Umfrage

Jeder zehnte Schüler geht regelmäßig arbeiten

31. Jänner 2012, 14:40

Aber wenig Wissen über ihre gewerkschaftliche Vertretung - Kampagne der GPA-djp für Anrechnung der Schulausbildung auf Lehrzeiten gestartet

Wien - Elf Prozent der Schüler über 15 Jahren gehen neben der Schule arbeiten, zeigt eine am Dienstag präsentierte Ifes-Umfrage im Auftrag der GPA-djp (300 Befragte, September 2011). Weitere 51 Prozent arbeiten in den Ferien. Die größte Gruppe unter den arbeitenden Schülern übt eine angemeldete Nebenbeschäftigung oder einen Ferialjob (57 Prozent) aus, wie aus den Unterlagen zur heutigen Pressekonferenz hervorgeht.

Dass die GPA-djp auch Interessensvertretung für Schüler ist, ist allerdings 43 Prozent der Schülern nicht bekannt. Bei Problemen im Job würden sich 69 Prozent der Befragten an ihre Eltern wenden, 58 Prozent würden bei ihrem Chef Rat suchen. An die Arbeiterkammer würden sich nur 22 Prozent, an die Gewerkschaft 13 Prozent und an den Betriebsrat lediglich acht Prozent wenden.

Die GPA-djp fordert angesichts der großen Zahl arbeitender Schüler, diese stärker über ihre Rechte und Pflichten aufzuklären. Passieren soll das in Form von "Berufs-, Bildungs- und Arbeitsweltorientierung" durch Experten aus Gewerkschaft oder Arbeiterkammer ab der sechsten Schulstufe. Außerdem fordert die Schülergewerkschaft die Abschaffung von Pflichtpraktika. Dabei würden Schüler oft als billige oder kostenlose Arbeitskräfte missbraucht. Stattdessen soll es Programme zur Berufserfahrung während der Unterrichtszeit mit kollektivvertraglicher Entlohnung geben.

Der GPA-djp-Vorsitzende Wolfgang Katzian kündigt in den Presseunterlagen zudem eine Informations- und Mobilisierungskampagne an den berufsbildenden mittleren oder höheren Schulen (BMHS) an, bei der es um die Anrechnung von Schul- auf Lehrzeiten geht. Derzeit würden jedes Jahr BMHS-Absolventen trotz abgeschlossener Berufsausbildung von Unternehmen in die für diese wesentlich billigere Lehrlingsausbildung gedrängt. Der Unterschied mache etwa bei der Arbeit in einem Reisebüro im ersten Jahr mehr als 13.000 Euro aus. Eine Einigung in den seit Jahren laufenden Verhandlungen ist laut Katzian im vergangenen Jahr am Widerstand der Wirtschaftskammer gescheitert. (APA)

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24 Postings
Fritz Meyer
06
Ist schon lange kein Geheimnis mehr...

dass Schüler und Studenten immer häufiger arbeiten gehen/müssen, um sich bzw. ihre Interessen zu finanzieren.

Nur die Politik und Medien verbreiten gern das Märchen von den "Faulenzern" und "Drückebergern".

Denn die einen machen damit ihren Wahlkampf bei den Alten und die anderen wollen das die Jugend so schlecht wie möglich in der Öffentlichkeit dasteht, wenn's mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen fordern.

Vorstadtmama
 
01
..da sieht man wieder, wie weit sich die politisch Verantwortlichen von der Realität schon entfernt haben...

Die GPA( die sollten es eigentlich besser wissen) wundert sich, dass sich 16Jährige mit so exotischen Dingen wie Arbeit beschäftigen? Gott sei Dank arbeiten noch nicht alle jungen Leute an einer Grundsicherungskarriere, obwohl es ihnen die Politik offenbar nahelegt.

yoghurtinator
 
01
Das Problem dabei ist

Schule und Arbeit nebeneinander führt nicht selten dazu, dass die Schulausbildung nicht beendet wird.

stall
10
volksschüler?

metalwoman
00

Arbeiten darf man erst ab 15, ab 13 ist Mithelfen im Familienbetrieb offiziell erlaubt.

Vorstadtmama
 
00
Nein. Denn oben steht geschrieben:

"Elf Prozent der Schüler über 15 Jahren gehen neben der Schule arbeiten..."

Erwin Wolfram
30
uebersetzung

zur qualitaetskontrolle bezahlen wir nicht nur einige studenten, die uns vorsagen was wir hoeren wollen, sondern erlauben auch einigen gar nicht die teilnhame und missbrauchen diese als lackmustest fuer unsere guete, indem wir saemtliche unterstuetzungen mit dem gestus des belehrenden versagen legitimieren wir die solidaritaet mit den oberen 10.000 bei unserem gehalt.

supermike
112
31.1.2012, 21:13
Nur jeder zehnte ???

