Justiz will Mensdorff-Pouilly anklagen

31. Jänner 2012, 18:53
  • Artikelbild
    foto: apa/neubauer

    Lobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly droht eine Anklage wegen Verdachts der Geldwäsche.

Staatsanwalt arbeitet an Anklage gegen Lobbyisten

Wien - Die Staatsanwaltschaft Wien hat nun alle Unterlagen beisammen und will die Causa des Waffenlobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly im nächsten halben Jahr zur Anklage bringen. Dieses Vorhaben bestätigt der Sprecher der Behörde, Thomas Vecsey, auf Anfrage des Standard. Die Vorwürfe, die die Justiz gegen Mensdorff-Pouilly erhebt: Geldwäsche, falsche Zeugenaussage vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Thema Eurofighter im Jahr 2007 sowie Fälschung eines Beweismittels. Der Lobbyist, der mit der ehemaligen ÖVP-Politikerin und jetzigen Beraterin Maria Rauch-Kallat verheiratet ist, bestreitet die Vorwürfe und der Standard betont, dass die Unschuldsvermutung gilt.

Die Justiz wirft dem schillernden Lobbyisten und Jagdveranstalter mit Wohnsitz am burgenländischen Schloss Luising vor, über (komplizierte) Umwege rund 14 Millionen Euro vom Rüstungskonzern British Aerospace (BAE Systems; stellt Saab-Gripen her) kassiert zu haben. Die österreichische Justiz ermittelt seit 2007. Ende Februar 2009 saß Mensdorff-Pouilly für einen Monat in Wien in U-Haft. Verzögert hat sich das Verfahren, nachdem US-Justiz und britische Antikorruptionsbehörde Serious Fraud Office (SFO) gegen BAE ermittelt hatten. Im Februar 2010 schloss der Rüstungskonzern aber einen Deal: Er kaufte sich mit rund 328 Mio. Euro frei, die Briten stellten ihr Korruptionsverfahren gegen Mensdorff-Pouilly ein; für seine U-Haft in London bekam er eine Entschädigung.

Mit seinen Anträgen, auch das hiesige Verfahren einzustellen, ist der Beschuldigte gescheitert. Nach eineinhalb Jahren sind nun die britischen Akten in Wien gelandet, nach mehr als zwei Jahren die beschlagnahmten Dokumente aus Liechtenstein. Auf dortigen Konten endeten viele der inkriminierten Geldströme - die meisten durch Barabhebungen. 2008 wurden die Konten glattgestellt. Sollte sich der Geldwäscheverdacht erhärten, drohen dem Lobbyisten bis zu fünf Jahre Haft. (gra, DER STANDARD, Printausgabe, 1.2.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 183
1 2 3 4 5
Wir sind die Guten!!
00
diese sozialistische neidgesellschaft wird noch alle leistungsträger aus österreich vergraulen!

aries2412
00
18.2.2012, 21:36
Ali-Baba

Graf Ali wird schon eine beglaubigte Geschichte seiner großen Tochter auftischen. So nach dem Motto "Ich bin ja der Ali-Baba und gehöre nicht zu den 40 Räubern!"

Braunes Österreich Du bist in Gefahr!
00
17.2.2012, 19:47
Brav!

Mr. Spock (der echte)
00
15.2.2012, 16:09

Ach, die schwarz-verseuchte Justiz in Oesterreich wird die Anklage schoen einschlafen lassen ...

King of Cowards
01
"Justiz will Mensdorff-Pouilly anklagen"

Diesen Satz hat der Graf gelesen und danach ist das obige Foto gemacht worden.

Wir sind die Guten!!
00
habe ich mir auch gedacht! über die beabsichtigte anklage amüsiert sich der königlich!

carbonara
00
Korruptes Gesindel !!

Solange dieser Typ nicht hinter Schloss und Riegel kommt, glaube ich nicht an eine unabhängige Justiz in Österreich.

Waran
00
Und ich will

ein Gulasch mit einem Krügerl!

verteilerkreis
00
Die Artikelüberschrift

- gab es die nicht schon vor drei oder vier Jahren?

NicoPelikan
00
guter Anfang, hoffentlich kommt hier mehr raus als beim KHG

fredi 1990
00
ist es nicht strafe genug, wenn er jetzt den diplomaten-pass abgeben muss?

jetzt muss er sich mit seiner frau beim zoll anstellen und dann will der vielleicht auch noch was kontrollieren!

das ist doch strafe genug!

Almi66
14
Ein guter Tag beginnt mit einem verknackten Grafen!

G.Schamski
01

Auf dortigen Konten endeten viele der inkriminierten Geldströme - die meisten durch Barabhebungen.

...evtl. abgehoben von einer schwiegermutter?

Michaela Gabriel
02
ich trau mich wetten, dass der nicht in den kanst kommt!

Dyl. Dog
 
00

"Ende Februar 2009 saß Mensdorff-Pouilly für einen Monat in Wien in U-Haft."

Wette verloren.

arrigo boito
00
Dein Wettangebot mit

100% Gewinnchance für Dich ist ganz, ganz unfair.
Wie sind die KHG-Wett-Quoten?

IchHabeImmerRecht
00

Das wird aber noch dauern, da ich annehme, dass die Unterlagen aus London erst übersetzt werden müssen. Die Liechtensteiner werden auch nichts in Deutsch liefern.

TheLaw
04
Einer MUSS aber wer soll in den Knast. Rotes Stricherl Grasser - grünes Stricherl der dicke Graf.

sonne-licht
 
01
alle beide sollen untersucht werden

und wenns zur verurteilung kommt, kann ich wieder der justiz vertrauen schenken bzw. der politik und der angehängten klientel!

vorher gilt wie immer die uv (strahlung)!

Selbständiger
112
Millionen im dreistelligen Bereich, bei nur einem einzigen Deal.

Wenn das Volk die korrupten Politiker mit ihren willfährigen Beamtenerfüllungsgehilfen samt vertuschender Justiz zum Teufel jagen würde, bräuchten wir keine neue Steuern und Reduktionen im Sozialbereich. Dann wären schlagartig Milliarden übrig, dass sich diese Verbrecher in die eigenen Taschen stecken.

So lange das Dummvolk dabei untätig zusieht ( und diese Verbrecher sogar noch wählt), ist es am Bankrott selber mit Schuld.

libera
01

wie er sich schon freut auf die schwedischen gardinen...

Arco Piloto
06
Schwedische Gardinen

Für 14 Millionen Euro (= 192 Mio Schilling) geh ich auch gern 5 Jahre sitzen.

sledgehammer44
00

5jahre maximal, 2,5 bei guter führung. am schluss kriegt er e-fussfessel...
und vermutlich weniger, wenn er seine steuerschuld - vermutlich einen bruchteil des tatsächlichen werts - "wiedergutmacht".

Die Gezeichneten
80

Sorry, aber was haben die Feststellungen, dass Herr M.-P. Jagdveranstalter mit Wohnsitz am burgenländischen Schloss Luising ist, mit dem Sachverhalt zu tun? Polemik?

Wir sind die Guten!!
00
vielleicht hat er das geld dafür doch nicht ererbt, sondern vielmehr von uns?

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 183
1 2 3 4 5

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.