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Die Blutphobie ist eine der wenigen Angststörungen, die mit einer Ohnmacht einhergehen können.
Angenehm ist der Anblick von Blut für kaum jemanden. In unausweichlichen Situationen, etwa einer Blutabnahme beim Hausarzt, wird diese Abneigung aber oft überwunden. Vermeidet man hingegen tunlichst jede Auseinandersetzung mit dem fließenden Rot, dann sprechen Psychologen von einer Phobie. Davon sind etwa zwei bis vier Prozent der Weltbevölkerung betroffen. Die Angst kann sogar dazu führen, dass Bekannte im Krankenhaus nicht besucht werden, die Ausbildung zum Krankenpfleger oder zum Arzt abgebrochen wird oder Frauen sich trotz Kinderwunsches gegen den Nachwuchs entscheiden, weil sie das Blut bei der Geburt fürchten.
Ohnmacht bekämpfen
Anders als etwa bei der Angst vor Spinnen oder Schlangen kann es hierbei zu einer kurz andauernden Bewusstlosigkeit kommen. Ursache dieser sogenannten vasovagalen Synkope ist eine Überreaktion des vegetativen Nervensystems auf psychische Einflüsse. Dabei erweitern sich die Blutgefäße, das Blut sackt in die Beine, und durch den verminderten Rückfluss zum Herzen entsteht ein relativer Volumenmangel. Die Folge daraus ist eine kurzfristige Minderversorgung des Gehirns mit Sauerstoff. Es kommt zu einem Bewusstseinsverlust. "Da der Betroffene während einer Synkope mitunter unwillkürlich Harn oder Stuhl verliert, hat er Angst vor einer sozialen Blamage", erklärt der Psychologe Jens Blechert den damit verbundenen Kontrollverlust.
Um eine anfallsartige Bewusstseinsstörung zu verhindern, wird Patienten bei aufkommendem Hitzegefühl, Schweißausbruch und Übelkeit zuerst das Anspannen der Beinmuskulatur empfohlen (Applied-Tension-Methode nach Öst, Anm.Red.), um den abfallenden Blutdruck wieder zu erhöhen. Erst wenn der Patient dieses Gegenmanöver beherrscht, kann die tatsächliche Auseinandersetzung mit dem Problem erfolgen. Wichtig dabei: "Die Konfrontation muss mindestens 15 bis 25 Minuten dauern, damit die Therapie auch wirkt", betont Blechert.
Und da gilt: Blut ist nicht gleich Blut. Angst vor Fremdblut kann durch die Konfrontation mit künstlichem Blut oder auch mit Tierblut bekämpft werden. So kann ein Ausflug zum Schlachthof bereits helfen. Um die Angst vor dem eigenen Blut zu überwinden, wird häufig mit einer dünnen Nadel in den Finger gestochen. "Hilft das nichts, dann kann die Angst nicht vollständig überwunden werden, und das Hauptaugenmerk wird auf das Managen der Angst durch Selbsthypnose oder Selbstermutigung gerichtet", so Blechert.
Blut versus Steckdosen
Auch wenn tatsächlich nur wenige an einer echten Phobie leiden: "Ich kann kein Blut sehen" ist ein häufig vernommener Satz. Dabei handelt es sich um eine natürliche, genetisch bedingte Abneigung, ist der Psychologe überzeugt: "Verletzungen des eigenen Körpers oder anderer Körper sind für die Fortpflanzung potenziell gefährlich." Auch bei harmlosen Verletzungen wie einer simplen Blutabnahme oder einer Blutspende ist der natürliche Instinkt nicht abzuschalten. Die meisten werden es zwar über sich ergehen lassen, den Kopf aber automatisch abwenden.
Wieso kann der Mensch in einem kontrollierten Setting kein Blut sehen? Ein Vergleich mit der Tierphobie zeigt: Auch wenn etwas, das früher eine Bedrohung war, heute keine mehr ist - die menschlichen Gene sind dennoch auf "Gefahr" programmiert. "Wir haben absurderweise weniger Angst vor Steckdosen und Autos als vor Spinnen, Schlangen oder Blut, obwohl das die Killer von heute sind", ergänzt Blechert. (derStandard.at, 1.2.2012)
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Aber auch im Kino (zB Geboren am 4. Juli, Ronin, Seven), wenn jemand eine Geschichte erzählt von seinem letzten Erlebnis in der Notaufnahme, einem Autounfall oä. Auch als im Standard mal ein Artikel eines mit Leukämie erkrankten Journalisten über seine Krankengeschichte stand, hat es mich vom Sessel gehaut.
Ohnmacht dauert immer nur wenige Sekunde, aber kann bei Rendezvous durchaus für Irritationen sorgen
ich kann nur mein eigenes nicht sehen - besonders wenn es in größeren Mengen aus der Vene abgezapft wird... wenn es dunkelrot-bläulich im Beutel gefangen wird...
aber auch bei Spritzen ist das gleiche flaue Magengefühl da - nur nicht so intensiv...
... kann ich zur Angstüberwindung nur sehr empfehlen! Nachdem ich dort dreimal noch zusätzlich zur Musterung Blut abgeben durfte, hat sich meine Abneigung gegen Spritzen erledigt.
Die Highlights die man dort so zu hören bekam waren: "Spielst du auch Counterstrike?" kurz bevor ich gestochen wurde oder "Achtung jetzt spritzt's gleich!" beim Entfernen der Nadel.
blut macht mir nix, aber ich kann auch nicht zusehen wenn ich eine spritze bekommen soll. im gegensatz zu meinem vorredner ists mir aber egal wenn alle leute um mich herum eien spritze bekommen, würd mih höchstens zum lächeln bringen :-)
seltsamerweise machts mir nix, etwa beim blutspenden, nach dem einstich die im arm steckende kanüle zu betrachten, was sich da wohl mein gehrin dabei denkt.
zumindest werd ich mal an meine kinder den tipp weitergeben den ich leider nicht von meinen eltern erfahren hab sondern erst beim bundesheer selbst entdeckte: bei impfungen nicht hinsehen, dann ist man nicht verkrampft und es tut danach weitaus weniger weh. stimmt definitiv dank selbstversuch wo ich zwei impfungen am selben tag bekam.
stimmt - ich schau eigentlich auch nur deshalb weg weil man sich da besser entspannen kann - dann tuts weniger weh.
wobei die methoden immer besser werden - sprich beim stechen spürt man m.m. nach wenig und sieht kaum blut.
wenn kann ich es mir anschauen (z.b. bei geburt meiner kinder hat mir als mann das nix gemacht).
die wenigen meiner bekannten die kein blut sehen können sind übrigens alles männer.
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