Den Eltern der restlichen neun sollte man mal in den Arsch treten damit aus den Sprößlingen keine Dauerstudenten oder Arbeitslosengeldbezieher werden...

Spucks
01

Schüler, die neben der Schule nicht arbeiten, werden Dauerstudenten? Hmmm, also ich wäre viel schneller gewesen mit meinem Studium, wenn ich nebenher nicht hätte arbeiten müssen. Wissens wieso? Achtung, jetzt kommts: Ohne Job hätte ich mehr Zeit fürs Studium gehabt. Welch eine Korrelation! Schon klar, dass Sie da selbst nicht draufkommen konnten.

RS69
 
01

Was ist denn aus Ihnen selbst so gerworden?

metalwoman
02

Hier gehts um Schüler, nicht um Studenten.

A. Sieberer
01

Mir persönlich ist es lieber, das meine Kinder ihre Schule mit entsprechendem Engagement zu absolvieren.
Dafür bekommen sie ausreichend finanzielle Unterstützung, um auch ihre Freizeit sinnvoll gestalten zu können.

Für teure Markenkleidung, immer das neueste Handy, Rauchen und den wochenendlichen Alkoholabsturz reichen diese Mittel mit Sicherheit nicht.

auweh
00
31.1.2012, 23:20
wow

sie waren wohl nie schüler?

supermike
02
sie waren wohl nie schüler ?

Doch und ich musste ab meinem 14 Lebensjahr 3 Monate pro Jahr arbeiten damit ich mir die Höhere Lehranstalt samt Internat leisten konnte.
Und die körperliche Arbeit dazwischen war für mich der Ansporn meine Schulleistung zu erhöhen und mich beruflich auch entsprechend besser zu orientieren und enagieren.

Spucks
11

Waren Sie als Kind leicht auch schon so ein Ungustl, dass Ihre Eltern Sie ins Internat verpflanzt haben?

RS69
 
01

Und? Was ist aus Ihnen geworden?

Reginald Barclay
22
Nur jeder 10.? Wir sind halt schon ein reiches Land

Und? Ich hab auch mit 14 den ersten Ferialjob gemacht, mit 17 hatte ich ein Dauer-Arbeitsverhältnis (10h/Woche) neben der Schule. Mit 19 dann die HTL abgeschlossen, und am Montag drauf auf 40h/Woche upgegradet.

Klar hätt ich auch gern wie so viele andere den ganzen Sommer in die Luft geschaut, und nach der Matura erstmal ein Monat auf Ibiza gesoffen, und dann 2-3 Monate auf Hacknstad bis zum Heer/Zuvieldienst.

Aber wenn einem die Eltern nicht alles in den Allerwertesten blasen (können), dann muss man halt selber schauen wo man bleibt.

metalwoman
01

Neben der HTL noch 10 h arbeiten? Bei schätzen wir mal 38 h Unterricht pro Woche. Wie geht das? Mo-Fr Schule, Sa und So arbeiten, lernen und Privatleben irgendwo dazwischen?

supermike
00
Neben der Schule arbeiten kann man vergessen

Aber man kann die Sommerferien nutzen - teils auch vorher / nachher eine Arbeitswoche ranhängen, Osterferien, Semesterferien usw...

A. Sieberer
02

Dann sollten sie allerdings ihre eigene Lesekompetenz hinterfragen!
Oben steht nämlich, dass sich die 10% auf regelmäßige Arbeit beziehen. Ferialarbeit machen laut Umfrage 57%!

RS69
 
01

Naja - er hat eben mehr gearbeitet als gelernt.

Yes I can!
00
31.1.2012, 16:55
um himmelswillen!!!

arbeiten die berufschüler/lehrlinge auch???

leider ist der titel hier völlig falsch. es müsste heissen, dass jeder 10. schüler ab dem 16. lebensjahr arbeiten geht. sonst wäre die arbeitstrate ja bei 1 prozent.

Victoria Karl
 
00

damit sind Lehrlinge keine Schüler
und als Schüler gelten Jugendliche nur wenn sie das "aktuelle" Jahr abschließen,... Und damit ist an der Überschrift auch nichts auszusetzen.

Victoria Karl
 
10

Schüler = "hauptberuflich" - also 100% - Schüler. Ohne Lohn/Gehalt.
Lehrling = "hauptberuflich" - ebenfalls 100%ig - Lehrling, wobei lediglich 25% davon auf die Berufsschule entfallen. Mit Lohn/Gehalt.

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