24 Millionen ohne Job

Arbeitslosigkeit in der EU auf Rekordhoch

31. Jänner 2012, 15:52

23,8 Millionen Menschen haben keinen Job - Zahl der arbeitslosen Jugendlichen liegt bei 5,5 Millionen - Österreich steht vergleichsweise gut da

Brüssel - Die Arbeitslosenrate in der Europäischen Union und in der Eurozone hat im Dezember einen Rekordwert erreicht. Das EU-Statistikamt Eurostat schätzt, dass im Dezember in der EU insgesamt 23,8 Millionen Menschen arbeitslos waren, davon 16,5 Millionen in der Eurozone. Das ist die höchste Zahl und Rate, die seit Beginn der Aufzeichnungen für die 27 EU-Staaten seit Jänner 2000 vorliegt, hieß es bei Eurostat.

Die durchschnittliche Arbeitslosenquote in den 17 Staaten der Eurozone erreichte im Dezember 10,4 Prozent, auch für November revidierte Eurostat die ursprünglich auf 10,1 Prozent geschätzte Rate auf 10,4 Prozent nach oben. Bezogen auf die 17 Euroländer ist das die höchste Gesamtzahl arbeitsloser Menschen seit 1995. Nur im April 1998 wurde mit 10,5 Prozent eine höhere Rate verzeichnet.

Österreich steht gut da

Österreich verzeichnet mit 4,1 Prozent weiterhin die niedrigste Rate in der EU, gefolgt von den Niederlanden (4,9 Prozent) und Luxemburg (5,2 Prozent). Seit Juni 2011 nimmt Österreich in der EU-Statistik den Spitzenplatz ein. Die höchsten Arbeitslosenquoten meldeten Spanien (22,9 Prozent), Griechenland (19,2 Prozent) und Litauen (15,3 Prozent).

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren in der EU betrug im Dezember 5,5 Millionen. Die Jugendarbeitslosenquote lag damit bei 22,1 Prozent in der EU und bei 21,3 Prozent im Euroraum. Die niedrigsten Quoten verzeichneten Deutschland (7,8 Prozent), Österreich (8,2 Prozent) und die Niederlande (8,6 Prozent). Am höchsten war die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien (48,7 Prozent), Griechenland (47,2 Prozent) und in der Slowakei (35,6 Prozent).

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben sich am Montag beim informellen Gipfel in Brüssel auf verschiedene Wachstumsimpulse geeinigt. Bei den Initiativen geht es um einen wirksameren Einsatz vorhandener Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und den EU-Strukturfonds. Aus den Fonds sind für die Programmperiode bis 2013 noch 82 Mrd. Euro ungenutzt, davon 22 Milliarden Euro aus dem ESF. Spezielle Konjunkturprogramme sind nicht vorgesehen.

Nationale Jobpläne

Im Rahmen ihrer Nationalen Reformprogramme sollen die EU-Staaten jährlich "Nationale Jobpläne" vorlegen. Diese sollen bereits heuer im Zuge des "Europäischen Semesters" zur Koordinierung der Budgetpolitik und der Wirtschaftsreformen überwacht werden.

Besonderes Augenmerk richtete der EU-Gipfel auf die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Die acht Länder mit der höchsten Jugendarbeitslosigkeit - Spanien, Griechenland, die Slowakei, Lettland, Italien, Portugal, Litauen und Irland - verpflichteten sich zu einem Pakt zur Förderung der beruflichen Mobilität, den Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso vorgeschlagen hat. Barroso wolle umgehend "Aktionsteams" in diese Länder schicken, damit konkrete Schwerpunkte vereinbart werden könnten, sagte eine Sprecherin des Kommissionspräsidenten am Dienstag in Brüssel.

