Akte Grasser

KHGs Schwiegermutter­geschichte widerlegt

31. Jänner 2012, 16:31

Zwei Berichte belasten den Ex-Finanzminister, seine Treuhänder und einen Meinl-Manager - Die Herkunft der 570.000 Euro bleibt ungeklärt

Wien - Die Wiener Wochenzeitung "Falter" veröffentlicht in ihrer am Mittwoch erscheinenden Ausgabe die Ergebnisse der Kontenöffnungen in der Causa Grasser. Zwei geheime Berichte der "Soko Constantia" belasten demnach den Ex-Finanzminister, seine Treuhänder sowie einen Meinl-Manager massiv.

Wie die Polizei nach umfangreichen Ermittlungen feststellt habe, konnte Karl-Heinz Grasser die Herkunft von rund 570.000 Euro, die angeblich von seiner Schwiegermutter stammen und angeblich von ihm auf ein Konto der Treuhandgesellschaft Ferint AG einbezahlt wurden, nicht aufklären.

Die Polizei gehe mit Grasser erstaunlich hart ins Gericht, so die Wochenzeitung: Grassers Aussagen seien "größtenteils realitätsfremd und stimmen mit dem Erhebungsergebnis nicht überein". Grasser versuche sich mit falschen Angaben über sein Vermögen "der strafrechtlichen Verfolgung zu entziehen". Grasser sei etwa mehrere Male aufgefordert worden, Originale von angeblichen Treuhandverträgen mit seiner Schwiegermutter vorzulegen, da der Verdacht der Fälschung seiner Unterschrift im Raum steht. Doch das sei nicht geschehen. "Es besteht daher der Verdacht", so die Polizei, "dass der Vertrag nachträglich angefertigt wurde, um die Einzahlungen auf das Konto bei der Ferint AG durch Mag. Karl-Heinz Grasser so darzustellen, als würde das Geld von seiner Schwiegermutter Marina Giori-Lotha stammen." Weiters bestehe der Verdacht, dass Grasser Originalverträge nur deshalb nicht vorlegt, "um eine kriminaltechnische Untersuchung des Dokuments" zu verhindern.

Die Schwiegermutter und ihre Rolle

Fazit der Polizei: "Mag. Grasser verfügte als Finanzminister der Republik Österreich jedenfalls nicht über ein solches Einkommen, welches Einzahlungen in dieser Höhe plausibel machen würde." Es sei "weder die Herkunft noch der wirtschaftliche Hintergrund der Einzahlungen in der Gesamthöhe von 570.000 Euro, welche Mag. Karl-Heinz Grasser zuzuordnen sind", geklärt. Die Erklärung, das Geld stamme von der Schwiegermutter, ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft "widerlegt" und diene bloß dazu, "die wirtschaftliche Berechtigung des Mag. Karl-Heinz Grasser geheim zu halten". Es bestehe der Verdacht, dass es sich bei dem Geld um Schmiergeld handle.

Das Bundeskriminalamt ordnet Grasser bekanntermaßen drei Konten und zwei Treuhandfirmen zu. Er sei wirtschaftlicher Berechtigter eines Kontos, das Walter Meischberger für Grasser treuhänderisch halten soll, sowie der Konten der Treuhandgesellschaften Ferint AG und Mandarin. Bereits im Jahr 2001 sei auf ein Konto, das Grasser zugeordnet wird, alljährlich Geld geflossen. Alle Beschuldigten weisen die Vorwürfe der Polizei zurück.

