Gewinneinbruch

Amazon zahlt hohen Preis für Wachstumsdrang

1. Februar 2012, 08:57

Mit Kampfpreisen und kostenlosem Versand hat der US-Konzern zahlreiche neue Kunden gewonnen, der Gewinn fiel allerdings um 58 Prozent

Seattle - Amazon baut seine Stellung als weltgrößter Onlinehändler aus. Mit Kampfpreisen und kostenlosem Versand hat der US-Konzern im vergangenen Jahr zahlreiche neue Kunden gewonnen. Das ungestüme Wachstum ging allerdings auf Kosten des Gewinns, der um beinahe die Hälfte eingebrochen ist. Die Anleger waren vor den Kopf gestoßen. Die Aktie ging nachbörslich runter.

Der Umsatz war im Gesamtjahr um 41 Prozent auf 48,1 Milliarden Dollar hochgesprungen (31,4 Mrd Euro). Die meistverkauften Produkte waren nach den Worten von Gründer und Konzernchef Jeff Bezos ein ums andere Mal die Kindle-Lesegeräte für elektronische Bücher und der neue Tabletcomputer Kindle Fire. "Sowohl in den USA wie auch in Europa", fügte Bezos am Dienstag an.

Analysten gehen allerdings davon aus, dass Amazon am Kindle wenig verdient oder sogar etwas drauflegt. So kostet der Kindle Fire in den USA weniger als die Hälfte des Apple iPad: 199 Dollar zu 499 Dollar. Zudem steckte Amazon jede Menge Geld in den Ausbau seiner Lieferzentren, auch in Deutschland. Angesichts der hohen Kosten schmolz der Gewinn um 45 Prozent auf 631 Millionen Dollar.

Besonders dramatisch sah die Lage im wichtigen Weihnachtsquartal aus: Nicht nur, dass Amazon sein Wachstumstempo nicht halten konnte, und den Umsatz für seine Verhältnisse um magere 35 Prozent auf 17,4 Milliarden Dollar steigerte. Der Gewinn fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überdies um 58 Prozent auf 177 Millionen Dollar. Sogar ein Verlust schien zwischenzeitlich möglich.

Ganz so schlimm kam es dann doch nicht. Bezos betonte vor allem das überdurchschnittliche Wachstum der Fremdanbieter. Amazon verkauft über seine Website nicht nur eigene Waren, sondern hat sie auch für Dritte als Verkaufsplattform geöffnet. Auf diese fremden Händler entfielen nach Stückzahlen mittlerweile 36 Prozent aller Verkäufe, sagte Bezos.

Amazon fährt zweigleisig: Auf der einen Seite ist das Unternehmen ein klassischer Onlinehändler, der mit günstigen Preisen die Konkurrenz auszubooten versucht, etwa den Marktplatz Ebay. Zum anderen entwickelt sich Amazon immer mehr zum Anbieter von Inhalten wie Filmen und Musik. Dazu hat Amazon den Kindle Fire herausgebracht, und hat damit sein Profil als einer der schärfsten Rivalen von Apple geschärft.

An der Börse kamen die Geschäftszahlen gar nicht gut an. Die Analysten hatten mit einem besseren Abschneiden zu Weihnachten gerechnet. Zudem zeigten sie sich unzufrieden mit dem Ausblick auf das laufende Quartal. Der Konzern stellt ein Umsatzzuwachs von vergleichsweise schwachen 22 bis 36 Prozent in Aussicht und schlimmstenfalls einen Verlust. Nachbörslich brach die Aktie um 9 Prozent ein.(APA)

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23 Postings
Arno Niesner
 
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uups

58 % weniger ist allerdings mehr als nur "beinahe die Hälfte eingebrochen"

momodeluxe
01

wenn amzn schon mit den letzten cent jonglieren muß, erklärt das auch das angebot, das ich heute per email erhalten habe
http://www.amazon.de/dp/B004WD... pe_vfe_td1

.MS.
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Was muss man bestellen, um solche Kaufvorschläge zu bekommen?

R., der Hundefreund
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Grandios!

horli
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Fahrlässig

Einem Unternehmen das offenbar unter politischen Einfluss steht und offenbar auf Telefonanruf von Kongressabgeordneten Kunden einfach so kündigt (Wikileaks), eine Liste aller persönlich gelesenen Bücher zu überlassen, ist fahrlässig.

Einem Unternehmen Zugriff auf sein Lesegerät zu gewähren, das auf allen Kindle Geräten per Backdoor George Orwells 1984 löscht ist ebenso fahrlässig.

Das Kapital ist die wahre Macht
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Solche Berichte beweisen doch nur eines:

Arbeit kann nicht länger bezahlt werden!

Es müssen immer neue Formen gefunden werden, wie Firmen zu kostenneutraler Arbeit kommen.

