ÖVP besteht auf attraktiverem Präsenzdienst

31. Jänner 2012, 17:53

Angesichts sinkender Rekrutenzahlen hält Wehrsprecher Klikovits Minister Darabos Versäumnisse vor

Wien - Angesichts der schrumpfenden Zahl an Grundwehrdienern geht der koalitionäre Streit weiter, was nun mit der Wehrpflicht zu tun ist: Während sich Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) bestätigt fühlt, dass ohnehin die Zeit für ihn arbeitet, um ein Berufsheer einzuführen, pocht ÖVP-Wehrsprecher Oswald Klikovits darauf, dass der Grundwehrdienst zu attraktivieren sei: "Es wäre in Darabos' Hand gewesen, den Präsenzdienst grundlegend zu reformieren."

Wie der STANDARD berichtete, sinkt nach Berechnungen der Sektion IV des Verteidigungsministeriums aufgrund geburtenschwacher Jahrgänge in den kommenden Jahren die Zahl der Stellungspflichtigen. Heuer müssen 45.000 junge Männer zur Musterung, 2017 nur mehr 38.000. Das Bundesheer hat derzeit jährlich einen Bedarf an 21.800 Präsenzdienern. Aber: Die ministerielle Prognose geht auch davon aus, dass sich rund 35 Prozent der Tauglichen weiterhin für den Zivildienst entscheiden und dass 15 Prozent als untauglich eingestuft werden. Klikovits hält jedenfalls zu den leicht steigenden Zivildienerzahlen fest, dass Darabos "sein eigenes Versagen" kritisiere: "Grundwehrdiener sollten eine sinnvolle Ausbildung erhalten, von der sie nachhaltig profitieren."

Doch stattdessen verstärke Darabos "das Bild vom Chaos", denn: Einserseits verschweige der Minister die Beteiligung von 60 Grundwehrdienern an wichtigen Einsätzen wie unlängst nach den Lawinenabgängen in Vorarlberg und Tirol. Andererseits berufe Darabos derzeit junge Männer, die etwas früher abrüsten durften, zum Nachdienen ein - wie etwa auch Klikovits' Sohn. Der ÖVP-Mann, empört: "Statt sinnlose Pilotprojekte durchzuführen, sollte Darabos an den Verhandlungstisch zurückkehren." (Nina Weißensteiner, DER STANDARD, Printausgabe, 1.2.2012)

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visio551
11
Versäumnisse bei Zeitsoldaten - Pension

Der ÖVP Wehrsprecher sollten sich um die Probleme anl. der Pensionanpassungen, bzw. Anrechnungszeiten der Zeitsoldaten zur Pension kümmern, dass würen ware und akute Probleme. Kaum ein ehemaliger Zeitsoldat weiß, dass er mit den neunen Pensionsregelungen bis 7o Jahre und mehr arbeiten muss! Maximale Anrechnung der Zeiten als Pension bei einer Leistung als Zeitsoldat von 10 Jahren sind nur 30 MONATE! Da werden nun alle ehemaligen Zeitsoldaten zu MINDESTPENSIONISTEN! War dass wirklich so gewollt, dass man tausenden Zeitsoldaten um ihre Pension bringt, dass Problem kommt auf die Politiker zu wenn die ersten in die Pension gehen - beschmend für eine Regierung dieses Problem nicht erkennen zu wollen - keine einzige Partei interessiert dies!!!

denke
20
12.2.2012, 08:08

Rekruten nicht mehr als Gratisarbeiter z.B. für Bälle mißbrauchen

Prof. Alois
 
01
16.3.2012, 22:05
Genau das ist der Plan der ÖVP

funkenschuster
23
Jeder redet immer von Berufsheer

Ich bin sicher kein Darabos Freund aber dieses Unding Wehrpflicht gehört schon lange auf den Misthaufen der Geschichte. Wer allerdings glaubt Berufsheer ist gut weil billiger, der irrt.

