Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Ab wann aus dem vereinzelt vorkommenden Augenzucken eine Tickstörung wird und ab welchem Zeitpunkt von Krankheit die Rede ist, lässt sich nur schwer bestimmen.
Wenn einem auf der Straße jemand zuzwinkert, hat das nicht zwangsläufig etwas zu bedeuten. Manchmal steckt hinter der vermeintlichen Kontaktaufnahme ein unwillkürlicher Blinzeltick, der für das Gegenüber oft auffälliger ist als für die zwinkernde Person selbst. Was genau diese Augenzuckungen verursacht, ist bis heute nicht restlos geklärt, oft sind aber leichte psychische Anspannungen Auslöser dafür.
Empfindliches Organ
Das Auge gehört zu den empfindlichsten Körperteilen des Menschen und ist deshalb besonders anfällig für Verletzungen, Krankheiten und Reaktionen auf Reize. "Wenn einem etwa ein Windstoß ins Gesicht bläst, der unangenehm ist, zuckt eine Person sofort mit den Augen zusammen, und erst später zieht man eine Grimasse oder wendet sich ab", nennt Johannes Nepp von der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der MedUni Wien ein Beispiel aus der Praxis. "Die Augen sind das schützenswerteste und empfindlichste Organ unseres Körpers", ergänzt Nepp. Derart empfindlich sind die Augen deshalb, weil sich dort sehr viele Nervenendigungen befinden und daher auch geringe Reize ausreichen, um eine Reaktion auszulösen.
Psychische Anspannung
Warum ein Blinzeltick, also unwillkürliche Muskelzuckungen am Auge entstehen, kann unterschiedliche Ursachen haben - alle kennt man noch immer nicht. Erkrankungen am Auge, eine Überreizung oder ein Fremdkörper im Auge können beispielsweise zu diesen Zuckungen führen. Auch eine neurologische Erkrankung ist unter Umständen als Auslöser für die Kontraktionen denkbar - dann treten diese aber meist zugleich mit anderen Symptomen wie Schmerzzuständen, Sprachstörungen oder sensorischen Störungen auf. Als häufigste Ursache gelten aber psychische Anspannungen, die das Augenlid zucken lassen - wobei es sich hierbei gar nicht um außerordentliche Stresssituationen oder -zeiten handeln muss. "Blinzelticks können aus einer unterbewussten Anspannung heraus entstehen. Dafür reicht es schon, wenn jemand nur ein bisschen mehr als normal angespannt ist", erklärt Nepp. Die Spannungsentladung erfolgt dann in der unwillkürlichen Blinzelbewegung. Diese Muskelzuckungen sind in der Regel nicht von langer Dauer, sondern manifestieren sich als kurzfristige, akute Erscheinungen. Meist verschwinden sie genauso schnell wieder, wie sie aufgetaucht sind. Dauern die Kontraktionen aber längerfristig an oder werden sie stärker, empfiehlt sich der Gang zum Augenfacharzt, der abklärt, ob eine Erkrankung am Auge vorliegt. Bei einem negativen Befund reichen häufig Entspannungsübungen oder gesprächstherapeutische Ansätze aus, um das Zucken wieder loszuwerden.
Ab wann aus dem vereinzelt vorkommenden Augenzucken eine Tickstörung wird und ab welchem Zeitpunkt von Krankheit die Rede ist, lässt sich nur schwer bestimmen. "Die Übergänge sind fließend - von einer kurzfristigen Fehlreaktion in Form eines zuckenden Auges hin zu einer Krankheit, die Betroffene in ihrer Tätigkeit einschränkt und zu einem enormen Leidensdruck führt", erklärt der Mediziner.
Vom Zwinkern zum Lidkrampf
Kommt es an beiden Augen zu einem unkontrollierten und exzessiven Blinzeln und Schließen der Augenlider, ist von einem Blepharospasmus, dem Lidkrampf, die Rede. Zu Beginn der Krankheit fällt das vermehrte Blinzeln auf, das sich mit der Zeit jedoch intensiviert und länger andauert. Die wirksamste Therapie gegen diese Krämpfe stellt das Spritzen von Botulinustoxin (Botox) dar, das die Muskulatur lähmt und die Symptomatik erheblich reduziert. Begleitet wird diese Injektionsbehandlung oft von psychotherapeutischen Methoden und Bewegungstherapien.
Manche Patienten haben über Jahre hinweg immer wieder mit diesen Lidkrämpfen zu kämpfen: Sie können nicht Auto fahren, lesen oder einkaufen gehen, was ihre Lebensqualität enorm beeinträchtigt. "Auslöser des Leidens ist oft ein Schicksalsschlag, nachdem Menschen anfangen, die Augen zu krampfen. Hier ist es ganz offensichtlich, dass die Psyche eine Rolle spielt", so Nepp.
