Wien - Die Analysten der US-Großbank Goldman Sachs (GS) haben ihr Votum
für die Aktie des börsenotierten Baukonzerns Strabag von "Sell" auf "Neutral"
gehoben und die Strabag damit von ihrer Verkaufsliste gestrichen. Das Kursziel
wurde hingegen von 25,0 auf 24,0 Euro gesenkt. Ihr Vorgehen begründen die
Experten vor allem mit der relativen Bewertung.
Die Aktie der Strabag werde zwar von den momentanen Streubesitz-Rückkäufen
des Konzerns gestützt, erläutern die GS-Analysten. Dennoch habe sich das Papier
gegenüber anderen Unternehmen aus der Baubranche gut geschlagen. Seit die
Strabag-Aktie im April des Vorjahres auf die Verkaufsliste von GS genommen
wurde, hätten sie 1,7 Prozent zugelegt, während der britische FTSE World
Europe-Index 9,5 Prozent schwächer notiert. Auch die geografische Positionierung
der Strabag sei attraktiv, da rund 30 Prozent der Einnahmen aus Zentral- und
Osteuropa sowie Russland kämen.
Ihre Gewinnschätzung je Aktie beziffern die Experten von GS für 2011 und 2012
mit 1,66 Euro und für 2013 mit 1,68 Euro. Bei der Dividende je Titel errechneten
sie 0,65 Euro für 2011, 0,75 Euro für 2012 und 0,85 Euro für 2013. (APA)