Krise reißt eine Million Spanier in die Armut

1. Februar 2012, 11:39

Steigende Arbeitslosigkeit und sinkende Gehälter: Fast ein Viertel der Bevölkerung befinden sich in einer ernsten wirtschaftlichen Lage

Madrid - Die zunehmende Arbeitslosigkeit, die mittlerweile in Spanien einen Rekordstand von fast 22 Prozent erreicht hat, sowie sinkende Gehälter, Einkünfte und Sozialleistungen hätten zwischen 2009 und 2010 rund eine Million Spanier in die Armut gestürzt beziehungsweise an die Armutsgrenze gebracht, so die in verschiedenen spanischen Zeitungen veröffentlichte Studie der Studie der spanischen Vereinigung gegen Armut und soziale Ausgrenzung (EAPN). Damit befänden sich seit dem Beginn der Wirtschaftskrise 2008 bereits 11,6 Millionen Spanier, rund 25,5 Prozent der gesamten Bevölkerung, in einer wirtschaftlichen ernsten Lage.

Die finanzielle Situation der von der Wirtschaftskrise betroffenen Personen habe sich im untersuchten Zeitraum besonders in den Mittelmeerregionen Katalonien, Murcia und in Andalusien sowie in der Extremadura und in der spanischen Enklave Melilla in Nordafrika verschlimmert. Während Melilla und die Extremadura von jeher zu Spaniens strukturschwächsten Regionen gehören, wurden die touristischen Mittelmeerregionen vor allem vom Platzen der Immobilienblase 2008 heimgesucht. Der Bausektor war mit Blick auf Ferienimmobilien einer der wichtigsten Wirtschaftspfeiler in den Küstenregionen. (APA)

Giegritsbotschn
11
"Krise reißt eine Million Spanier in die Armut"

In Österreich sind eine Million armutsgefährdet. Und das bei weniger Gesamtbevöklkerung als in Spanien.

kopfsalat
00
wohl eine million zusaetzlich.

Peter_23
00
Ja

Das Widerspricht aber der Lobhudelei.

Wir Österreicher müssen uns mental daran festhalten, dass Österreich offiziell eine der niedrigsten Arbeitslosenraten hat. Meldungen wie die Ihre stören bei dieser Lobhudelei doch nur, also unterlassen Sie das bitte. Oder wollen Sie sich als Nestbeschmuster bezeichnen lassen?

randy handsome
02
wir werden in spanien auch das überleben...

...aber vorher steht eine ernste schocktherapie an, um bestimmte dinge wieder ins gleichgewicht zu bringen. in den 90ern war die arbeitslosigkeit sogar noch höher, fast 25%. leider hat man damals auf das komplett falsche pferd gesetzt - wirtschaftsboom durch das neue bodengesetz unter Anzar - welches in die finanz- und immobilien/baukrise geführt hat. in diesen jahren des booms sind die gehälter übrigens nicht gestiegen, ein paar wenige haben sich bereichert und das geld ausser landes gebracht. alles war möglich, die banken haben geld hergeliehen, das sie niemals hatten und auch nie eintreiben werden können. zur gleichen zeit ist die bevölkerung spaniens um mehr als 7 millionen (!!) menschen angewachsen...klar, das sowas nicht funktioniert.

higgs - wozu?
02

hier wird der samen für einen bürgerkrieg ausgebracht - die rechtlichen ramenbedingungen um aufstände mithilfe des militärs niederzuschlagen wurden vorsorglich im vertrag von lissabon, der auch die todesstrafe legalisiert, geschaffen.
das system liegt in den letzten zügen und macht gerade seine letzten zuckungen (esm) bevor es die patschen aufstellt - und die getielten vorbereitungen auf einen aufstand lassen mich erahnen, daß man danach exakt das gleiche system aufs aug drücken will - das wird spannend, denn es bedarf sehr gehirngewaschener soldaten, um für dieses system die eigenen bürger ins visier zu nehmen, und ich bezweifle, daß wir bzw. sie noch manipulierbar genug sind, um da mitzuspielen.

Mann40
00

eine entsetzliche Situation für die armen Menschen dort, und extrem gesellschaftlich extrem gefährlich.

HeNeAr
00
auf Sand gebaut...

der burli
00
achja. und wie gings spanien vor 15 jahren??

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.