Vor dem Börsengang

Facebook baut Werbemacht aus

31. Jänner 2012, 16:41

Bei grafischen Anzeigen Marktanteil vor Yahoo, Microsoft und Google

Kurz vor dem erwarteten Börsengang präsentiert sich Facebook in Bestform. Nach Daten des Marktforschers ComScore sind die überlebenswichtigen Werbeeinnahmen im vergangenen Jahr kräftig gesprudelt. Facebook hat demnach seinen Anteil an den grafischen Anzeigen im US-Markt von 21 auf 28 Prozent erhöht. Der nächstgrößere Anbieter Yahoo stagnierte dagegen bei rund 11 Prozent; Microsoft und Google dümpelten bei unter 5 Prozent.

800 Millionen Mitglieder

Facebook ist angesichts seiner inzwischen mehr als 800 Millionen Mitglieder zu einer Macht im Online-Werbegeschäft aufgestiegen. Je öfter und je länger die Nutzer bei dem weltgrößten sozialen Netzwerk verharren, desto mehr klingelt die Kasse bei Facebook. Ein detaillierter Einblick in die Geschäftszahlen dürfte ab diesem Mittwoch möglich sein. Es wird erwartet, dass Facebook dann seinen Börsenprospekt veröffentlicht. Das wäre der erste Schritt zum Gang aufs Parkett. Der Börsengang selbst dürfte im Sommer anstehen.

100 Mrd. Dollar

US-Medien gehen davon aus, dass Facebook dann mit 75 bis 100 Mrd. Dollar bewertet wird (bis zu 75,9 Mrd. Euro). Damit würde der Senkrechtstarter vom Firmenwert her in einer Liga mit dem Autokonzern VW oder dem Industriemulti Siemens spielen. In einem ersten Schritt könnten Aktien im Wert von 10 Mrd. Dollar an Investoren verkauft werden. Das von Mark Zuckerberg gegründete Unternehmen würde damit einen der größten Börsengänge aller Zeiten hinlegen. (APA)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.