Budgetsanierung stockt: "Dramatischer Appell" zu "eiserner Disziplin"

31. Jänner 2012, 18:37
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    foto: standard/cremer

    Blumen zum Geburtstag, aber keine (Spar-)Pakete - den Fortschritt der Koalitionsgespräche kommentierte Finanzministerin Fekter vielsagend wortlos.

Die Verhandlungen zwischen SPÖ und ÖVP kommen nicht voran

Die Brüsseler Entscheidungsfreude färbte nicht auf die Koalition ab. Frust mischt sich in die Kommentare zum Verlauf der Verhandlungen über die Budgetkonsolidierung. War unlängst noch von einem Abschluss Anfang Februar die Rede, wird nun das Monatsende angepeilt.

"Dramatisch" nannte Vizekanzler und ÖVP-Chef Michael Spindelegger den "Appell", den er nach dem Ministerrat am Dienstag "an alle" richtete: Es sei fünf vor 12, der EU-Fiskalpakt verlange "harte Umsetzungsmaßnahmen". Doch statt "eiserne Disziplin" zu zeigen, werde begonnen, die Ziele zu verwässern und das Florianiprinzip anzuwenden: Alle anderen sollen sparen - aber ich nicht. "Dass jemand außen vor bleibt, ist eine Illusion", sagt Spindelegger.

Vor allem in der ÖVP bezeichnet man die Lage als "verfahren". Bevor man mit einem steuerlastigen Budgetplan das Gesicht verliere, meinen einzelne Stimmen sogar, seien Neuwahlen das geringere Übel. Tief sitzen die Erfahrungen vom 2010 in Loipersdorf geschnürten Paket: Dort habe der damalige Parteichef Josef Pröll mit zu viel Nachgiebigkeit sein Image als Reformer verspielt.

Gelassener bewerten die Sozialdemokraten den Zwischenstand. Von "in manchen Punkten völlig unterschiedlichen Meinungen" berichtet Kanzler Werner Faymann, ebenso vom Abputzen auf andere - doch all das erlebe er in Verhandlungen nicht zum ersten Mal.

Auch die Hoffnung, die Schuldenbremse in der Verfassung unterzubringen, haben die Regierungsspitzen noch nicht aufgegeben. Der Fiskalpakt beinhalte zwar keine diesbezügliche Verpflichtung, sagt Faymann, er zähle aber nach wie vor auf ein Einlenken der Grünen, um dieses "Fundament" zu verankern. Bei jüngsten Gesprächen habe er allerdings "überhaupt keine Bereitschaft" zum Entgegenkommen bemerkt, ergänzte Spindelegger.

Die Signale deuten eher auf das Gegenteil hin. Der Fiskalpakt verschärfe mangels wachstumsbelebender Elemente die Krise, sagt die grüne Europasprecherin Ulrike Lunacek und kündigt eine Prüfung an, ob die in Brüssel beschlossenen Regeln und ihre Umsetzung auf nationaler Ebene überhaupt mit der heimischen Verfassung vereinbar seien.

Überdies plädieren die Grünen für ein Spar- und Steuerpaket, dessen Volumen mit 13 Milliarden über jenem der Regierung (zehn Milliarden) liegt - allerdings sollen drei Milliarden wieder in die Bildung und die Entlastung niederer Einkommen zurückfließen. Verwaltungsreformen bei Krankenkassen, Spitälern, Schulen und Pensionsversicherungen stehen Vermögens- und Ökosteuern gegenüber.

Kritik an der Regierung setzte es auch aus den eigenen Reihen. Staatssekretär Sebastian Kurz geißelte im Namen der Jungen ÖVP die Politik als feig, weil sie vor der nötigen Pensionsreform zurückschrecke. Väterliche Replik seines Parteichefs Spindelegger: "Sebastian Kurz ist ein junger Politiker, der halt auch einmal was sagen darf." (jo, DER STANDARD, Printausgabe, 1.2.2012)

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Nutze den Tag
01
Wir brauchen ein ENTLASTUNGSPAKET

Bundesrat, Landesgesetzgebungen, Bezirkakammern so lange ächten bis sie abgeschafft werden.
Pensionen über € 3.000.- Mittagstisch unter € 5 für Beamte,... streichen.
Alleine der verbilligte Mittagstisch für Beamte kostet dem Staat ca. €50.000 täglich.

luzifux eh
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was soll das ganze gemeckere?

anonym blogen?
das tut der ösi-seele gut.
da fühlen wir uns wohl.
aber aufstehen, einer , endlich einer, den "nassen fetzen" schwingen? hervorzutreten? oder ist die WUT nur biertischgehabe? habt ihr alle das schwänzchen schon wieder eingezgen wenn's aus dem anonymen internet herausgeht? salbadert weiter. keiner hört es.

luzifux eh
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alles könnten wir ertragen. aber die schottermitzi (seit jahrzehnten ausgewiesene finanzexpertin), das aber geht uns wider die natur.
bitte, heilige demokratie, zeig uns einen ausweg.

