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Wien - FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache sieht sich als Opfer einer "parteipolitisch motivierten Schlammschlacht". Seine Aussagen zu "neuen Juden" und zur "Reichskristallnacht" beim Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) seien von einem Journalisten des STANDARD bewusst aus dem Zusammenhang gerissen worden, beklagte er am Dienstagabend in der "ZiB2".
Strache erklärte, der STANDARD-Redakteur habe "ein Privatgespräch belauscht" und Zitate "völlig verdreht und aus dem Zusammenhang gerissen". Das Wort "Reichskristallnacht" sei in "einem völlig anderen Zusammengang" gefallen. Weiters sei der Satz "Wir sind die neuen Juden" ein "Zitat von Jörg Haider, das wir dort diskutiert haben".
Haider kam nie vor
Diese Darstellung entspricht allerdings nicht den Tatsachen: Im persönlichen Gespräch Straches mit dem Autor fiel an diesem Abend in der Hofburg nie der Name Haider, es war auch zu keiner Zeit von einem Haider-Zitat die Rede. Dies kann eine Zeugin bestätigen, die von Anfang an an diesem Gespräch teilnahm; erst später kamen noch weitere Personen dazu.
Strache hat von sich aus, ohne vom Autor darauf angesprochen worden zu sein, von Angriffen auf Burschenschaftsbuden gesprochen und diese mit der "Reichskristallnacht" verglichen sowie den Satz formuliert: "Wir sind die neuen Juden." Der Autor kann und würde dies auch vor Gericht unter Eid bezeugen. Zu diesem Gespräch gibt es ein Gedächtnisprotokoll, das noch in derselben Nacht angefertigt wurde.
"In Geschichtsbüchern"
In der "ZiB2" erklärte Strache, von Moderator Armin Wolf auf mehrmalige Entgleisungen von FPÖ-Mandataren angesprochen: "Meine Partei hat mit Antisemitismus nichts zu tun. Ich habe doch Schlussstriche gezogen." Strache auf die Frage, warum er selbst immer wieder den Begriff "Reichskristallnacht" verwende, der von Opfern als verharmlosende Verhöhnung empfunden werde: "Das ist das, was uns immer wieder in den Geschichtsbüchern mitgeteilt wurde." Er habe dieses Wort "als einen entsetzlichen Begriff immer gehört und verurteilt".
Über die Aberkennung des Ordens
Bundespräsident Heinz Fischer habe ihn nicht einmal angerufen, bevor er die Verweigerung des Großen Goldenen Ehrenzeichen mit dem Stern bekanntgegeben habe, sagte Strache.
Vergleiche mit dem Nationalsozialismus hätten die Ball-Gegner getroffen, denn diese hätten die Gäste attackiert und etwa "Erschießt die Nazi-Schlampen!" gerufen. Das Pogrom von 1938 sei einzigartig, und "Wir sind die neuen Juden" sei ein Zitat des verstorbenen Ex-FPÖ-Chefs Jörg Haider, das bei dem Ball zur Sprache gekommen sei.
Dass die FPÖ in diesem Bereich klare Distanzierungen vermissen lasse, wies Strache zurück. Seine Partei habe mit Antisemitismus und Nationalsozialismus nichts zu tun. "Ich habe Schlussstriche gezogen", betonte der FPÖ-Obmann. Strache erwähnte dabei auch John Gudenus, der 2006 wegen Wiederbetätigung verurteilt wurde. Dieser war jedoch am WKR-Ball anwesend. (DER STANDARD, Printausgabe/APA/red, 1.2.2012)
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Sie haben begonnen an einem Gedenktag zu tanzen und überall gibt es nur Wirbel wo dieser unnötige Marktschreier mit seinem Ausländerhass auftritt!
Ohne Kickl ist er sowieso brotlos!
Man nimmt ihn ja nicht mehr ernst, der mölzer soll ja angeblich der Chef sein, er ist ja nur a puppet on the string gut bezahlt vom Steuerzahler!
Witz dass ganze!
Genieren muss man sich fürs eigene Vaterland überall in alle Länder wo man hinkommt!
Immer hat Österreich etwas damit zu tun!
Strache gibt ständig unfassbare Äußerungen von sich, jedoch kann man ihn damit schwer fassen.
Ich kann mich noch gut an den "Witz" erinnern, den er vor ein paar Jahren auf der Wiener Mariahilfer Str. von sich gegeben hat: "Was ist die Maul- und Klauenseuche? Wenn Asylanten arbeiten müssen, dann maulen sie, ansonsten klauen sie. "
Aber wie soll man ihn dafür anzeigen? Welcher Paragraph verbietet solche Äußerungen? Somit ist klar, dass man jede Gelegenheit nützt, um ihn vor Gericht zu zitieren.
aber den Begriff "Reichskristallnacht" habe ich auch noch im Geschichtsuntericht gelernt (Anfang 90er Jahre), aber sicher nicht in verharmlosenden oder herabwürdigenden Kontext. Wäre bei meiner Geschichtsprofessorin am Gym auch nicht denkbar gewesen, da sie eine bekennende Sozialistin/Kommunistin war, die ein sehr klares Geschichtsbild vermittelt hat.
