Förderungen

Berlakovich stützt Bauernbund mit zwei Millionen Euro

31. Jänner 2012, 13:56

Über zwei Millionen Euro seit 2006 aus Landwirtschaftsressort an ÖVP-Teilorganisation

Wien - Der ÖVP-Bauernbund darf sich über kräftige Zuwendungen des ÖVP-geführten Landwirtschaftsministeriums freuen. Das geht aus einer Anfragebeantwortung von Ressortchef Nikolaus Berlakovich hervor. Demnach hat sein Ministerium zwischen 2006 und 2011 mehr als zwei Millionen Euro aus dem Steuertopf der ÖVP-Teilorganisation für Öffentlichkeits- und Informationsarbeit direkt oder über ihre Zeitung zugewiesen. BZÖ-Mandatar Gerald Grosz, der die Anfrage an Berlakovich gestellt hatte, verlangt ein sofortiges Ende dieser Subventionspolitik.

Gut 1,5 Millionen Euro hat das Landwirtschaftsministerium direkt an den Bauernbund fließen lassen. Dabei ist die Fördersumme während der letzten Jahre sogar noch gestiegen. Waren es 2006 nur 200.000 Euro, die der Bauernbund für Öffentlichkeits- und Informationsarbeit bekam, darf sich die schwarze Teilorganisation seit 2009 schon jeweils über 290.000 Euro freuen.

"BauernZeitung"

Die übrigen dem Bauernbund zuzuordnenden Gelder flossen an die "Österreichische BauernZeitung". Mehr als 575.000 Euro empfing das Blatt, das vom Bauernbund herausgegeben wird, vom Ministerium.

Subventioniert wurden diverse Inserate und Medienkooperationen. Vor allem die Zukunft der Landwirtschaft war dem Agrarressort eine ganze Menge Geld wert. Für eine Medienkooperation zu dem Thema gab es im Jahr 2009 nicht weniger als 137.000 Euro. Fast 63.000 Euro wurden zum Thema "Landwirtschaft 2020" überwiesen. Immer wieder über kleinere Förderungen konnte sich auch der Cartellverband freuen, und zwar für Medienkooperationen und Inserate zum Thema Klimaschutz.

Über zehn Millionen Euro an rote und schwarze Vorfeldorganisationen

Grosz hatte abgefragt, welche der SPÖ und ÖVP nahestehende Organisationen von den einzelnen Ministerien in welcher Höhe subventioniert werden. Dabei war zuletzt schon bekannt geworden, dass etwa im Familienbereich zwischen 2006 und 2011 über zehn Millionen Euro an rote und schwarze Vorfeldorganisationen geflossen waren. Im Sozialministerium lagen nur die vollständigen Daten bis 2010 vor - und hier beliefen sich die einschlägigen Förderungen auf gut 8,5 Millionen Euro.

Grosz meint angesichts dieser Zahlen, dass mit dem "Förderwahn" Schluss sein müsse. Die rot-schwarzen Förderempfänger kämen unter fragwürdigsten Umständen zu ihren Subventionen. Freilich hat auch das BZÖ von öffentlichen Förderungen profitiert, selbst im Landwirtschaftsbereich. Berlakovich schreibt dazu ungefragt: "Die BZÖ-Bauernschaft wurde mit 104.250 Euro subventioniert."

Im Büro Berlakovich wird zu den Vorwürfen betont, dass auch Organisationen anderer Parteien unterstützt worden seien.(APA/red)

Kommentar posten
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Nisus Wettus
01
17.2.2012, 13:08
Geld der Steuerzahler für ÖVP abgezweigt

Bin schon gespannt auf die Konsequenzen, die von der ÖVP aus diesem eigentlich handfesten Skandal gezogen werden...

karl kattatone
01
17.2.2012, 10:26
Schmink-Köfferchen

schätze, Österr. hatte noch nie zuvor einen derartig lächerlichen, unfähigen und willfährigen Umweltminister. Abgesehen von seinen ständigen Bücklingen vor der Wirtschaft fällt er mir hauptsächlich immer wieder nur wegen seiner süß zurecht-gezupften Augenbrauen, seinem seligen Moorbad-Grinsen und wegen seines gekonnt gepflegten Teints auf ..süüß anzusehen, der Niki

hu zi
00
15.2.2012, 12:06
Das ist sein Ei-fon

albert bickel
00
14.2.2012, 14:59
Minister mit Henne

Soll das etwa an seine Erfindung erinnern? "Zentrale Datenbank für Eier"

DieSchnecke
00
12.2.2012, 11:19
stützt?

beschenkt ist wohl das richtigere Wort

karl kattatone
00
17.2.2012, 10:36

das Geld ist 'rüber geglitten ...ja, geflutscht ;/

Naturfreund
 
02
Klientelpolitik

Ein rücktrittsreifer Minister, der wahrscheinlich deswegen dort sitzt weil er bei Umweltthemen untätig ist und bei Reformthemen auf der Bremse steht. Ein Systemerhalter sozusagen.

kater bruno
11

90 % der Bauern zahlen keine Steuern, warum dann diese Riesenförderung, damit die reichen Bauern noch reicher werden ? Die Bergbauern kriegen wie immer nichts.

running gnu
00

Wie kommst du zu der Behauptung dass 90% der Bauern keine Steuern zahlen??

