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Brüssel - Die EU-Kommission will 15 zusätzliche Chemikalien auf die Liste der Schadstoffe setzen, die in den EU-Oberflächengewässern überwacht und kontrolliert werden. Aufgrund von wissenschaftlichen Erkenntnissen würden die Stoffe möglicherweise eine "ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit darstellen", teilte die Kommission mit. Die Aktualisierung der bisher 33 Stoffe umfassenden Liste soll im Zuge einer Überarbeitung der Richtlinie über prioritäre Stoffe im Bereich der Wasserqualität erfolgen.
Umweltkommissar Janz Potocnik versicherte, dass "damit den Erwartungen der Bürger entsprochen" werde. Für sechs der 15 zusätzlichen prioritären Stoffe würde die vorgeschlagene Einstufung bedeuten, dass ihre Emission in Gewässer innerhalb von 20 Jahren schrittweise eingestellt werden müsse. Für die anderen Stoffe gibt es bereits teilweise Regelungen, die verschärft werden. (APA)
Wissen: Die 15 Chemikalien
Die 15 Stoffe, die zusätzlich auf die Liste der Schadstoffe kommen sollen, sind: Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe (Aclonifen, Bifenox, Cypermethrin, Dicofol, Heptachlor, Quinoxyfen), Wirkstoffe in Biozid-Produkten (Cybutryn, Dichlorvos, Terbutryn), Industriechemikalien (Perfluoroctansulfonsäure PFOS, Hexabromcyclododecan HBCDD), Nebenprodukte des Verbrennungsprozesses (Dioxin und dioxinähnliche PCB) und pharmazeutische Wirkstoffe 17-Alpha-Ethinylestradiol EE2, 17-Beta-Estradiol EZ2, Diclofenac).
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