In Deutschland wurden vor Weihnachten immer jede Menge Arbeitsloser von Amazon verpflichtet. Die Kosten hat das Arbeitsamt für den 1 Monat übernommen. Wenn die Leute "gut sind" werden sie übernommen und fest angestellt. Freilich werden nur die Besten der besten genommen. Überstunden und Nachtschichten wurden nicht extra entlohnt im 1. Probemonat. Dies zeigt wie es gehen kann. Nur mit solchen Methoden haben Firmen überhaupt noch Chancen Gewinne zu machen!

Auch Aplle verdient nur, weil in China "so" produziert wird. Speziell bei Firma Foxconn.

Sklaverei ist die einzige Zukunft die wirtschaftlich möglich ist.

.MS.
04
Wie schön die finanzwelt doch ist

Amazon
- baut Stellung als weltgrößter Onlinehändler aus.
- zahlreiche neue Kunden gewonnen.
- steckt jede Menge Geld in den Ausbau seiner Lieferzentren
- steigert Umsatz im Weihnachtsquartal um 35%

Sowas veröffentlicht man in der Rubrik:
GEWINNEINBRUCH
und die Aktie gibt 9% nach.

Solche "Investoren" können sich eigentlich nur eine blutige Nase holen.

656731
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Das ist aber alles andere als unlogisch

und hat mit der Finanzwelt nichts zu tun. Unternehmen die massiv expandieren können sich sehr leicht übernehmen. Wenn das Mehr an Einnahmen durch die Expansion nicht ausreicht um das Mehr an Kosten abzudecken - dann sinkt der Gewinn. Das ist nicht die böse Finanzwelt sondern simple Mathematik :-) Schafft das Unternehmen dann durch diese Phase "durchzutauchen" dann war die Expansion erfolgreich (wird bei Amazon wohl so sein), wenn nicht dann nicht.

.MS.
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Da macht aber schon einen Unterschied, ob man agressiv in neue Märkte geht, oder das was man schon gut macht weiter ausbaut.
Amazon investiert viel, um das bestehende Geschäft noch weiter zu verbssern und geht vergleichsweise vorsichtig in neue Märkte. Gerade damit ihnen das eigene Wachstum nicht irgendwann auf den Kopf fällt.
Damit sind die Renditen natürlich etwas begrenzt. Aber Verluste würden sich recht langfrisitg ankündigen.
Und Amazon wirtschaftet ja nicht erst seit heute so. Wer also jetzt Anteile verkauft, wo sie ihre erfolgreiche Strategie konsequent weiterführen handelt für mich sehr wohl unlogisch.

entity13
01

"... und den Umsatz für seine Verhältnisse um magere 35 Prozent auf 17,4 Milliarden Dollar steigerte." - bei solchen Aussagen frage ich mich eigentlich nur noch, welche Drogen die ganzen Finanz-Menschen nehmen

4311503
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Naja, Amazon hat angekündigt, dass man auf Wachstum uas ist und dafür die Gewinne in naher Zukunft leiden werden.

So weit so gut. Nur wenn man dann mit den eigenen Wachstumsangaben nicht mithalten kann, dann sieht es eben nach einem nicht ganz so tollen Plan aus und dementsprechend passen die Aktionäre ihre Gewinnerwartungen für die Zukunft und damit den Aktienkurs an.

Lukas Paier
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KGV von what???

Amazon wird es ergehen, wie den Techtiteln einst. Wer damals MSFT und Co für KGVs von ~ 100 und mehr kaufte, wartet (obwohl die Unternehmen ihre Gewinne steigern konnten) noch heute auf seinen Aktiengewinn.

Auch bei Amazon scheint da so viel Wachstums-Fantasie im Preis enthalten zu sein... zu viel. Der Markt wird die Überbewertung erkennen (der erhoffte rasante Gewinnanstieg gar vielleicht ausbleiben) und der Aktienpreis zurückgehen.

Positive Zukunft für Amazon: Ja (trotz geringer Margen).
Positive Zukunft für Amazon-Aktionäre: Nein.

www.anleitung-zum-reichtum.com

Enrico Dal Vero
71
Was Amazone nicht sagt - natürlich - dass sie auch viele Kunden verloren haben.

Beispiel: in den AGB´s steht bei Einzug = Abbuchung vom Konto nach 3 Tagen. Wahrheit = abgebucht am nächsten Morgen. Für die Rückholung wollen die noch € 6-- obwohl Fehler bei Ihnen.
Spediteur sagt sich an für Donnerstag, kommt aber nicht. Urgenz am Freitag = naja dann war er halt nicht bei Ihnen, wir kommen am Dienstag (!). Die Ware blieb also nicht am LKW. Am Dienstag? Kein Spediteur, kein Anruf. Der kam am Mittwoch - mit der Frage - war der LKW gestern bei Ihnen???
Resultat = ich habe die Ware storniert.

großgoscherter Zwerghamster
10
Scheiße passiert, was soll man sagen.