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) unterstrich die vom Gipfel beschlossene Wachstumsinitiative. Kürzungen ohne Wachstumsmaßnahmen würden einen negativen Kreislauf auslösen, sagte er. "Für jemanden, der auf der sozialen Seite steht", sei die Gipfelerklärung zwar wenig, "aber es geht in die richtige Richtung". Die grüne Europaabgeordnete Ulrike Lunacek kritisierte die Gipfelbeschlüsse zur Belebung des Wachstums als "vage und im Prinzip eine Auflistung schon existierender Maßnahmen". Für die Vorhaben gebe es nämlich kein neues Geld. (APA)

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24 Postings
Daniel Mueller1
00
EU Aktionsteams

interessante weitergehende Ergänzungen zu den EU Initiativen sind hier beschrieben:
http://www.fairobserver.com/article/n... ent?page=2

großgoscherter Zwerghamster
11
31.1.2012, 19:28
Und was sagen die dümmsten aller Dummen zu diesem Thema?

Guckst du:
http://derstandard.at/132650367... n-zu-wenig
http://derstandard.at/132624916... 4-Jaehrige

und natürlich:
WIR MÜSSEN LÄNGER ARBEITEN!

Eh kloa...

Bertel Mann
11
31.1.2012, 17:58
Wann werden wir endlich einsehen, dass wir länger arbeiten müssen...

Farinelli
11
31.1.2012, 19:15

nie... is doch ein witz.... scheixx arbeiten gehen....

zwickt`s mi
01
31.1.2012, 17:40

eigentlich merkwürdig wie eine gute nachricht zur hiobsbotschaft wird.

man könnte es doch positiv sehen das weniger menschen arbeiten müssen um eine hohe prodiktivität und einen guten lebensstandard zu ermöglichen.

natürlich deckt sich das nicht mit dem wunschtraum vom unbegrenzten wachstum in einer welt begrenzter ressourcen...

Mann40
04
31.1.2012, 17:07

danke an alle eu-unternehmer, die gnadenlos produktionen und arbeitsplätze nach china & co transferiert haben :-(

Wolfgang Ullram
24
31.1.2012, 16:59
i finds spannend

dass es jede woche eu gipfeltreffen und 1.500.000.000.000 € für die rettung der banken, versicherungen, finanzmärkten und korrupten, betrügenden regierungen geht.

und für arbeitslose, bzw.arbeitsmärkte , beschäftigungsprogramme die NACHHALTIG sind, keine bewerbungskurse!!!! nada

da trifft sich niemand!!!!

da sieht man, was das kapital in der eu wert ist!!!! ALLES!!!!!

und die menschen, ....NICHTS

net mal protestieren dürfens, da werden die gipfel weiträumig abgesperrt, damit man ja nicht die wutbürger europas sehen muss....könnte die merkozy beunruhigen!!!!

pfui

deshalb: mindestens dieselbe summe, die betrügern, bankrotteuren, schludrigen geldverleihern usw. nachgeschmissen werden, auch für arbeitsmarkt und plätze ausgeben! !!!!!!

Michael Palomino
05
31.1.2012, 16:51
Und dann kommt die Anarchie

Die Entwicklung mit der hohen Arbetislosigkeit wird weitergehen, und dann kommt die Anarchie, wie sie in Portugal bereits begonnen hat, mit haufenweise Diebstählen von Lebensmitteln, mit Bandenüberfällen auf alleinstehende Häuser etc. In 3 Jahren werden in gewissen Regionen Europas kolumbianische Zustände beginnen. Bandenüberfälle auf Geldtransporter sind ja bereits auch in Deutschland "Usus". Und der Mega-Rettungsschirm von 1,5 Billionen wird in 3 Jahren ebenfalls aufgebraucht sein. Es wird wunderbar in Europa dank Merkels Euro-"Strategie"...

Waran
00
31.1.2012, 20:46

Ich erkenne zur Zeit zwischen dem Neoliberalismus, der zur Zeit in Europa grassiert (grassert) und der Anarchie, zumindest der individualistischen Anarchie, nur noch marginale Unterschiede.

Euroumrechner
00
31.1.2012, 16:50
Sehr schön..

Um diesen (produktivitäts-) Fortschritt gerecht aufzuteilen, schlage ich nun vor, die Wochen- bzw. Lebensarbeitszeit ab sofort zu reduzieren.

Weil dann haben wir wieder Vollbeschäftigung, und das wollen wir ja alle, oder?

hcsrache
01
31.1.2012, 16:38
Sklaven werden nicht gekuendigt, Sklaven werden verkauft.

Willkommen in der schoenen neuen Lohndumpingarbeitswelt von Harz4GerhardSchroeder !

