Chrysler schreibt wieder schwarze Zahlen

1. Februar 2012, 16:56
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Das zweite Jahr unter Fiats Führung schrieb der Detroiter Konzern 2011 einen Nettogewinn von 183 Millionen Dollar in seine Bücher

Fiat hat reichlich Grund zum Feiern. Der italienische Autobauer konnte das Jahr 2011 mit einem Nettogewinn von 1,65 Mrd. Euro abschließen. Ende 2010 lag der Gewinn noch bei 222 Mio. Euro. Der Umsatz betrug 60 Mrd. Euro, was einem Plus von 66 Prozent entspricht, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Der Umsatzbeitrag des Partners Chrysler für die Zeitspanne Juni-Dezember 2011 lag bei 23,6 Mrd. Euro. Die Nettoverschuldung des Konzerns betrug zum Jahresende 5,5 Mrd. Euro, 0,5 Mrd. Euro mehr als Ende 2010. Fiat wird Dividende in Höhe von 40 Mio. Euro ausschütten.

Chrysler konnte das Gesamtjahr 2011 mit einem Nettogewinn von 183 Mio. Dollar (138,9 Mio. Euro) abschließen. In seinem zweiten Jahr unter Fiats Führung schrieb der Detroiter Konzern wieder schwarze Zahlen, nachdem er 2010 noch Verluste von 652 Mio. Dollar verzeichnet hatte. Das Unternehmen hatte seit 1997 keine schwarzen Zahlen mehr geschrieben. Der Umsatz kletterte um 31 Prozent auf 55 Mrd. Dollar. Die Zahl der abgesetzten Autos kletterte um 22 Prozent auf 1,85 Millionen Fahrzeuge, berichtete das Unternehmen.

Fiat-Chef Sergio Marchionne begrüßte die positiven Ergebnisse Chryslers, an dem die Italiener einen 58,5-prozentigen Anteil halten. "Wir sind über die geleistete Arbeit stolz. Wir blicken dem neuen Jahr mit großen Erwartungen entgegen. Wir arbeiten weiterhin hart, um die Ziele zu erreichen, die wir uns gesetzt haben", kommentierte Marchionne.

Stabiler Umsatz

Die Fiat Group Automobiles (FGA) meldete gegenüber dem Jahr 2010 einen stabilen Umsatz von 28 Mrd. Euro. Insgesamt wurden 2,032 Millionen Autos und Fahrzeuge abgesetzt. Das 7,6-prozentige Wachstum bei den abgesetzten Nutzfahrzeugen konnte nicht ganz den starken Rückgang bei der Autonachfrage auf dem Heimmarkt Italien, hieß es in einer Presseaussendung. Im Jahr 2012 rechnet Fiat Spa mit einem Umsatz von über 77 Mrd. Euro. Der Nettogewinn dürfte zwischen 1,2 Mrd. und 1,5 Mrd. Euro betragen.

Fiats Sportwagenhersteller Ferrari verzeichnete ein Umsatzwachstum von 17,3 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro. Maseratis Umsatz blieb gegenüber 2010 auf 588 Mio. Euro stabil. Die Nettoverschuldung sollte zwischen 1,2 Mrd. und 1,5 Mrd. Euro betragen.

Auch der von der Autosparte abgespaltene Konzern Fiat Industrial hat im Jahr 2011 seinen Nettogewinn auf 701 Mio. Euro verdoppeln können. Im Jahr 2010 hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 378 Mio. Euro verzeichnet. In seinem ersten Lebensjahr als börsennotiertes Unternehmen konnte Fiat Industrial alle Ziele übertreffen. Der Konzern, zu dem die Nutzfahrzeugsproduzenten Iveco und CNH zählen, schloss das Jahr 2011 mit einem 13,8-prozentigen Umsatzwachstum auf 24,3 Mrd. Euro. Die Verschuldung des Konzerns sank gegenüber Ende 2010 von 1,9 Mrd. Euro auf 1,2 Milliarden. Fiat Industrial rechnet mit positiven Resultaten auch im laufenden Jahr. Der Umsatz sollte auf 25 Mrd. Euro klettern und die Nettoverschuldung auf eine Milliarde Euro sinken, berichtete der Konzern. (APA)

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