Estibaliz C. durfte erstmals ihr Kind sehen

31. Jänner 2012, 12:46

"Im Rahmen eines regulären Besuchs" ihres Lebensgefährten

Wien - Die unter Doppelmordverdacht stehende Estibaliz C. hat gestern, Montag, erstmals ihren Sohn gesehen. Die Leiterin der Justizanstalt Wien-Josefstadt, Helene Pigl, bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Salzburger Nachrichten". Wie Pigl erklärte, fand die Visite "im Rahmen eines regulären Besuchs" ihres Lebensgefährten statt, der das Baby mit in die Besucherzone im Landesgerichtlichen Gefangenenhaus nahm.

Die 32-jährige Estibaliz C. hatte das Kind vor knapp drei Wochen im Kaiser-Franz-Josef-Spital zur Welt gebracht. Das Baby wurde ihr unmittelbar nach der Geburt abgenommen, ihr Freund und Vater des Kindes bekam die vorläufige Obsorge zugesprochen. Die Frau steht im Verdacht, 2008 ihren deutschen Ex-Mann und 2010 ihren Ex-Liebhaber getötet zu haben. Die zerstückelten Leichen der beiden Männer waren Anfang Juni 2011 im Keller ihres Eissalons "Schleckeria" in Wien-Meidling von Bauarbeitern entdeckt worden. Seither sitzt die Frau in U-Haft. (APA)

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ich selbst habe keine kinder und bin deswegen wahrscheinlich gar nicht qualifiziert um es zu beurteilen, aber ich persönlich denke es wäre vermutlich nicht das schlechteste das sorgerecht dem vater zu übertragen und dieser kann dann frei entscheiden wie oft er mit dem kind die mutter besuchen geht.

so oder so tut mir das kind leid denn eine normale kindheit wird es wohl kaum haben, spätestens in der schulzeit wird es dem spott der anderen ausgesetzt sein, kinder sind grausam und der kleine wird wohl ewig der mit der "psycho mutter" bleiben.

Muß nicht sein, in solchen Fällen ist halt wichtig, möglichst wenig auszuplaudern. Es kann aber auch Vorteile haben, wenn die Kiner das wissen, weil es zu einem gewissen Verständnis führen.

Wir hatten in der Unterstufe einen extrem auffälligen Mitschüler. Meist ein unberechenbarer gefürchteter Raufbold; fallsweise aber auch wieder ein netter umgänglicher Typ. Nach Jahren hat ein Lehrer (!) erzählt, dass es regelmässig Gewalt in der Familie gab - Vater Alkoholiker, Mutter mit Kind regelmässig im Frauenhaus. Da wurde natürlich einiges klar, und irgendwie auch verständlich.

da haben sie recht.

In der SChule muss aber gar nichts sein, solange nichts weiter rumerzählt wird von den ERwachsenen.

Dass das Kind in seiner Jugend und Erwachsenenzeit mit seiner Herkunft zurecht kommen muss, liegt aber auf der Hand.

Ist interessant, wie hier im Forum die meisten die Mutter ins Zentrum des Blickfeldes stellen. Das Kind bleibt irgendwo am Rande.

Es geht hier allerdings zuallerst um das Kind.
Jedes Kind hat ein sehr natürliches Recht auf seine Mutter (und natürlich auch auf seinen Vater). Vor allem hat es das Recht zu wissen, wer seine Eltern sind und in Kontakt mit ihnen zu bleiben.

Leider ist es manchmal so, dass sich Elternteile so verhalten, dass es für ein Kind nicht möglich ist, dauerhaft bei ihm zu leben. So dem Kind aber von diesem Elternteil nicht Gewalt angetan wurde, hat das Kind wohl das Recht auf Umgang. Selbst wenn der Elternteil kein erfreuliches Mitglied der Gesellschaft ist. Das Kind kann nichts dafür.

ich glaube die meisten Poster meinen damit sehr wohl das Kind, denn dieses muss natürlich vor Unbill geschützt werden, und sogar im Beisein von Beamten kann eine Verrückte in Sekunden einem Säugling den Hals umdrehen...

das zu klären ist allerdings die Aufgabe eines Psychiaters/Psychologen.

Gleich und gleicher.

Kein anderer U-Häftling darf Tischbesuch bekommen geschweige mehr als 1x/ Woche überhaupt Besuch!

Sie Rosas Beitrag. Da gehts weniger um die Rechte des Häftlings, sondern um die des Kindes.

p.s. wo darf man diese Regelung eigentlich nachlesen?

http://strafvollzug.justiz.gv.at/einrichtu... o.php?id=2

Ich korrigiere mich gleich: U-Häftlinge 2x/ Woche à 30 Minuten.

Dachte auch, der Mädchenbonus wäre seit 1.1. 2012 abgeschafft.

In diesem Fall wird wohl keiner meckern, dass dem Vater das Sorgerecht zugesprochen wurde.

Aber auch nur, weil die Medien von der Sache Wind bekommen haben und das Jugendamt nicht so handelt wie es sonst handeln würde; Pflegeeltern oder s.ä.