Erwin Wolfram
00
31.1.2012, 16:36
Uebersetzung

Wir machen ein strenges Sparpaket LOL

Nadine Mayer
00
31.1.2012, 16:32

vor dem eu beitritt wurde uns vollbeschäftigung versprochen. Alles gfraster.

Ivan Bukov
01
31.1.2012, 16:50

Gfrast wer den Bloedsinn geglaubt hat.

Sepp Hungerleider
113
31.1.2012, 16:22
Dümmer gehts nimmer! > Da wird die EU den Mitgliedsbeitrag Österreichs bald erhöhen!

Dabei sind das nur gefakte Zahlen! Was ist mit den zig
tausenden AMS-ler?

nestrus
20
31.1.2012, 18:27
Wissen Sie was Sie das schreiben? Bzw. wissen Sei, wie der "Mitgliedsbeitrag" berechnet wird?

Ca. 87% der "Mitgliedsbeiträge" richten sich nach dem BNE (Bruttonationaleinkommen) ungefähr 13% werden von der Mwst (Mehrwertsteuer) abgezogen.
Die Arbeitslosenzahlen haben hier also einen nur sehr indirekten Einfluss, aber Sie wollen ja auch nicht vorschlagen, dass wir und runterwirtschaften sollen um weniger zahlen zu müssen, oder?

ausisundgschengis
04
31.1.2012, 16:45
Genau so ist es!

santa fe
 
35
31.1.2012, 16:15
haben sich poliiker und medien jemals dafür entschuldigt, die arbeitslosigkeit in den letzten jahren immer wieder massiv bagatellisiert zu haben?

unermessliche billionen für die FI (finanzindustrie), angeblich, um die wirtschaft zu retten, tatsächlich, um 1% der bevölkerung immer reicher zu machen und die ärmsten immer ärmer. an letzteren wird gespart, für erstere jede astronomische geldmenge gedruckt.

es ist der reine wahnsinn, denn die einbrechende allgemeine kaufkraft macht die wirtschaft noch schneller kaputt und damit letztlich auch die FI selbst.

es liegt an uns. wir müssen der FI das

BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN für alle

abringen, die wirtschaft durch moderate kaufkraft stabilisieren und die FI demokratisieren und sucht-therapieren.

ohne befreiung von ihrem lohn-und geldterror ist das nicht möglich.

Kühnemund
22
31.1.2012, 17:15

Immer der selbe 3-fach-Schwachsinn von dir egal zu welchem Thema:

1%
FI
BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN

In keinem einzigen Posting hast du je erklärt bzw. darauf geantwortet wer diese 1% sind.

Und komm uns bitte nicht ständig mit "Befreiung" oder "Demokratisierung" vor irgendwelchem Terror und gleichzeitig aber den Raub von Privateigentum fordernd!!

fanta
30
31.1.2012, 16:30

Schon einmal überlegt, warum die Arbeitslosigkeit in D seit der ach so unsozialen Agenda von Schröder so massiv zurückgegengen ist? kein zusammenhang erkennbar für Sie?

santa fe
 
22
31.1.2012, 16:48

haben sie sich schon einmal gedanken über den zusammenhang von weltwirtschaft und weltarbeitslosigkeit mit der wirtschaftskrise auch in europa gemacht? und darüber, warum auch 99% der deutschen bevölkerung zugunsten von 1% immer ärmer wird?

großgoscherter Zwerghamster
01
31.1.2012, 18:37
Weiterführend dazu: 30 Minuten die sich jeder unvoreingenommen ansehen sollte!

http://www.youtube.com/watch?v=b_sEUkJIz9g

Wohlgemerkt: Nur EIN mögliches Modell, was die Finanzierung anbelangt - aber eine sehr gute Erklärung, worum es generell geht.

(Mittlerweile auch als "Götz-Werner-Modell" (DM-Gründer) bekannt)

Ich stelle das deswegen hier rein, weil es die kürzeste Form ist - die ich bisher gefunden habe - um ein derart komplexes Thema ausreichend zu erklären.

Farinelli
00
31.1.2012, 19:17

brilliant.... wannn??????????? kommt das endlich ?

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