Pakistan unterhält enges Bündnis mit Taliban

1. Februar 2012, 06:47
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Laut BBC: 27.000 Verhöre von Taliban-Kämpfern und Al-Kaida-Mitgliedern dienten als Basis

London - Die NATO hat einem Bericht der britischen BBC zufolge Beweise, dass pakistanischen Sicherheitskräfte direkte Unterstützung für die Taliban in Afghanistan leisten. Das gehe aus einem geheimen NATO-Bericht hervor, in den die BBC Einsicht genommen habe, berichtete der Sender am Dienstagabend.

Der Bericht basiere auf 27.000 Verhören von Taliban-Kämpfern und Al-Kaida-Mitgliedern. Demnach bleiben die Taliban weiter aggressiv. Sie könnten auf die Unterstützung weiter Teile der afghanischen Bevölkerung bauen. Pakistan wisse über den Aufenthaltsort führender Taliban bescheid.

"Nicht für die Öffentlichkeit bestimmt"

Der NATO-Bericht zeige erstmals auf, wie eng die Bande zwischen dem pakistanischen Geheimdienst ISI und den Taliban wirklich seien. Zuvor waren bereits französische Geheimdienstberichte bekanntgeworden, die zu ähnlichen Ergebnissen gekommen waren. Offiziell bestreitet die pakistanische Regierung jede Zusammenarbeit mit den Taliban.

In dem Bericht, den ein Nato-Sprecher gegenüber der BBC als "nicht für die Öffentlichkeit bestimmt" eingestuft hatte, wird auch dargelegt, wie stark afghanische Truppen und Polizeieinheiten mit den Aufständischen verflochten sind. Während der Einfluss des Terrornetzwerks Al-Kaida schwinde, steige der der Taliban immer weiter. Besonders dort, wo sich die Internationale Afghanistan Schutztruppe ISAF zurückziehe. (APA)

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