Fehlinterpretation der Mimik
Was Blepharospastikern aber besonders zu schaffen macht, ist die "Sprachstörung in der nonverbalen Kommunikation", wie es der Mediziner nennt. Durch die zusammengekniffenen Augen wirken sie auf andere aggressiv - das Gegenüber reagiert dann oft automatisch mit einem aggressiven Verhalten. Um solche Situationen zu vermeiden, ziehen sich Patienten immer mehr aus dem öffentlichen Leben zurück. Selbsthilfegruppen und ähnliche Veranstaltungen, wo sich Betroffene austauschen können, gewinnen für sie daher enorm an Bedeutung, um einer völligen Isolierung vorzubeugen. (urs, derStandard.at, 1.2.2012)
"Ganz so ist es nicht", sagt Dietmar Winkler, Leiter der Gedächtnisambulanz im Wiener AKH
Mit geschwollenen Beinen einschlafen, mit einer Schwellung am Arm aufwachen - Die Diagnose kann Thrombose oder Lymphödem lauten
Damit Arzneimittel so wirken, wie sie sollen, müssen einige Regeln beachtet werden
In Österreich leben Männer im Mittel rund sechs Jahre kürzer als Frauen. Hat das biologische Gründe oder ist das primär auf soziale Faktoren zurückzuführen?
Als Diätmittel sind die alkoholischen Getränke nicht geeignet - Die appetitanregende Wirkung von Bier und Wein ist physiologisch nicht erforscht
Die Blut-Hirn-Schranke wehrt sich erfolgreich gegen Medikamente - Forscher arbeiten daran, die natürliche Barriere zu umschiffen
Die wahrgenommene Kompetenz eines Arztes ist von der Kleidung unabhängig
Immer gerade sitzen ist schlecht für die Bandscheiben, weiß Ingrid Heiller von der Orthopädie in Speising
Sozialer Jetlag entsteht aus dem dauerhaften Widerstreit zwischen innerer Uhr und äußerer Zeitplanung - Geschätzte 80 Prozent der Bevölkerung leiden darunter
Das Wirtschaftsministerium sagt Nein - Kinder- und Jugendanwalt Anton Schmid ist gegenteiliger Ansicht
Von den weltweit etwa 270 Zimtarten sind in Europa nur zwei botanische Arten relevant - Sie unterscheiden sich in Geschmack und Cumaringehalt
45 Gramm gemahlene Muskatnuss kommen bei den "Nervenkeksen" der Hildegard von Bingen auf ein Kilogramm Mehl - Droht eine Muskatvergiftung?
Wir sollten aufs Klo gehen, sobald sich die Blase meldet. Wer den Harn zurückhält, riskiert eine Überdehnung der Blasenwand und damit ein Lazy-Bladder-Syndrom
Andrea Bocelli, Ray Charles, Stevie Wonder: Viele blinde Menschen sind zu außergewöhnlichen musikalischen Leistungen fähig - aber hören Blinde tatsächlich besser?
Kann man mit der richtigen Ernährung eine Krebserkrankung therapieren? "Dafür gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis", sagt Johann Hammer, Leiter der Ernährungsmedizin am AKH Wien.
Die meisten Menschen haben das Gefühl, dass mit zunehmendem Alter die Zeit immer schneller vergeht. Warum ist das so?
Pestizide, Schimmelpilze und Terpene haben den Christbaum in Verruf gebracht - Nur beim Verzehr mehrerer Kilogramm Nadeln wird er zur Gesundheitsgefahr
Vitamin C kann, entgegen dem weit verbreiteten Glauben, Erkältungskrankheiten nicht verhindern, weiß der Ernährungswissenschaftler Karl-Heinz Wagner
Eine Fettschicht hält uns im kalten Wasser länger warm - Ob das auch auf winterliche Außentemperaturen zutrifft, weiß Cem Ekmekcioglu vom Institut für Umwelthygiene
Warum diese Botschaft umstritten ist und wie sehr Reiztherapie und immunstimulierende Mittel helfen
Was in einen Punsch hineinkommt, bleibt in Österreich den Herstellern überlassen - Wahrheitsgehalt und Hygiene werden regelmäßig überprüft
Jugendliche klagen über Müdigkeit und Schlafstörungen - Hilft ein späterer Schulbeginn?
Befürworter propagieren die immunstärkende Spritze als schonende Impf-Alternative - Wirkungsstudien gibt es keine
Einen Flug Richtung Westen verkraften der menschliche Organismus und seine innere Uhr relativ gut
"Im Herbst verliert man viel mehr Haare. Auch meine 16-jährige Katze haart sich schon seit Tagen", heißt es in einem Forum - Brauchen wir Menschen ein Winterfell?, fragen wir die Dermatologin Daisy Kopera
Blinzeln: mit beiden Augen
Zwinkern: mit einem Auge
Ich blinzle schon mein Leben lang extrem viel, stört mich aber weiters nicht, und ist nicht mehr geworden, vertrage auch problemlos Kontaktlinsen. Bei Nervosität blinzle ich mehr ;). Zwinkern ist eine altmodische Kontaktanbahnungsmethode;) bzw. signalisiert Übereinstimmung ("eh klar" "wiedermal typisch"...)
mein sprachgefühl täuscht mich selten.
wikipedia (hab grad nichts besseres gefunden):
Blinzeln kann Sympathie oder Nervosität transportieren. Der rasche Lidschlag transportiert oft Nervosität oder Unsicherheit, während der langsame Lidschlag (manchmal mit einem Auge) oft mit einem Lächeln verbunden ist und Sympathie transportiert (Zwinkern).
2 alte freunde treffen sich, der eine fragt den krankhaften zwinkerer wie es ihm denn so ginge...gut sagt der...und als er ein taschentuch aus seiner aktentasche zieht, sieht der andere , dass diese prall voll mit kondomen gefüllt ist. wow sagt er, du musst ja ein tolles sexleben haben...leider nein, ich versuche seit 3 wochen in der apotheke ein nasivin zu kaufen...
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.