Phoenixx
 
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Was ist wichtiger?
Das Huhn oder das Ei?
Wenn das Dilemma so weitergeht ist für alle nichts mehr da.

gb12
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Der Kapitalismus frisst die Hand die ihn Füttert

Gerade der Erfolg, der sich auch in Monopolen zeige, bringe es jedoch mit sich, dass der Kapitalismus seine eigene soziale Struktur, die ihn schützt und stützt, immer wieder zerstört
Josef Schumpeter

luzifux eh
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der autokanibalismus. interessant.

luzifux eh
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der kapitalismus hat keine soziale struktur, hat er nie gehabt. er hat immer nur von sozialen strukturen, die zu schwach waren ( und weiterhin sind) gelebt.

th004900
 
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Schlecht ist der Arzt, wenn er nur die Symptome, nicht aber die Ursache der Krankheit behandelt. Das - meine ich - sollte doch auch für die Politik gelten.

luzifux eh
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die frage bleibt offen : kann der arzt die ursache der erkrankung überhaupt erkennen?

Finn McCool
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Was hat Spindi in letzter Zeit mit diesem "außen vor"?

Soll das Internationalität vorgaukeln? Fremdsprachenkenntnisse beweisen?

didi111
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Schon ein bisserl abgetreten, die Aussagen von Spindelegger..

Fordert er Bewegungen von allen Seiten und erklärt gleichzeitig landauf, landab, daß z.B. bei der Erbschaftssteuer nichts passieren darf.

Also WAS jetzt?

Bewegung von ALLEN oder nur Einlenken bei den Anderen?

Da kann sich der Spindi über die Häuser hauen.

Die SPÖ als stärkste Partei Österreichs MUSS auf jeden Fall die Interessen der arbeitenden Menschen vermehrt in die Verhandlungen mit der ÖVP, der Schutzpatronin der Steuerhinterzieher und Steuerbetrüger, einbringen.

Es kann doch nicht sein, daß bei den Bauern NUR
10 % Steuern zahlen und die Arbeitnehmer haben im internationalen Vergleich die höchsten Besteuerungen im Arbeitseinkommen.

Die Alternative - zu einer bockigen ÖVP -MUSS für die SPÖ Neuwahlen sein.

luzifux eh
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der spindi, als ritter von iregend so einem obskuren kreuzritterorden (noch ein wort gegen aufrechte deutsche,republikfreundliche burschenschafter) hat brav gedient, jetzt soll er aber gehen.
Oder wir brechen endlich die pfründe (privilegien) der heiligen römisch katholischen Kirche auf - im vergleich zu tagtäglich hart arbeitenden sonst. östereichern).
brechen wir endlich den einfluß der pfaffen (RKK) in diesem land, dann wird irgendwann einmal einer wieder vernünftig regieren können.
aber meine lieben arbeiter! laßt mir die bauern in frieden. die arbeiten (meine nicht landw. produktionsbetriebe) mehr als eure koll.vertr. 8 H pro tag. und wenn's wieder einmal schlecht kommt, wird dieses "völkchen" wieder der sogen. nährstand sein.

Mostbluzza
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prinzipiell

sind bauern als unternehmer einzustufen und nicht als arbeitnehmer.

somit sollten sie auch so besteuert werden.
ob da dann viel rauskommt weiss ich nicht, bei den oberen 10-20% sollte man natürlich reinlangen und jede förderung/subvention abstellen.

niemand muss ein gewinn bringendes forstgut, kloster oder grossunternehmen fördern.

ein faires, einfaches modell für arme, fleissige bauern wäre wichtig, denn die produktpreise sind halt im a***. aber man muss ihnen auch nicht luxus finanzieren, sondern ein mindesteinkommen und evtl. investitionsbeihilfen (traktoren, umbauten, etc).

das wars. was der anbaut, wieviel und wann und an wen verkauft oder ob er s verfaulen lässt oder selber isst .. er ist unternehmer und wirds besser wissen als eu

luzifux eh
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hast schon einmal eine mistgabel in der hand gehabt, schwätzer?