Unser Bunderheer ist eine Lachnummer weil das Geld fehlt und auch die Motivation. Wichtiger wäre zu entscheiden ob wir uns überhaupt ein richtiger Heer leisten wollen. Ich sage entweder richtig oder gar nicht. Unser Heer ist weder Fleisch noch Fisch. Ob mit oder ohne Wehrpflicht.

Prof. Alois
 
12
24.2.2012, 20:06
Stimmt so nicht

Unser Heer ist besser als es der Österreicher sehen will. Heere sind dann gut, wenn besser als die der anderen. Das ist in Österreich der Fall. Wir kennen halt nicht die Heere der anderen. Gerade einmal bei internationalen Einsätzen stellt sich heraus wie gut wir sind. Dagegen stinkt so manche Berufsarmee ordentlich ab.

funkenschuster
22
24.2.2012, 22:26
Ich hab da so meine Erfahrungen

Se werden es nicht glauben aber ich machte das BH und war auch im Auslandseinsatz. Ist zwar schon ein Weilchen her aber die Erinnerungen sind nicht verblasst.

Ich hatte im Ausland Gelegenheit mir andere Armeen sehr genau anzuschauen. War in meiner Funktion notwendig. Ganz ehrlich. Im Vergleich mit der Armee des Gastlandes war das BH gar nicht einmal soooo schlecht. Aber im Vergleich mit anderen, modernen Armeen schauten wir immer sehr blass aus.

Das Problem ist aber nicht das BH selbst. Das echte Problem ist der Amtsschimmel der fröhliche Urständ feiert.

Deix sagte einmal dass bei uns die Sovjets niemals einfallen können weil sie erstens vor der Bürokratie kapitulieren müsste und zweitens die Invasionssteuer nicht zahlen können.

Prof. Alois
 
13
25.2.2012, 13:20
Wer "funkenschuster" heißt, wird wohl einschlägige Erfahrungen haben

Ich selbst war nie im Auslandseinsatz, war aber lange Milizoffizier. Ich kenne deshalb allerlei glaubwürdige Erzählungen. Dass bei uns der Amtsschimmel wiehert, bevor was passiert und meisten auch dann, wenn gar nichts passiert, ist bekannt. Darüber schütteln sie bei anderen Armeen den ganzen Tag den Kopf. Dass wir ausrüstungstechnisch mit anderen nicht mitkommen, ist auch klar. Ausbildungsmäßig sind wir aber mehr als nur ok.

funkenschuster
41
25.2.2012, 14:30
Namen sind Schall und Rauch

Ihrer nicht, Herr Professor?

Mir war klar dass ich mit dem Posting der österreichischen Beamtenarmee auf die Zehen trete. Den Groll werde ich wohl ertragen müssen.

Das OEBH kann in keiner Weise im Spitzenfeld mit marschieren. Noch nicht einmal bei der Bürokratie (da gibt's wesentlich ärgere Betonschädel) und auch nicht beim Filz (was ich da schon gesehen habe, oje, oje).

Ich bin fuer Abschaffung des BH und Schaffung einer Katastrophen Einsatztruppe die allerdings vollkommen neu strukturiert werden sollte. Sie sind dagegen. Das ist OK. Das ist Demokratie.

Prof. Alois
 
23
28.2.2012, 20:07
Dann eben genauer

Wer sich Funkenschuster nennt, der outet sich als (ehemaliger) Funker beim Heer.

Ich k enne keinen Fernmeldesoldaten, der so tiefe Einblicke hätte, um das Heer als ganzes aus eigener Erfahrung bewerten zu können.

Die Bewertung des Heeres aus einer sehr begrenzten Wahrnehmung heraus ist aber in Österreich und vor allem auch in diesem Forum üblich.

funkenschuster
50
28.2.2012, 21:33
De Freiheit gestehe ich Ihnen durchaus zu

Nochmal. Ich habe kein Problem mit Ihrer Meinung. Ich habe nur eine andere. Und die tu ich Kund.

