Neue Tierart eingezogen: Affen mit markanten Bärten

1. Februar 2012, 12:26
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Kaiserschnurrbarttamarine wurden nach dem deutschen Kaiser Wilhelm II. benannt

Wien - Eine neue Tierart ist in den Tiergarten Schönbrunn eingezogen: Kaiserschnurrbarttamarine. Die nur rund 450 Gramm schweren Affen haben mit ihrem langen, weißen Schnurrbart ein unverkennbares Markenzeichen. Ihr Name ist eine Anlehnung an den deutschen Kaiser Wilhelm II., berichtete der Zoo am Mittwoch.

"Die beiden Krallenaffen, die derzeit im alten Südamerikahaus zu sehen sind, sind die ersten neuen Bewohner für das historische Affenhaus, das nach der Generalsanierung Ende April wieder eröffnet wird", erzählte Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Das Männchen stammt aus dem polnischen Zoo Plock, das Weibchen aus dem Odense Zoo in Dänemark.

Heimat: Südamerika

Der Bart dieser Affen zeigt eigentlich nach unten und nicht wie der des Kaisers nach oben. Da man die erst 1907 entdeckten Äffchen allerdings nur von erlegten Exemplaren kannte, zwirbelten die Museumspräparatoren den Bart der kaiserlichen Mode entsprechend fälschlicherweise nach oben. Der Irrtum wurde Jahre später entdeckt, der Name blieb.

Die Heimat der Kaiserschnurrbarttamarine ist der tropische Regenwald Südamerikas. Bei ihren Sprüngen durch die Bäume hilft ihnen ihr langer Schwanz bei der Balance." Zu ihren natürlichen Feinden zählen Großkatzen, Greifvögel und Schlangen. Die Hauptbedrohung geht jedoch von der Vernichtung ihres Lebensraumes aus. Der Tiergarten Schönbrunn beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP). (APA)

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    Zwei Kaiserschnurrbarttamarine (Saguinus imperator) sind in den Tiergarten Schönbrunn eingezogen.

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