Wie der "Falter" weiters berichtet, wird nun auch gegen den Meinl-Vorstand Günter Weiß und Grassers Treuhänder Heinrich Schwägler ermittelt. Weiß soll Grasser in puncto Schwiegermuttergeld durch eine falsche Zeugenaussage gedeckt haben, so der Vorwurf. Auch Schwägler soll falsch ausgesagt haben. Die Meinl Bank weist die Vorwürfe zurück. Schwägler war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Wirtschaftspolizei wurde am Ferint-AG-Konto übrigens auch in anderer Sache fündig, heißt es in dem Bericht. Sie entdeckte dort 13 Millionen Euro, die angeblich der Mutter des Grasser-Treuhänders Schwägler gehören sollen. In Wahrheit, so die Wirtschaftspolizei, seien die Millionen aber dem Bankier Julius Meinl zuzuordnen. Die Meinl Bank bestätigt, dass sie das Ferint-Konto treuhänderisch für einen Immobiliendeal benützte. (red, derStandard.at, 31.1.2012)

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tanteauguri
10
Gerechtigkeit für Dr. Grasser!

Dr. Grasser hat immer glaubwürdig alle Verleumdungen der Linkslinken dementiert. Dass sich jetzt die eigene Familie gegen ihn stellt, obwohl er mit seinem Veranagubgsgeschick das Familienvermögen vermehren konnte, beweist, wie dem Mann übel mitgespielt wird.

directinfluence
01
Ich steuer da mal 50l Bier bei falls es tatsächlich so kommen sollte.

Daran glauben kann ich aber noch immer nicht so wirklich...

die nette Schlaftablette
00
und wieder einmal ist es so weit:

krass, krasser, grasser!

Mostbluzza
01
es gilt der generalverdacht

http://www.ecowin.at/Land_der_... backId]=26

mehr ist dazu nicht zu sagen:

Dieses Buch ist eine Anklage. Und es gilt der Generalverdacht.
Polizei und Staatsanwaltschaften sind personalschwach, abhängig und stark politisiert, es gibt keine Anti-Korruptionsprogramme der Regierung, politische Unterstützung kann zu einer Beschleunigung von Karrieren in Justiz und Exekutive führen, persönliche Freunde werden ohne Qualifikation in höchste Ämter gehievt, selbst Minister verschaffen sich finanzielle Vorteile, Politiker entziehen sich geschickt und schamlos der Strafverfolgung durch Behörden, die Bürger eines Landes werden systematisch bestohlen, kein Sektor ist immun.

dr. kokos
 
01

in anderen worten: österreich ist eine bananenrepublik!

an skandinavischer ethik in politik und öffentlicher verwaltung sind wir kaum näher dran als honduras und guatemala.

Zivilgeselle
00
Österreich züchtet Korruption

In dem von der OECD als "Korruptionsoase" bezeichnetem Land wird Korruption gezüchtet:

In allen wichtigen Kontrollfunktionen sitzen Parteigünstlinge, die wegschauen, wenn Parteifreunde, Koalitionsbrüder oder potentielle Kooperationspartner Korruption betreiben.

Diese korrupte Kontrollkultur ist der ideale Nährboden für systematische Formen der Korruption, über die wir tagtäglich berichtet bekommen und durch die wir tagtäglich geschädigt werden.

Mostbluzza
00
bei uns stinkt der fisch vom kopfe her

unten, bei den beamten, den kleinen leuten, wurde es immer besser, sprich moralischer.

oben das system zerfällt in dekadenz, gier und korruption.

es gibt keine:
abgeordneten transparenz
weisungsfreie strafverfolgung
keine parteienfinanzierungsgesetze
keine lobbyinggesetze
dubiose presseförderungen usw usw.

vorhandene gesetze umgehen mehr, als sie zutage bringen und sind nur feigenblätter auf 3welt niveau sagen halt die internat. beobachter von TI und GRECO usw.

das übel steckt im system des proporzes usv von spövp (die anderen sind um nix besser).
alles was vorhanden ist

ewiger Zahler
03
eins ist fix ...

wenn ein Normalsterblicher von Polizei oder Staatsanwaltschaft angeforderte Unterlagen nicht vorlegt, geht der schneller in Beugehaft als er "njet" sagen kann.