Meine Pseudonyme sind übrigens reine Kustgriffe und lassen keinerlei Schlüsse auf Dinge in meinem Leben zu sonst wären sie keine guten Pseudonyme.

Also noch einmal, zum mitschreiben. Das sich das System wehren wird muss jedem klar denken Menschen klar sein. Wer schiesst sich schon gern ins eigene Bein. Das ändert aber nichts an der grundsätzlichen Frage ob es für Österreich Sinn macht ein volles BH zu unterhalten.

Ich denke nicht aber wahrscheinlich stehe ich da gegen eine Mehrheit und so wichtig als das ich deswegen auswandere ist mir die Sache nicht. Deswegen habe ich trotzdem meine Meinung.

Prof. Alois
 
12
29.2.2012, 21:00
Ihre Fragestellung ist gut

Warum soll Österreich ein Heer unterhalten? Da gibt es Argumente dafür und dagegen.
Wäre schon, wenn sich endlich die Argumente matchen würden und nicht die Vorurteile.

Meiner bescheidenen Erfahrung nach finden sich aber in Österreich nur zwei Sorten an Diskussionspartnern (leider die Medienszene eingeschlossen): Pazifisten, denen die Wehrlosigkeit unreflektiert zur Religion wurde. Oder welche, die einmal beim Heer waren und individuell schlechte Erfahrungen machten. Ohne jeden Überblick.

funkenschuster
21
Pazifist bin ich keiner

Ich mach nur gern Dinge richtig. Ich bin nicht gegen ein BH per se aber wenn schon dann richtig. Heute ist das BH nur noch eine Versorgposition von Beamten. Die chten Funktionen wurden schon vor Jahrzehnten verloren. Dafuer gutes Geld beim Fenster rauszuwerfen stoert mich.

Ich hab beim BH auch keine sonderlich schlechte Individualerfahrung gemacht allerdings auch keine Gute. ich hab nur damals schon bemerkt wie ungemein wichtig Buerokratie war und wie unwichtig doch die ureigensten Funktionen einer Armee waren. Fuer sowas moechte ich nicht zahlen.

Es gibt natuerlich Individualausnahmen aber die gibt es im schlimmsten Filz. Ist toll aber reicht bei weitem nicht.

Prof. Alois
 
12
Genau da setze ich an

Bei vielen anderen Armeen gehts noch viel ärger zu. Militär lebt aber vom Vergleich.
Ich glaube schon, dass es bisher gelungen ist vor allem eine hohe taktische Führungskultur zu halten. Wenn man sich ansieht, wie NATO-Armeen mit Aktenordnern anrücken und versuchen mittels genormter Checklist Krieg zu führen, dann kriegt man Sehnsucht nach der bei uns üblichen Beurteilung der Lage, die irgendwann in einem Entschluss mündet.

Es ist lange her, aber ich kann mich gut erinnern, einmal als Milizoffizier gerlernt zu haben wie man mit einem luftverlasteten Bataillon taktisch umgeht. Ohne dass damals das Bundesheer die Mittel gehabt hätte ein Bataillon in die Luft zu bekommen - zumindest nicht in einem Lift.

Prof. Alois
 
12
29.2.2012, 20:54
Es ist mir immer wieder eine Freude, wenn sich welche bereit finden eigene Meinung zu haben und andere auch anzuerkennen. Das ist in diesem Forum alles andere als selbstverständlich

Ich poste nur deshalb nicht unter meinem Klarnamen, weil ich nicht gegoogelt werden will. Zumindest solange nicht die Systematik von Google öffentlich und damit nachvollziehbar ist. Mein Klarname ist also im Hintergrund abrufbar. Sie müssen nur das richtige Kastel anklicken. Folglich ist mein nick auch nicht sonderlich verheimlichend.

Meiner Meinung nach müsste jeder Poster mit seinem Namen posten, wenn keine Not besteht, dass ein Outing zu Gefahr an Leib und Leben führt.

