Unabhängigkeit

WikiLeaks könnte auf Hochsee-Plattform flüchten

Zsolt Wilhelm, 1. Februar 2012, 10:14

Fox News will von Übersiedlungsplänen erfahren haben - Datensicherheit in der Nordsee?

WikiLeaks könnte künftig auf hoher See seine mediale Unabhängigkeit suchen. In einem Bericht von Fox News wird basierend auf Branchenkreisen über eine Umsiedlung der Server auf eine Hochsee-Plattform spekuliert. Derzeit sammelt das Netzwerk seine Daten in Standorten in Schweden und Island. Potenzielles Ziel sei die nicht offiziell anerkannte Mikronation Principality of Sealand - eine einstige Verteidigungsplattform etwa acht Kilometer vor der Nordsee-Küste Englands.

1968 entschied ein britisches Gericht, dass das Stück künstliches Land sich nicht im Rechtsraum UKs befinde, wodurch unter die Plattform der Kontrolle des Gründers Roy Bates falle. Der WWII-Veteran krönte seine Ehefrau später zur Princess Joan, sein 59-jähriger Sohn nennt sich selbst Prince Michael.   

Sicher im Fürstentum?

Das "Fürstentum" beherbergte zwischen 2000 und 2008 schon einmal ein Datenzentrum der Firma HavenCo bevor der Vertrag aus unbekannten Gründen gekündigt wurde. 2008 soll die Bittorrent-Plattform PirateBay zum Spenden aufgerufen haben, um Sealand zu erwerben und dort einen urheberrechtsfreien Raum einzurichten.

Wie sehr WikiLeaks von einem Standort auf Sealand profitieren würde, ist fraglich. Zwar könnte man dort vielleicht seine Datenbanken sichern, die Betreiber - insbesondere Gründer Julien Assange - könnten aber nach wie vor rechtlich verfolgt werden. 

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Fox News

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Mit der Gesamtsituation unzufrieden
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Sidewinder like!

Der Tourist
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Sealand unsicher?

Die im 2. Weltkrieg gebaute Platform schaut etwas instabil aus. Die ständig dem Meerwasser ausgesetzten Armierungen im Beton rosten inzwischen, dehnen sich dabei aus und sprengen den Beton immer weiter auf.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia... rfire2.JPG

Die Langzeitstabilität und damit die mittelfristige Zukunft ist daher fraglich. Ob sich da noch eine notwendige modernisierung der Infrastruktur (besonders der Stromversorgung für ein Rechenzentrum) rentiert?

NONE
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Das Ding wird noch für Jahrzehnte stehen.

Aber die Frage ist - was macht man dort genau?

länge ist die neue breite
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Schade ist, dass Wahrheit so weh tut!

system1
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ich könnte unsere republik kuglmugl anbieten.

_oHo_
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Fox-News...

...das ist als hätte es Österreich (die Zeitung) behauptet.

Rester
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guter vergleich :D

der Bastard, der dich nachhause bringt
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Na die haben wohl auch einmal zu oft "Radio Rock Revolution" (bzw vermutlich "The Boat That Rocked") gesehen! ;)

Pavlovs Gong
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Rumps - eine verirrte Mittelstreckenrakete und die Plattform ist sowas von platt

Loxoceles
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Die Plattform wäre sehr leicht militärisch anzugreifen. Die Datenübertragung könnte sehr leicht unterbrochen werden. Keine gute Idee.

paul der oktopus
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Fox News als Quelle? Dann muss es ja stimmen.

Also ehrlich. Welchen Sinn hat eine Enthüllungsplattform ohne (einigermaßen) verlässliche Netzanbindung? Solange Wikileaks nicht über eigene Satelliten verfügt, schauts da wohl schlecht aus.

Wicked Vienna
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Das wäre vermutlich die Lösung. Ein Satellit, der nicht nur die Datenverbindung hält, sondern auch speichert.
Ein Server-Internetexchange-Satellite sozusagen.

HonZ
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erinnert mi a bissl an "radio rock revolution"
https://www.youtube.com/watch?v=pyXu0mC38SE
^^

Abdul Alhazred
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Wenn die CIA die Datenbanken löschen will, senden sie einfach Sam Fisher, um sie in die Luft zu jagen.

nukularteilchen
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Ob das so rechtsfrei ist? Wenn die Amerikaner jemanden einsperren wollen scheren die sich doch um nix. Da wird dann ein Europäer in Neuseeland vom FBI verhaftet weil der in den USA gegen Gesetzte verstossen hat.

Bernhard K.1
 
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Sicher?

Wenn das ein eigener unabhaengiger Staat ist, was haelt dann diverse Spezialeinheiten davon ab da einfach reinzuHelikoptern und die Server mitzunehmen?
Eine Armee wirds ja wohl nicht geben auf der Plattform.

3dGeist
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Einmal wurde dort schon geputscht, eine Söldnergruppe hat die Bohrinsel zurückerobert:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sealand#Putsch

Jack Joker
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Die Sealand Geschichte finde ich immer wieder amüsant. Das ist richtig guter Stoff für ein B-Movie :)

desteufelsbeitrag
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Eine Armee?
Viel besser: Einen Haufen langjähriger Freigeister, die einerseits über automatische Waffen, andererseits über den ernsthaften Willen, ihre neue Heimat zu verteidigen, verfügen.

Ohne Tote (vermutlich vorwiegend auf Seiten der Angreifer) oder einem "chirurgischen Ferneingriff" mit Raketen geht da wohl nix. Und das dürfte selbst dem überzeugtesten Piraterie-Gegner als unverhältnismäßig erscheinen.

paul der oktopus
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Und was hat Wikileaks jetzt mit Piraterie zu tun?

desteufelsbeitrag
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Was hat Wikileaks mit der Frage nach der Möglichkeit einer Erstürmung von Sealand zu tun? Diese ist, selbst im Fall von Internetpiraterie, politisch nicht tragbar.

Extrabreit
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War auch mein erster Gedanke...

Oder ein Schettino fährt gaaanz unabsichtlich zu nahe vorbei...

Simple Existenz
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hmmm...

die Typen sind schwer bewaffnet, haben auch Mafia-server etc auf der Insel.

In einem Bericht hab ich mal gehört, die Britische-Regierung riskiert keine Verletzten (oder schlimmer) für ein paar Server.

das Echo der Plattitüde
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haha, FoxNews hat wohl bammel davor dass WikiLeaks geheime Daten von Verbrechern weiter veröffentlicht ...

wie war das nochmal:

Wer nichts verbrochen hat, hat nichts zu verbergen!!!

Wenn uns der Staat immer mehr überwachen darf, dann sollen langsam auch die Bürger den Staat überwachen dürfen!!!!

denkender Mensch
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Wie wärs als Alternative mit der Republik Kugelmugel im Wiener Prater?

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