Linie 7

91-Jährige in Graz von Tram mitgeschleift und schwer verletzt

1. Februar 2012, 11:55

Pensionistin wollte laut Polizei offenbar bei sich schließender Tür noch einsteigen

Graz - Eine 91-jährige Grazerin ist am Dienstagnachmittag von einer Straßenbahn der Graz Linien mitgeschleift und schwer verletzt worden, wie die Sicherheitsdirektion Steiermark am Mittwoch mitteilte. Als sich die Türen der Tram-Garnitur bereits schlossen, wollte die Dame offenbar noch einsteigen, wurde aber eingeklemmt und einige Meter mitgeschleift, bevor sie auf die Fahrbahn fiel und liegenblieb. Sie erlitt schwere Kopfverletzungen und wurde ins LKH Graz gebracht.

Gegen 15.45 Uhr hielt ein Straßenbahnzug der Linie 7 an der Haltestelle "Reiterkaserne" in Richtung stadtauswärts. Als sich die Türen bereits schlossen, wollte eine 91-jährige Grazerin offenbar noch rasch einsteigen. Dabei geriet sie mit der rechten Hand zwischen die sich schließenden Straßenbahntüren und wurde eingeklemmt. Anschließend fuhr die Tram an und schleifte die Pensionistin einige Meter mit, ehe sie die Hand wieder herausziehen konnte. Die Grazerin stürzte auf die Fahrbahn. Einige Fahrgäste, die den Vorfall beobachtet hatten, verständigten sogleich den Straßenbahnfahrer, worauf dieser sofort anhielt und über die Funkleitzentrale der Graz Linien die Rettungskräfte rief. Die Pensionistin wurde mit einem Schläfen- und Jochbeinbruch und einer Gehirnblutung ins nahe LKH Graz gebracht.

In der "Kleinen Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe) wurden von Passanten und Tram-Fahrgästen Vorwürfe gegen den Fahrer erhoben: Dieser habe keine Hilfe geleistet und sich auch zynisch geäußert, ein Fahrgast hatte erklärt, er werde den Mann anzeigen. Bei den Graz Linien hieß es dazu, der Fahrer könne bei dieser Art von Garnitur den hintersten Bereich nicht sehen. Man werde den Tramfahrer intern befragen, so ein Linien-Sprecher. Eine technische Untersuchung der Straßenbahngarnitur habe ergeben, dass bei der Tür kein technisches Gebrechen vorliege. Wie ein Polizeisprecher erklärte, sei der Fahrer ausgestiegen und habe nachgesehen, allerdings hätten sich bereits Passagiere und Passanten um die Verletzte gekümmert. Unabhängig davon gebe es bei einem Vorfall mit Körperverletzung - als Offizialdelikt - ohnehin eine Anzeige. (APA)

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15 Postings
kurt haenel
 
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mit 91 fahrt die noch ganz alleine mit der Strassenbahn ?

DaBurgamasta
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SSKM

wer es in dem Alter noch so eilig hat, geht eben ein Risiko ein.

Rosa Stahl
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Bei allem Mitgefühl für die alte Dame:

Immer wieder sehe ich ältere Herrschaften, die ganz dringend noch ganz langsam irgendwo hin wollen, die dann humpelnd bei dunkelgelb noch die Bim erreichen wollen als obs die letzte für eine Woche wäre, die trotz Verkehrs bei rot die Fahrbahn queren wollen, die, obwohl die Straßenbahn schon grün hat, noch mit dem Stock zwei Meter vor dem Triebwagen über die Gleise schleichen. Und das hat nicht immer nur was damit zu tun, dass die Leute das einfach nicht bemerken, dass da was schief gehen könnte. Oft ist es ein Justament-Standpunkt: jetz kum i.

Herzerzog Johann
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... zynisch geäußert ...

Ein Herr Wichtig machte sich wichtig und bekam vom Fahrer eine grobe Antwort. Das war es auch schon.

Harald Schett
010

Als sich die Türen der Tram-Garnitur bereits schlossen, wollte die Dame offenbar noch einsteigen.

Wieso sollte für ein derartig fahrlässiges Verhalten dieser Dame nun der Fahrer verantwortlich gemacht werden ?

Hellex
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Na Schuld sind immer die anderen!

Keyser
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Wenn bekannt ist, dass dieser Bereich für den Fahrer nicht einsehbar ist, warum wird dann nicht an einer Verbesserung der Technik gearbeitet? Ich denke da an eine Art Lichtschranken, oder eine Sensorleiste, die in die Zwischenräume der Türe angebracht werden. Wenn der Sensor reagiert, weil er unterbrochen wurde, soll sich die Tür wieder öffnen - und das abfahren in der Zeit verhindert werden. Oder es geht eine Lampe beim Fahrer an, die signalisiert - halt, da steigt noch jemand zu, da sich die Türe noch einmal geöffnet hat. Damit wären schon einige Unfälle zu verhindern.

Verbatim
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...noch besser... warum stellen wir nicht gleich bei jedem Eingang einen Aufpasser hin...

Android1337
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Ausgezeichnete Ideen. Ein paar weitere Verbesserungen fallen mir noch ein:

- Die Straßenbahn sollte über ein Frontlicht verfügen, damit sie die Straße im Dunkeln ausleuchten kann.

- Die Straßenbahn sollte eine Möglichkeit haben, zu bremsen, falls ein Hindernis auf dem Gleis ist.

- Der Straßenbahnfahrer sollte vor sich ein transparentes Material haben, so eine Art Glasscheibe, damit er auch darauf achten kann, was sich vor der Straßenbahn abspielt.

keywords
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lichtschranken gibts. aber nur punktuell. nicht die ganze höhe der tür entlang.

souveræn
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Aber auch nur bei den alten Garnituren. Die neuen Trams haben es schon in der Dichtung über die ganze Länge integriert. Ein kleiner Widerstand und die Tür öffnet wieder.

Der Unkurze
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gab zumindest bei den alten in wien auch, nur nicht so empfindlich.

BraS
 
01

großartige Idee.
Hat nur schon jemand anderer gehabt, so vor ca. 50 Jahren, wo man so etwas das erste Mal eingebaut hat.
Jede Technik lässt sich aber umgehen, und 100%-deppensicher kann man keine Einrichung machen.

Hellex
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Seit wann gibts Sie denn auf dieser Welt?

ad vocem
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Sie fahren nicht oft Straßenbahn, gell ?!?

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