Es ist in unserem Land unüblich, als Mensch seine eigene Meinung zu sagen, wenn man sich nicht in einem größeren Ganzen eingebettet weiß. Das wird bei uns in der Familie und in der Schule noch nicht gelehrt und noch nicht gelernt.

funkenschuster
21
Stimmt absolut

Zivilcourage ist keine unserer Staerken. Gefahr fuer Leib und Leben besteht bei mir nicht aber einige meiner ehemaligen Mitarbeiter muessten nachteile befuerchten also mach ich es lieber so. Wenn dioese auch nicht mehr mit mir zusammen arbeiten so haben sie mir auch nichts getan dass sie wegen meiner Meinungen dann von ihren Vorgesetzen gemobbt oder schlimmer werden.

Wie gesagt, ich habe mit den betonierern in Oesterreich meine ganz individuellen Erfahrungen.

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13

Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen ist unpopulär, das Wort Pflicht sowieso.
Umso wichtiger dieser bedenklichen Entwicklung Widerstand zu leisten.
Landesverteidigung geht alle an und kann somit nur Sache des gesamten Volkes sein.

Prof. Alois
 
12
28.2.2012, 20:19
Sie haben völlig recht

Pseudopazifismus hat es bei uns geschafft, dass jede kriegerische Handlung und das zugehörige Personal, Soldaten genannt, immer böse ist. Egal wie böse das zu bekämpfende daherkommt.
Somit kann sich jeder Zivildiener als Lichtgestalt sehen, die Gewalt ablehnt.

Und das in einem land, wo DAS BÖSE an sich, also der Nationalsozialismus ausschließlich durch militärische Gewalt beseitigt wurde.

Walter Kaiser.
20
Leichte Mädchen und Alkohol ohne Ende ...

... für Soldatinnen: Leichte Buben anstelle der leichten Mädchen.

tablespace65
00
Gratis Gulasch und Bier an jedem Wochenende bis zum Umfallen...

Saurer Zivi
32
Der ÖVP sollte man bei diesem Theman jedes Mal ein Pflicht-Täfelchen zeigen:

"Zwangsdienst = gewaltige Leistungsminderung"

Wer für Leistung in der Gesellschaft eintritt, muss uneingeschränkt das Prinzip der Freiwilligkeit hochhalten.

Das Rote Kreuz hat das weltweit als ein Grundprinzip in den Statuten.

Die einzige - beschämende - Ausnahme sind tatsächlich die österreichischen RK-Zivildienstleistenden (ZDL).

Prof. Alois
 
01
25.2.2012, 13:23
Wie kommen Sie auf die Idee

dass das, was Sie "Zwangsdienst" nennen, schlechtere Qualität liefert. Alle Vergleichserfahrungen mit anderen Armeen sprechen eine ganz andere Sprache.

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01

Gute Idee.
Spenden statt Steuern.

Waran
25

Was man vielleicht Darabos vorwerfen kann ist, dass es diesen Grundwehrdienst noch immer gibt.
Wobei ich aber denke, dass daran die ÖVP zu 100 % die Schuld trägt!

Prof. Alois
 
13
25.2.2012, 13:30
Das ist zweifach falsch

Die ÖVP ist weder für Wehrpflicht noch für Berufsheer. Wenn die Randbedingungen stimmen, dann gibt es in der ÖVP für beide Ansätze etwa genausoviele Anhänger. Die ÖVP ist aber jedenfalls gegen völlige Wehrlosmachung des Bundesheeres. Darabos macht Österreich wehrlos.

Zum zweiten ist ihr Ansatz falsch, weil es ihm an Ehrlichkeit mangelt: Entweder sagen: Schaffen wir das Heer ab und tragen wir die Folgen (Die wollen Sie nicht tragen, glauben Sie mir) oder beschäftigen wir uns damit, wie ein sinnvolles Heer ausshhen kann.
Durch die Hintertür das Heer abschaffen indem man es impotent macht, um danach zu sagen: Die können ja eh nichts bewirken, ist politisches Foulspiel.

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