Video zum Song "Phänomen" der Schlagersängerin Helene Fischer bei FPÖ-Neujahrstreffen gespielt - Anwalt drohte mit Klage
Salzburg - Die FPÖ darf das Video zum Liebeslied "Phänomen"
der deutschen Schlagersängerin Helene Fischer in Zukunft nicht mehr
bei Parteiveranstaltungen spielen. Ein Anwalt der Sängerin hat ein
Ersuchen auf Unterlassung gestellt, nachdem das Musikvideo beim
Neujahrstreffen der FPÖ am 21. Jänner vor 2.500 Parteifreunden in der
Salzburgarena vor dem Auftritt von Parteichef Heinz-Christian Strache
auf einer großen Leinwand gezeigt worden war.
"Wir waren irrtümlich der Ansicht, dass mit der AKM-Gebühr für das
Lied auch das Video abgegolten ist. Der Anwalt hat dezent darauf
hingewiesen, dass das nicht der Fall ist", nahm FPÖ-Sprecher Martin
Glier am Dienstag gegenüber der APA zu Medienberichten Stellung,
wonach die Freiheitlichen mehrere hundert Euro zahlen mussten, um
keine Klage zu riskieren. "Wir haben die Anwaltskosten schon
überwiesen", sagte Glier. Falls die FPÖ das Video nochmals zeige,
gebe es eine Klage. Dass nun der Fall in den Medien auftauche,
bezeichnete Glier als "verzweifelten Versuch, uns wieder anzupatzen".
An dem Liebeslied "Phänomen" fand die FPÖ offenbar gefallen.
"Weil du total aus der Reihe tanzt, ein Mensch wie du gibt dem Leben
Glanz", zitierte der ORF Salzburg am Dienstag auf seiner Webseite eine
Textpassage. Die Sängerin wolle aber nicht von einer Partei
als Werbefigur benutzt werden, hieß es. (APA)