Mittlerweile hat sich vielleicht die Diktion geändert - weisgot wie groß wurde das aber nicht publiziert (Anders bei Begriffen wie "neger" oder "zigeuner", die damals schon inkorrekt und beleidigend waren)
Also Robert Sedlaczek meinte heute, dass der Begriff eher ironisch verwendet wurde, ähnlich "Reichswasserleiche", das sich ja auch über die Nazidiktion lustig gemacht hat.
Die Nationalsozialisten hatten ja schließlich wohl kein Interesse daran, die Novemberpogrome staatlich angeordnet aussehen zu lassen. Und ein Präfix "Reich-" wäre da wohl nicht sehr hilfreich gewesen.
Also ich bin ja sonst ein überzeugter Strache Anhänger, wirklich wirklich, ehrlich, hab immer nur FPÖ gewählt und nie was anderes und hab bisher wirklich jede Handlung und Aussage Straches unterstützt, aber was er diesmal getan hat, ist wirklich wirklich furchtbar. Wie kann er mich nur so enttäuschen? Ab jetzt werde ich nie wieder die FPÖ wählen, obwohl ich ja sonst eigentlich wirklich und ehrlich ein überzeugter FPÖ Anhänger bin, weil die FPÖ die Partei der Freiheit und der Toleranz ist. Ich bin so enttäuscht, was soll ich nur machen???
Genauso glaubwürdig wie "Ich hab nie die FPÖ gewählt, aber man tut Strache unrecht!"
Das Fernsehinterview hat es mehr als deutlich ans Licht gebracht: Er lässt jegliche Souveränität und Gelassenheit vermissen, er redet sich gerne in Rage, unterbricht und läßt sein gegenüber nicht ausreden, er ist wehleidig, larmoyant und ohne Verantwortungsbewußtsein für sein Handeln, er ist in seiner eingeschränkten Sichtweise gefährlich und sieht immer die Fehler nur bei den Anderen.
Ehrlich: ein professioneller Politiker sieht anders aus.
Die "neuen Juden" mögen sich bitte Samstag um 10 Uhr mit Putzkübel und Schrubber im 1. Bezirk einfinden, zwecks Gehsteigreinigung. Wir bitten um zahlreiches freiwilliges Erscheinen. Ansonst müssen wir für die Zuhausegebliebenen die gleichen Motivationsmethoden anwenden wie damals ... sie verstehn schon.
...dass keineswegs jeder, der strache samt seinem gossenmobgelichter des rechtsextremen arischtums zeiht mit der mitgliedschaft in einer linkslinken oder sontwie auch immer gearteten "jagdgesellschaft" gebrandmarkt werden kann.
es gibt durchaus auch konservative, republikanisch und demokratisch in der wolle gewaschene mitbuerger wie meine kleinigkeit (also fernab jedes "linkslinken" waidmanntums), die fuer straches rechtsextremen, intoleranten, ausgrenzenden, feindbilder schaffenden, rassistischen, xenophoben, antisemitischen, antidemokratischen, antirepublikanischen, soziophoben gossenmob aehnlich unangenehm viel uebrig haben wie fuer kraetze: belästigte langeweile.
kraeul'n s' uns doch bitte kreuzweis obe.
danke.
dass sich so viele hochgestellte Persönlichkeiten, insbesondere aus der Wirtschaft, hinter dieser Ideologie verstecken und einen "nützlichen Idioten" (um es mit Lenins Worten zu sagen) die Dreckarbeit machen lassen.
Wenn es bisher noch nicht ganz klar war, aber spätestens seit ihrem Auftritt in der ZIB2 am Di Abend ist es offenkundig; sie sind wirklich der dü**ste Politiker den Österreich zur Zeit zu bieten hat.
Für eine Intelligenzbestie habe ich sie nie gehalten, aber für so DU** auch wieder nicht.
Sich mit den Medien anlegen, sich bei einer Verteidigung solch infamer Lügen zu bedienen,
sich wie ein Lausbua aus der Affäre ziehen wollen und nicht die Spur einer Entschuldigung für solch skandalöse Äußerungen zu finden.
Ein echter Staatsmann, ein Bundeskanzler,
- oder soll ich besser Reichskanzler sagen -
von Weltformat geht uns da verloren. SCHADE!?
Ein großes Kompliment bei dieser Gelegenheit an Herrn Wolf von der ZIB2, wie immer souverän.
Eigentlich ist es eh egal, ob ers gesagt hat und wie er es gesagt hat. Es wird immer an ihm hängen, egal was er tut. Selbst wenn Strache plötzlich (um es ganz unrealistisch zu sagen) ein Grüner werden würde und sich für die Ziele dieser einsetzen würde, würde das nichts ändern.
Traurig ist nur, dass es vermutlich Leute gibt, die tatsächlich so wie Strache denken ...
Eigentlich ist es eh egal, ob ers gesagt hat und wie er es gesagt hat. Es wird immer an ihm hängen, egal was er tut. Selbst wenn Strache plötzlich (um es ganz unrealistisch zu sagen) ein Grüner werden würde und sich für die Ziele dieser einsetzen würde, würde das nichts ändern.
Traurig ist nur, dass es vermutlich Leute gibt, die tatsächlich so wie Strache denken ...
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