Es gibt kein Unternehmen auf der Welt welches zu 100% zufriedene Kunden hat.

Hab mir vor 2 Jahren die Kottan-DVD-Box an einem Sonntag abend bestellt. Geliefert per Post am Dienstag Vormittag, abgebucht erst nach 8 Tagen - was sagt uns das jetzt? NIX! Genau.

Solche Aussagen sind so wertlos. Dieses Unternehmen hat Millionen von Kunden auf der ganzen Welt und der kleine Maxi plärrt, weil halt grad bei ihm ein Fehler passiert ist.

Jetzt geht die Welt auch bald unter...

tock tock tock
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Also dass es grad bei Großgeräten Probleme gibt hab ich jetzt schon in mehreren Foren gelesen!

großgoscherter Zwerghamster
10
Lt. Amazon-Eigenwerbung werden Großgeräte

doch erst seit einem Monat in Ö überhaupt ausgeliefert, oder irre ich mich da?

Wenn es da zu Anlaufproblemen kommt ist es zwar nicht schön, aber wird sich vermutlich bald einrenken.

Und bei Postversand hätte ich noch nie Probleme gehabt, obwohl ich vom Buch bis zum Computer schon so ziemlich alles und vor allem oft eingekauft hab.

Wie gesagt: Einzelmeinung. Irrelevant für das Ganze.

Schauen sie in Internetforen wenn sie sich über ein neues Produkt informieren. Da finden sie zunächst auch immer die Raunzer. Eh klar, weil sich die, bei denen etwas schief ging halt gerne beschweren. Die 99,5% bei denen alles in Ordnung ist, schreiben aber jetzt nicht "Alles in Ordnung" ins Forum. Das ist eben nicht Ebay sondern die Realität!

Enrico Dal Vero
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Lieber kleiner Maxi als grossgoscherter Hamster

Name spricht für sich.

tom2312
02

Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Hab noch nie für eine Rücksendung bezahlt. Dafür schon öfter was nach längerer Zeit zurückgegeben, und es wurde immer der Kaufpreis rücküberwiesen ohne hin und her. Das gibt es bei vielen anderen nicht.
Auch das Service ist super, wenn man mal ne alte Rechnung nochmal braucht oder so - klappte auch immer.
Es fällt mir echt schwer, anderswo zu kaufen ...

Das mit dem Versand in bestimmte Länder - siehe Posting von tock tock tock - ist mir auch schon aufgefallen. Ist lästig, aber auch nicht so ein Drama. Und manchmal verhandelbar. Bei antiquarischen Büchern reicht meistens ein Mail an den Verkäufter, damit er es dir so einstellt, dass das Porto nach Österreich abgedeckt ist.

tock tock tock
01

Ich frag mich, warum es da rote Stricherl gibt?

Ich hab bisher zwar nur positive Erfahrungen gemacht - lasse mir aber auch praktisch nur Bücher schicken oder ganz selten was Elektronisches.

Dass Amazon bei größeren Geräten diverseste Probleme (u.a. solche, wie vom Vorposter beschrieben) hat kann man schon in diversen Foren nachlesen. Also ich find das wertvoll - meine Bücher bestell ich nach wie vor bei Amazon - und anderes Zeugs würd ich derzeit halt nicht bei Amazon kaufen.

Ok, eine Sache gibt es, die mir bei Amazon auch extrem am Arsch geht: dass da bei der Artikelsuche nirgends eingegrenzt wird, wohin das Zeugs versendet wird -> was interessiert mich a Trumm, dass ich nur nach Deutschland liefern lassen kann?

Enrico Dal Vero
00
Danke, auch ich verstehe die roten Stricherl nicht.

Nehme an, dass hier niemand von AMAZON strichelt. Mein Posting geht denen bewiesenermassen am A..Hintern vorbei. 7 Mails führten zu keiner Klärung.
UND - es handelte sich um eine Waschmaschine.

Oh Je
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Core Business ?

Und der Versandhandel ist das core business ???

PeteVIE
02
die analysten haben ein besseres abschneiden erwartet...

... da haben sich wieder einige beim kaffeesud lesen vertan....

jetzt ist wahrscheinlich, für mutige, die beste zeit sich mit neuen amazon aktien einzudecken.... 9% billiger ist doch gut, oder?

01052004
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ahhhh

der horoskop-kurs, den das wifi st pölten anbietet, ist ein getartner analysten-kurs...

und wenn man also den pluto im quindrangel zum kleinen abzocker nicht ursächlich betrachtet und seine negative energie auf das 11. haus negiert, dann kommen eben falsche erwartungen raus...

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