pei mei
04
tja ...die Schwarzen wollten mit Ihrer Transparenzdatenbank

dem Sozialhilfe- und Arbeitslosenempfängern vorrechen "wieviel" Förderungen sie kassieren ..... jetzt geht aber der Schuß nach hinten los denn die wahren Hängemattenlieger und die den Staat mit Ihren Förderungen ausbeuten sind die sogenannten Leistungsträger .... Förderungen an die Wirtschaft und die Bauernschaft, Befreiuung von Stuern und sonstigen Begünstigungen von denen der normal Bürger nur träumen kann .. die Transparenzdatenbank für die Agrarförderungen haben sie erfolgreich abgedreht ... da könnt man auch sehen das der Berlako 36.000€ Förderungen einsackt , aber den Pesionisten wollens vom 27 Milliarden Sparpaket allein 7,6 Milliarden streichen, einfach ÖVP so sind's die Kerz'lschlicker

zebaz
14
O A R S C H L O C H

bei aller sonstigen beherschung gehts manchmal halt nicht anders als seinem frust durch verbale rundumschläge ausdruck zu verleihen. und das auf nüchernen magen... *würg*

erxxich
03
Riesenschweinerei

Die hohen Förderungen, niedrige Steuerpauschalierung, sonstige Steuerprivilegien (Treibstoff,Grundsteuer,etc.) sind eine Schweinerei und Ungerechtigkeit gegenüber den restlichen Österreichern !!!
Note: Grüner Bericht 2010
* 177.000 registrierte Bauern
* 11 Milliarden Euro Förderungen
* Umsatzsteuer 53 Millionen Euro
* Grundsteuer 35 Millionen Euro

Noch Fragen !!!

Naturfreund
 
00
Gehirnwäsche hat seinen Preis

Warnhinweis:Die Verpackung unserer Lebensmittel kann den Inhalt ihrer Geldtasche gefährden. Die Spitzenfunktionäre der Landwirtschaft (Berlakovits, Grillitsch und Co) gfährden den (mittelmäßig-)guten Ruf der Landwirte

Christian7777
02

Wann hört das den endlich auf in Österreich ... die stopfen sich alle mit Subventionen voll und der normale Bürger wird wieder geschröpft bis zum Geht nimma ...

Das ist doch auch Korruption, oder? Dürfen die sich den alles erlauben???

Bin echt stinke sauer schon auf diese Herren Politiker ...

Toto Wien
04
Korruption pur!

Leser103
02
Gleiches recht für alle

2mio dividiert durch Zahl der Bauern x Anzahl der ÖGBmitglieder und der Gewerkschaftsbund ist ein für alle mal saniert.

Waran
01
Der Lebensminister

lässt den Bauernbund sehr gut leben!

bbbbbbb
01
Damit

Lebensmittel in Treibstoff verwandelt werden....

Anton D.
24
Berlakovitchs Unverschämtheit ist nicht mehr zu überbieten!

Die Begründung, auch andere Parteiorganisationen,( wer wohl? kann nur der rote Bauernverband sein,) seien "gefördert" worden ist eine Frechheit. Der Minister muß wegen Amtsmißbrauchs zurücktreten.
Seine Unfähigkeit als Umweltminister führt dazu, daß wir Strafzahlungen in zig 100 Millionen Höhe zu erwarten haben.
Schluß mit diesen Gaunereien!

Jülyet Ksantopulo
01
so a Growod !!

sonne-licht
 
14
subventionsdschungel

in österreich ein wahnsinn!

und bauern die am hungertuch nagen und sich abrackern, werden dann als prellbock hergenommen!

wann hört endlich die verschwendungspolitik in österreich auf!

wie kann das volk das verhindern!
nur durch ein stricherl alle vier jahre ist es nicht getan!
wann hat endlich das volk die möglichkeit diese kasperl jederzeit abzusetzen?

Mostbluzza
01
es gibt keine verschwendung

nicht in grossem masse. ja etwas an inkompetenz, fehleinschätzungen usw.

der grossteil, den sie zurecht meinen, ist korruption, begünstigung, parteien- und politikerfinanzierung.

das ist unser demokratisches problem, das sich nun zeigt, weil die kasse nix mehr hergibt.

angelo6
32
was die ÖBB für die SPÖ sind die Bauern für die ÖVP

fredi 1990
13
ihr wollt doch nicht den armen bergbauern graf ali das geld wegnehmen?

jetzt wo er seinen diplomaten-pass abgeben muss und er nicht mehr so leicht mit den geldkoffern einreisen kann - wird er auf die bergbauernförderung bestehen müssen!

es reicht
 
23
..auch den Bauern reicht es, wenn es um die Problematik des Förderwesens geht

Zu viel bürokratische Arbeit für eine Berufsgruppe,die ihre Arbeit am Feld, im Stall, im Wald verrichten soll.Viele würden gerne auf die Förderungen verzichten,wenn sie einen gerechten Preis für ihre Produkte bekommen würden, das ist leider nicht der Fall! Die Differenz zu den gerechten Preisen wird in die Agrarbürokratie investiert, wobei der Handel auch noch mitnaschen kann!
So gibt es bereits eine wahre Erkenntnis: In der Landwirtschaft lässt sich kaum was verdienen, an der Landwirtschaft aber sehr wohl! Ein System ,das die Intelligenz jedes vernünftigen Menschen beleidigt aber immer noch viele Befürworter findet.
Die Schmarotzer, die Parteigünstlinge, blinde Gefolgsleute, christlich geprägte Bauernbündler,uvam

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