Standard deviation
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Wenn Sie meinen in der Landwirtschaft lasse sich so
einfach Geld verdienen, kann man Ihnen nur empfehlen, Grund zu pachten und Bauer zu werden.

Ohr O Pax
01
Nicht dass ich so ein großer Freund

von Kurz wäre, aber die Arroganz von Spindis Antwort muß man ich erst leisten können. Das wird ja nur noch getoppt von meinem Intimfeind Khol: Kann sein, daß die Jugend die Wähler von morgen sind, aber wir sind die Wähler heute!
Nur weiter so! Der Krug hat schon ordentliche Risse ....

luzifux eh
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balgen sie sich nicht einfach schon um die scherben?

fanta
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Man würde sich bei uns eine Expertenregierung wie in Italien wünschen - das derzeitige Personal ist maßlos überfordert und die Alternativen ein Graus!

Nadine Mayer
02
Liste der Schande

Wie Josef Cap gestern im Bürgerforum zugab, wird der Reformstau durch politische Blockierer verhindert, mit denen kein mehrheitsfähiger Konsens herzustellen ist. Herr Cap und Herr Kräuter: bitte veröfffentlicht eine "Liste der Schande", welche Politiker bzw. Funktionäre die vom Rechnungshof empfohlenen und längst fälligen Projekte vehindern. Dann kann jeder Bürger sich bei den jeweiligen Wahlen dafür erkenntlich zeigen und das feige, hinterhältige Agieren beenden.

kakaniengeist
04
mit dick und doof gibt es KEINE sinnvollen reformen in der alpenrepublik! und als *alternative* bietet sich die *braune* mimose bzw. der makaber-groteske *geschichte-clown* an! pfui teifel!!!

der eine muss die *schwerarbeiterInnen* (auch die im büro!) von öbb, über post bis zu den wiener gemeindedienerInnen, hinsichtlich ihres viel zu hohen pensionsantrittsalters, verteidigen.

und dem anderen ist es nicht erlaubt (Der GROSSE giebelkreuzler-BRUDER gibt die linie vor!) den *furchenadel* (copyright eav) steuerrechtlich ins 21. jh. zu bringen.

wer aus dem *mittelstand* die övp wählt, hat kein hirn oder masochistische lust am eigenen untergang!

Entfesselter Prometheus
05
Was wollen diese Clowns noch?

Die Regierung hat gestern dem ESM zugestimmt. Damit ist jedes weitere Budget Makulatur, da unbekannte Ausgaben naturgemäß nicht budgetiert werden können. Wird doch noch eines beschlossen, so ist es eine lächerliche Farce.

Die Regierung sollte nach dem gestrigen Entscheid zurücktreten, die nunmehrige Auflösung Österreichs bekanntgeben und alle Agenden an Brüssel übergeben.

Partei Günstling
01
Schafft ENDLICH dieses Parteigünstlings System ab. WARUM gibt es für BEAMTE kein Auswahlverfahren? Da KÖNNTET IHR Milliarden einsparen, ohne dass es JEMAND bemerkt?

Schafft endlich dieses korrupte Parteigünstlings System ab !!!
Warum dürfen nur die Verwandten und Arschkriecher von Politikern in den Genuß von bezahlten Beamten Schlafstunden kommen.
Ihr werdet es so weit treiben, dass wieder ein Gebäude am Ring brennt.

ich bin dagegen
01

frueher hat man solche politiker schlicht und einfach exekutiert.

BarbaBianco
 
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Sparen, warum nicht.

Als sicher Betroffener wäre ich mit mich treffenden Sparmaßnahmen nicht glücklich, aber man könnte mich überzeugen. Aber nur dann, wenn alle Beteiligten etwas dazu beitragen.

SCHWARZ ist schnell bereit auf die anderen zu deuten, wenn es um Sparvorschläge geht. Den eigenen Dunstkreis spart man da gerne aus. Das führt nicht zur verbesserten Glaubwürdigkeit dieser Partei.

Den hohen Steuersatz als Argument zu deuten, dass man am Steuerrad nicht drehen könne, ist ein Beispiel. Nur keine neuen Steuern. Gegen Beitragserhöhung oder neuen Gebühren, die vor allem das andere Klientel trifft, hat man weniger Bedenken.

Noch einmal, nichts gegen Beiträge aus meiner Ecke, aber alleine möchte ich nicht dastehen - daher fehlen mir die Vorschläge.

will_nix
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Bundesländer abschaffen

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