich.

kannspurenvonnuessenenthalten
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Die armen Kinder! Ich würde mein Kind ind er Nachbargemeinde in die Schule schicken.

665
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das kommt davon wenn die falsche Generation von Innovation spricht

Mit aktuellen APPs wie z.B Noteshelf funktioniert ein iPad wie eine Schiefertafel mit Archiv.
Ich finde das super, wenn Kinder zuerst mit den Fingern schreiben lernen und dann mit dem Stift (auf dem gleichen Gerät) und dann halt vielleicht auch auf Papier (falls sie es wirklich brauchen)

(aber ich befürchte das hat die Frau Bezirksschulrat nicht überrissen, die denkt wirklich nur an die Tastatur)

665
00
wofür die 3 roten?

dass ein ipad mit dem passenden app wie eine Schiefertafel funktioniert? dass tuts wirklich :)

Grumble
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Ja, wer braucht denn heute noch Papier - total uncool! Ich notiere mir jedenfalls nie irgendetwas, reguläres Schreiben ist also komplett unnötig. Und wenn der Fall doch eintreten sollte, schmiere ich natürlich mit meinem Fingermalfarben Buchstaben, wie das schon seit Generationen Brauch ist (weshalb soll das Schreiben lernen auf einer virtuellen Schmiertafel - Noteshelf - bitte besser sein, als mit Stift?! Das scheint mir wesentlich entbehrlicher als der Erwerb der Schreibfähigkeit mit Stiften)

JamesMoriartie
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Ähmm.. Auf meinem Schreibtisch findet sich weit und breit kein analoges Schreibgerät - dafür aber 2 Smartphones ein Laptop und ein Tablet.
Wenn ich Zuhause einen Kugelschreiber suchen muss dauert es sicher länger bis ich einen finde wie schnell das Smartphone aus der Tasche zu ziehen.

Ich sag ja nicht, dass man handschriftlich schreiben gar nicht mehr lernen soll - aber das Schreiben mit einer Computertastatur sollte meiner Meinung nach bevorzugt gelehrt werden - natürlich mag das jetzt einigen gar nicht passen aber dass kaum noch handschriftlich was geschrieben wird ist eben in den meisten Berufen Realität - ich hab mir grad abgewöhnt Notizen bei Telefonaten handschriftlich zu machen - digitale sind einfach flexibler

h 90
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ich geh hier gerade zurueck.
Preisanfragen per fax und antworten auf Fax, einfach per Kugelschreiber draufgekritzelt und raus.
Kommt ein Fax, wieviel kostet das, ich kritzel 45 Euro drauf und stecks in die Maschine.
Schneller gehts kaum.
(eine andere Frage ist warum unsere Kunden so auf Faxen stehen. Vielleicht ein Grund ist weil oft handskizzen dabei sind)

nik.2008
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@h 90.
das mag zwar effizient sein, 45 euro draufzukritzeln, aber die form der geschäftskorrespondenz ist die visitenkarte eines unternehmens und deren wertschätzung. selbst beim größten stress in den 80ern als die faxmania aufkam, habe ich zumindest ein paar zeilen mit der schreibmaschine auf das absenderfax vor dem zurücksenden geschrieben. ich würde eher heutzutage angebotsvorlagen am pc empfehlen - die sind ebenso schnell ausgefüllt (und über das faxmodem am pc versendet) und sehen professioneller aus.

h 90
00

Sie leben vielleicht wo, wo es wichtig, ist aber bei bis zu 20 Anfragen von einem Kunden, tlw. auch unter einem Euro ist da keine Zeit dafuer.
Kunde schreibt dann uebrigens nur sowas wie "bestellt" drueber und es ist die Bestellung.
Sind alles Spezialanfertigungen und fast alles wird noch am gleichen Tag versendet oder mit dem Moped zugestellt. Da ist kein Zeit fuer so ein Theater.

noldman
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Das ist ein reines Generationenproblem.

Ich bin jetzt für mein 2. Studium zurück an die Uni gegangen. Ist schon Hammer was diese Jungen da mit den digitalen Dingern alles anstellen. Und die sind damit viel viel schneller als ich mit Papier und Stift. Die kriegen Mitschriften zusammen, da kann ich mit dem langsamen Schreiben mit Stift und Papier nicht mal im Ansatz mit.

Und Dinge wie kurz wo auf ein PDF 45€ draufkritzeln machen die alles digital und haben das ganze schon per Mail verschickt da habe ich noch nicht einmal das Fax angeworfen.

Dürfte also eine reine Gewohnheitsphase sein, wobei auch sie werden sich früher oder später umstellen müssen. Fax, flog bei mir in der Arbeit schon vor längerer Zeit raus. Wer hat das Zeug bitte überhaupt noch?

Mathias Steinlaus
 
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echt?

Die Jungen an der Uni können das 10-Finger-System?

Alles andere wäre nämlich unlogisch. Dabei überkommt mich immer das Grauen, wenn ich Programmierern zusehen muß, wie die mit 2 Fingern umständlich die Buchstaben suchen müssen ...

h 90
01

hmm, vielleicht sollte ich mich da auch updaten.....

Wir sind in Asien, da ist noch viel auf Fax (was nicht schlimm ist, noch vor wenigen Jahren wurden die Angebote mit dem Moped zugestellt).
Schlimm ist die Sache mit den Schecks und Bankbuch (schaut aus wie ein Sparbuch)....
Gruesse aus der Vergangenheit....

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