S wird auch nicht wahrer, wenn sie es noch so oft behaupten.

ZUERST wird immer geschaut, ob es Verwandte für die Obsorge gibt. Also auch Omas/Opas und natürlich Väter.

ERST DANN wird nach einer Pflegefamilie geschaut und das hat einen handfesten Grund: Weils nämlich nicht viele Leute gibt, die diesen Job, der hundsmiserablich bezahlt ist und sehr viel fordert (nämlich persönliche und infrastrukturelle Voraussetzungen) auch machen.

Ich kenn überigens kein einziges Pflegekind, wo der Vater auch nur regelmäßig über mehrere Jahre hinweg zum Besuch kommt.

Und was ist mit dem Buben der bei zwei Frauen als Pflegeeltern aufwächst obwohl er einen geeigneten Vater hat? Oder der Vater dem unlängst, hier berichtet, das JA nach drei Monaten die aO wieder entzogen hat ohne dass Kindeswohlgefährdung vorlag?

Letzteren Prozess habe ich mir in Korneuburg aus Neugierde angesehen. Eine Schande wie das gelaufen ist.

ich halte überhaupt nichts von gleichgeschlechtlichen Paaren, die Kinder aufziehen, weder als Pflegeeltern noch sonstwie.

Den Fall in Korneuburg kenne ich nicht und habe das nicht selbst gesehen.

Das, was mir aber auffällt, sind ettliche Männer (mein Ex ist auch so einer), die glauben, Obsorge zu haben heißt lediglich Kinder füttern, Putzfrau und Schule bestellen. Ich kenn auch einen, der ist sogar in Karenz gegangen für sechs Monate. Das war ein feines Zubrot zu seinem Job als Teilzeit- Hausbesorger, für den er die Wohnung mit Frau und Kind gratis bewohnt hat. Der hat nicht einen Finger mehr gerührt als vor der Karenz. Aber ein Super-Papi ist er schon, gell?!

Urgs. Ich hoffe, meine Biologiekenntnisse sind veraltet.

"Das Baby wurde ihr unmittelbar nach der Geburt abgenommen"
Hm :/

...ist das nicht ziemlich schlecht fürs Kind und seine psychische Entwicklung, wenn man es sofort wegnimmt und nicht mal ein bissl nach der Geburt bei der Mutter lässt? Bei einigen Tieren führt sowas zu Entwicklungsstörungen.

Und sehe ich das richtig, dass es völlig mit Ersatzmilch aufgezogen wird? Wie siehts mit Allergierisiko aus? Ich mein, ist das nicht irgendwie auch wieder vorsätzliches Benachteiligen des Kindes um der Justiz genau zu folgen?

Denken Sie mal an die Babyklappe

Und aus der Verantwortung der Mutter könnte man auch Medikamente ableiten die beim Stillen dem Baby schaden könnten.

in anderen Ländern ist es ganz normal, dass der Mutter das Kind abgenommen wird:

http://www.youtube.com/watch?v=NpXtU-iV4WY

Sie sind veraltet, bzw waren wohl nie über Frauimspiegel-Medizinecken-Niveau.

...

was glauben sie wie die polizei haenderingend nach verbrechern sucht um nichts arbeiten zu muessen?

Allen Gegnern zum Trotz, durfte sie Ihr Kind endlich sehen.
Das freut mich sehr und zeigt, dass sie ganz normale Muttergefühle hat.
Viele haben ja hier gemeint, sie frisst das Baby auf, was absoluter Blödsinn ist, wie man hier nachlesen kann.

Der jäh verstorbene Gatte der Witwe E. hat seine Hochzeit auch noch einige Zeit überlebt. Solange er lieb und knuddlig war. Aber dann war er nicht mehr so brav, und da wurde sie dann richtig, richtig böse.

Klar weil ja Säuglinge böse werden können und gemein.
Sorry aber da muss ich einfach lachen über Ihren Kommentar.

Bekanntermaßen sind Säuglinge nicht ununterbrochen lieb und süß und pflegeleicht und bekanntermaßen sind genug Fälle bekannt, in denen psychisch instabile Eltern in diesen Situationen auszucken und angefangen vom Schütteln, bis das Gehirn blutet bis zum Umbringen alles Mögliche an ihren Kindern anrichten.

Jemandem, der zwei Menschen umgebracht und einbetoniert hat, würde ich schon einmal psychische Laibilität höheren Grades unterstellen und damit auch das große Risiko, dass wehrlose Wesen in ihrer Nähe kein sicheres und beschütztes Leben haben.

Also, endlich eine Zusammenführung, und das, wie in anderen nachschmeißenden Medien berichtet, ganz ohne "Auffälligkeiten". Ich habe den Eindruck, die Aggressionen der "Eis-Lady" sind einzig und allein gegen Männer (als ihre Partner) gerichtet. Das ist ihr Beziehungsproblem, ihre schwere Beziehungsstörung, die sich letztlich so fatal im Morden niedergeschlagen hat.

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