Kann mir wirklich mal wer ganz konkret sagen, warum diese Fönwelle auf 2 Beinen noch immer nicht sitzt? Warum nicht sämtliche Konten eingefroren, sämtliche Aktenmappen und Rechner beschlagnahmt und sämtliche Büroräumlichkeiten versiegelt sind? Wie lange hatte der jetzt Zeit, Verträge rück zu datieren und belastendes Material verschwinden zu lassen?

So langsam wandelt sich mein Unverständnis in blanke Wut

Walter Kaiser.
00
Da geht man nicht in Beugehaft, es wird einem bloss nicht geglaubt dass diese Unterlagen existieren.

Mit allen Konsequenzen ...

In diesem Fall bedeutet das, dass es nicht glaubhaft ist, dass dieser Vertrag existiert und dass daher angenommen werden muss, dass das KHGs Geld ist. Wenns aber sein Geld ist, wird die Herkunft zu überprüfen sein: Und genau das ist es, was wahrscheinlich im Moment auch passiert.

Mostbluzza
01
er schweigt und geniesst

wenn er singen würde wie ein vogerl zerreissts die republik.

so einfach ist das.

Turne
02
Computer beschlagnahmt

Die Computer von Herrn KHG wurden deshalb nicht beschlagnahmt, weil darauf bekanntlich die Hausübung vom Sohn ist.

Allen Zweiflern möchte ich als Jurist Folgendes mitteilen. In den letzten Jahren war auch meine Skepsis groos, aber mit den nun aufgetauchten Vorwürfen, gibt es unbedingte Haftstrafe für Herrn Grasser...

Und am Tag der Verurteilung gibt es eine Riesenparty

Vertraut mir

Is.no.gud
00
Ich hoffe Du hast recht

Was denkst du, inwieweit er den Schüssel reinreiten kann und er nur dewegen noch nicht sitzt?

Ken Baumgartner
00
Ihr Wort in Gottes Ohr

solodiver
00

ersetze "Gottes" durch "Justitias"...

ich nicht
01
ich mag KHG nicht, aber die überschrift von einer widerlegten behauptung ist einfach nicht wahr.

Gianni Tremato
00
Egal. War´s halt €-Beratung.

Gianni Tremato
00
Nichts ist widerlegt.

werauchimmer1
 
11
Liebe Staatsanwaltschaft!

Als Bürger und Steuerzahler dieses Landes verlange ich, dass endlich mit gleichem Maß gemessen wird.
Wann gibt es endlich einen Haftbefehl gegen Minister a.D. Karl Heinz Grasser?
Wie viele Leute sitzen wegen Verdunkelungsgefahr mehr oder weniger auf Verdacht im Häfen nur weil die Möglichkeit besteht, sie könnten Spuren vernichten - immer wieder.
Die Polizei ist der Meinung, dass der Verdächtige Karl Heinz Grasser falsch ausgesagt und sogar Dokumentenfälschung betrieben hat, um seinen Amtsmißbrauch und Vorteilsnahme zu verschleiern.
Hier keinen Haftbefehl auszustellen grenzt schon an Amtsmißbrauch!
Also bitte! Gemma Burschen aber flott!
Danke!

Sushinger
00

auf irgend eine art und weise kriegen solche leute am ende immer das was sie verdienen, wir werden es zwar so wie es aussieht nicht mehr erleben, aber wenn er wirklich dreck am stecken hat wird er dafür bezahlen

Ken Baumgartner
00
der hat für seine finanzsünden schon bezahlt...

...an dem tag an dem er "JA" sagte vorm traualtar.

Quintus Beckloeffel
00

Tja, Herr Grasser, jetzt wird's langsam eng!

erkelteter tiger
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noch gar keine reaktion vom ainedter?

Turne
00
Ainetder

Der Kampftschicker verlässt als erstes den sinkenden Freund :-)

Was soll er auch noch sagen???

Pepito Sbazzegutti
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der drara?

Angelika70
21

Drara 1, bittschön. Soviel Zeit muss sein.

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